#134 – Produkt- und Pflanzenbautrainer international: Von deutschen Perfektionisten und entspannten Griechen 🇩🇪🔧🇬🇷
Shownotes
In dieser Episode ist Simon Kempken, Produkt- und Pflanzenbautrainer bei LEMKEN, zu Gast bei Carina und Johannes. Gemeinsam begeben sie sich in die Welt der internationalen Landwirtschaft: Wie unterscheiden sich Schulungen von Deutschland bis China? Welche Herausforderungen bringt die Technikschulung rund um die Welt mit sich, vom sandigen Boden am Niederrhein bis zur Gemüsehochburg in den USA? Und was passiert eigentlich, wenn pünktliche deutsche Gründlichkeit auf griechische Gelassenheit oder exotische Esskultur trifft? Fachlich dabei sind für euch die Themen: mechanische Unkrautbekämpfung, Pflügen, Direktsaat und ganz viel Know-how aus der Praxis, eben überall dort, wo blaue Technik unterwegs ist. Auch lustige Anekdoten und der Blick über den Tellerrand sind garantiert. Neugierig, wie Simon ganz ohne eigenen Hof Landwirt wurde und was er beim Grillen am liebsten auf den Rost legt? Dann hört unbedingt rein und schickt uns eure Fragen oder Feedback zur Folge! Wir freuen uns immer über eine positive Bewertung ⭐⭐⭐⭐⭐!
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Transkript anzeigen
00:00:01: Das ist Boden und ständig. Mit Carina DinkiKill und Johannes
00:00:05: Kisters. Gemeinsam sprechen wir über die Landwirtschaft powered by Lampken.
00:00:16: Ja, hallo und herzlich willkommen zu 1 neuen Folge von Boden und ständig.
00:00:20: Heute wieder mit mir und Carina. Erst mal hallo Carina, schön, dass Du dabei
00:00:24: bist. Gleich holen wir ja noch unseren Gast dazu, aber vorab machen
00:00:27: wir natürlich wie immer den Vorspann. Carina, wie geht's dir
00:00:31: heute am Donnerstag heute zu besonderen Aufnahmezeit?
00:00:35: Ja, moin Johannes und hallo an alle Zuhörer. Schön, dass ihr wieder dabei
00:00:39: seid. Ja, mir geht's so weit ganz gut, viel zu tun.
00:00:43: Ging auch gestern Abend noch bis, ich hätt fast gesagt spät in die Nacht, aber
00:00:46: das wär 'n bisschen übertrieben. Ja, wir sind mitm zweiten Strich Doppelbearbeitung
00:00:50: jetzt unterwegs, war langsam ja, was haben wir
00:00:54: denn? Zehnter? Zehnter ist heute, ne? Also Ja. Ja, ja. Wenn wir
00:00:58: noch ein bisschen Wintergäste sehen wollen Ende des Monats,
00:01:01: das ist ja bei uns so, ja Ende September bis Anfang Oktober
00:01:05: rein, müssen wir da natürlich jetzt hinterher bleiben, damit wir nachher auch
00:01:09: da gut pflügen können und dass es im Moment hier
00:01:12: so los nebst, dass wir noch... Ich hab's bei Instagram schon
00:01:16: geschrieben, bei uns sagt man so schön, frisch wegfahren, aber
00:01:20: ja, Getreide halt, was wir eingelagert hatten und
00:01:23: teilweise zu verschiedenen Zeitpunkten und zu verschiedenen, ja,
00:01:27: Anlieferungszeitpunkten verkauft haben, sind wir jetzt auch
00:01:30: dabei, dass das Lager mal wieder 'n bisschen leer wird und mal wieder 'n bisschen
00:01:34: Luft und 'n bisschen Platz ist. Das freut mich auch immer so, ja.
00:01:37: Ja, und ansonsten alles wie immer, viel zu tun.
00:01:41: Aber ja, das ist ja ganz normal zu dieser Jahreszeit, ne.
00:01:44: Ja, aber und das ist ja auch das Schöne an der Jahreszeit. Und man muss
00:01:47: ja sagen, wenn Du sagst bis spät in den Abend und mir ist da diese
00:01:50: Woche verstärkt aufgefallen. Er ist ja wirklich zumindest bei uns 9 Uhr
00:01:54: fast schon wieder Stadtfinster, ne? Das ist erschreckend. Das geht jetzt
00:01:57: ruckzuck. Also ich hab auch gestern so gedacht, ich seh's
00:02:01: halt noch extremer, seitdem ich halt die Hühner auch hab, ne, weil
00:02:04: die ja immer dann, sobald's anfängt zu dämmern, ja in den Stall
00:02:08: gehen, so vollautomatisch von Natur aus. Und ich hab sone
00:02:12: automatische Hühnerklappe, ne, die halt Ja. Ja morgens aufgeht und
00:02:15: abends zu. Und da kannst Du jetzt echt fast jeden Tag 10 Minuten
00:02:19: ja früher stellen, dass die zugeht, weil das echt das geht so
00:02:23: rasend schnell. Und dann habe ich auf der anderen Seite auch gedacht, ja gut, ne,
00:02:26: wir haben gleich Mitte September und ja Ende Oktober wird halt auch die Uhr schon
00:02:29: wieder umgestellt, ne? Das also was sind denn 6 Wochen? Nee, so.
00:02:33: Ja. Aber ja, das geht schon rasend schnell jetzt, aber
00:02:37: ich freu mich auch 'n bisschen aufn Herbst, muss ich ganz ehrlich sagen. Wir hatten
00:02:40: vorgestern war's noch mal so richtig warm hier, auch über 30 Grad.
00:02:44: Ja. Und da hab ich auch gedacht, nee, das brauch ich jetzt einfach nicht mehr
00:02:47: so. Ich freu mich jetzt richtig auf 'n paar kühlere Herbsttage und ja, das macht's
00:02:48: auch 'n bisschen und ja,
00:02:52: das macht's auch 'n bisschen anstrengender. Ja gut, das stimmt. Von der von
00:02:55: der Anstrengung her schon. Aber son paar Sommertage sind da auch
00:02:59: schön trotzdem Ja, so spät. Sommertage sind schön, solange es nicht
00:03:03: so drückend dann wieder ist, Ja. Die was dann noch direkt wieder so drückend.
00:03:07: Aber wie gesagt, so der Herbst an sich, der hat ja schon auch
00:03:10: was. Also es dürfen natürlich auch gerne schöne Herbsttage sein, keine Frage,
00:03:14: aber ja, freu ich mich trotzdem drauf. Ja. Ja,
00:03:18: Carina, wir haben ja heute wieder 'n Gast dabei und wir hatten ja letzte Woche
00:03:21: auch den oder letzte Woche, ja, letzte Woche ist die Folge veröffentlicht
00:03:25: worden. Da haben wir ja den Aufruf gestartet, noch mal Gäste uns
00:03:29: zuzusenden. Erst mal vielen Dank für die Vielzahl der Einsendungen, die
00:03:32: wir erhalten haben. Da waren wirklich gute Ideen dabei.
00:03:36: Ja. Und ja, gute Ideen dabei tatsächlich. Eine
00:03:39: Idee war natürlich wie immer auch Leute von Lemken vielleicht dabei
00:03:43: zu haben. Da können wir heut schon tatsächlich den Ersten melden.
00:03:48: Und viele waren auch dabei, wo man auch gemerkt hat, dass da da
00:03:51: die Zuhörer neu dabei sind, oder Carina? Weil wo haben wir das nämlich
00:03:55: gemerkt? Weil die Gäste vorgeschlagen haben, die wir ja schon mal hatten, was
00:03:59: natürlich kein Grund ist, sie vielleicht nicht noch mal einzuladen, ne. Vielleicht haben sind das
00:04:02: ja trotzdem alte Hörer und die fanden die Folgen so gut, dass sie gerne noch
00:04:05: mal eine Wiederholung davon hätten. Ja, ich
00:04:09: ich wollt's grad sagen, also ich will mich natürlich auch erst mal bedanken für das
00:04:12: Feedback, für die Ideen. Da waren viele tolle Ideen dabei. Mal gucken, was wir
00:04:16: davon alles umsetzen können. Und auf der anderen Seite hab ich auch
00:04:19: gedacht, ja, hatten wir in der Vergangenheit ja auch schon 'n bisschen den richtigen
00:04:23: Rieschern so mit den Gästen, ne? Weil es wurden einige Gäste tatsächlich, wie Du gesagt
00:04:27: hast, vorgeschlagen, die wir schon dabei hatten. Und ich mach mir ja auch
00:04:30: oft die Mühe, also alle hab ich jetzt auch nicht beantwortet, aber hab dann
00:04:34: die Fragekästchen beantwortet, wenn eben Gäste
00:04:37: vorgeschlagen wurden, die wir schon mal dabei hatten. So nach dem Motto, ne, hier
00:04:41: hatten wir ja schon mal dabei, weil ich natürlich zum einen mir gedacht hab,
00:04:45: dass auch 'n paar dabei sind, die vielleicht die alten Folgen
00:04:49: noch nicht gehört haben. Also das find ich auch ganz spannend,
00:04:53: wenn man son Podcast, das wär auch mal interessant zu wissen, wenn man bei sonem
00:04:56: Podcast neu mit einsteigt, also ich kann ja nur von mir sprechen und ich den
00:05:00: gut finde, dann hör ich mir auch die alten Folgen an. Dann bin ich da
00:05:03: son richtiger Suchti und hör dann Folge nach Folge.
00:05:07: Aber einige sind dann wohl auch dabei, die nicht die alten Folgen hören.
00:05:11: Und dann hatte ich mit 'n paar dann auch so geschrieben, wo ich gesagt hab,
00:05:14: hier ne, den Gast hatten wir ja schon mal dabei. Und da waren sowohl Antworten
00:05:18: dabei, ach ja gut zu wissen, dann muss ich mir die Folge mal noch anhören.
00:05:21: Aber es waren auch Antworten dabei, die geschrieben haben, ja, ich weiß,
00:05:25: aber ne, das war sone spannende Folge mit dem Gast
00:05:29: und vielleicht gibt's da auch neue Entwicklungen und da ja auch, wie
00:05:33: wir immer sagen, ne, jedes Jahr ist anders. Ja, vielleicht gibt's da auch
00:05:36: Neues zu erzählen und neue Entwicklungen und so weiter und
00:05:41: dass sie die die Gäste gerne noch mal dabei hätten. Und das find ich natürlich
00:05:45: auch, ist natürlich auch für uns, wie gesagt, 'n gutes Feedback, dass wir da schon
00:05:48: 'n guten Bücher hatten mit den Gästen bisher. Ja, auf jeden Fall.
00:05:52: Ja, dann bin ich mal gespannt, für wer also noch Einsendungen hat, kann die
00:05:56: gerne zuschicken und vielleicht hat ja auch der ein oder
00:05:59: andere noch irgendwelche, die wir jetzt vielleicht auch noch nicht haben, deswegen, es ist ja
00:06:03: immer und es und es entwickelt sich auch immer viel, muss man sagen. Genau,
00:06:07: ja. Und auch die Gäste, die wir schon hatten, die haben sich mit Sicherheit auch
00:06:10: weiterentwickelt, weil wir machen das ja schon relativ lange, wie man ja immer wieder mit
00:06:14: erschrecken feststellen kann. Da können sich mit Sicherheit auch schon
00:06:17: Umstände verändert haben oder Ansichten verändert haben oder Themen verändert haben,
00:06:21: deswegen immer her mit allen Vorschlägen. Absolut, ja. Ja, dann würd
00:06:25: ich sagen, Carina, dann jetzt haben wir viel über Gäste geredet.
00:06:29: Lass uns doch mal den nächsten Gast jetzt mit dazuholen.
00:06:32: Sehr gerne.
00:06:37: Ja, jetzt sitzen wir hier zusammen mit unserem Gast und ich darf ihn jetzt
00:06:41: vorstellen, unser Gast ist heute Simon Kemken, seines Zeichens Produkt- und
00:06:45: Pflanzenbautrainer auf unserer Argopharm, also 'n Kollege von dem schon
00:06:48: bekannten Peter Baumgärtner. Auch Simon beschäftigt
00:06:52: sich intensiv mit dem Thema Flügen, aber auch mit der mechanischen
00:06:56: Unkrautbekämpfung, ja, ist dementsprechend viel auf Reisen in der ganzen Welt
00:07:00: unterwegs, gibt da Schulungen vor Ort, beispielsweise
00:07:03: in den USA oder in der Schweiz et cetera. Dementsprechend hat er auch
00:07:07: 'n umfassendes Wissen über verschiedene Ansichten weltweit und
00:07:11: erst mal schönen Dank, Simone, dass Du heute die Zeit genommen hast, hier
00:07:15: mit dabei zu sein. Hallo Simon. Moin Simon.
00:07:19: Schönen guten Morgen, Johannes, schönen guten Morgen Carina. Vielen Dank für die
00:07:22: Einladung. Du hast 'n paar Sachen vergessen und zwar mal neben der mechanische
00:07:26: Umkraftbekämpfung und dem Flügen auch noch die Direktsaat, mit der
00:07:29: wir jetzt ganz neu angefangen haben. Und dazu habe ich dann
00:07:33: bis gestern, seit Montag und in der übernächsten Woche die ganzen
00:07:37: Einführungsschulungen gemacht, dort unsere Händler und Servicetechniker,
00:07:41: internen Kollegen im im Vertrieb auch zu schulen. Ja, entschuldige. Ich bin auch
00:07:44: anders. Entschuldige bitte, Simon, dass ich dieses wichtige, auch für mich sehr
00:07:48: wichtige Thema jetzt unter den Tisch gekehrt hab.
00:07:52: Natürlich. Und da ist ja natürlich, jetzt muss man sagen, da kommen wir bestimmt jetzt
00:07:55: noch zu, Simon, da spielst Du natürlich deine Stärke noch mal besonders aus, weil Du
00:07:59: bist ja nicht nur Landtechniker, sondern auch ja, wie soll ich
00:08:02: sagen, Pflanzenbauer, würde ich, also fast 1 der der
00:08:06: ja, wie soll ich sagen, Pflanzenbau dich am meisten angehauchtesten Kollegen, die
00:08:10: wir da so haben. Deswegen, Simon, vielleicht können wir noch mal kurz deinen Lebensweg
00:08:14: darstellen, dann noch mal den Vorteil rauszustellen, was das Besondere ist, wenn man jetzt bei
00:08:17: dir eine Direktsaatschulung hat, dass Du nämlich vor 2 Seiten da
00:08:21: drauf schauen kannst, die man also wie, vielleicht fangen wir einfach mit der Frage an,
00:08:24: wie wir sonst auch mal fragen, wie bist Du eigentlich zu Lemken gekommen? Genau.
00:08:29: Wie bin ich... Ja, das ist die Frage, wie viel Zeit haben wir und wo
00:08:31: fange ich eigentlich nicht an, ne? Ich wollte immer ganz grob, ich wollte immer
00:08:35: Bauer werden, ja. Das war eigentlich immer so meine Intention, obwohl wir zu Hause keinen
00:08:39: Betrieb haben. Mein Opa hatte Landwirtschaft, aber ich hab, wie gesagt, der Betrieb wird
00:08:42: nicht mehr vorgeführt fortgeführt, ne? Der hat irgendwann Ende der Achtziger hat er aufgehört damit.
00:08:46: Für mich war es trotzdem immer die große Sache, dass das zu machen und irgendwann
00:08:49: war's dann so weit nach der Schule und ja, ich hab die Genehmigung von zu
00:08:53: Hause gekriegt. Meine Eltern haben immer 'n bisschen dran gezweifelt, weil wir eben keinen Betrieb
00:08:56: haben. Ja, und meine Mutter sagte, ja gut, dann musst Du aber studieren danach, ne.
00:09:00: Ja, gut, dann hab ich nach der landwirtschaftlichen Ausbildung, die ich dann abgeschlossen hatte, hab
00:09:03: ich dann an der Grawirtschaft studiert und fühlte mich immer dem
00:09:06: Pflanzenbau sehr nah. Und fand das sehr interessant, hab auch mein Studium
00:09:10: dann mit den ganzen Modulen, die man hatte, so gewählt, dass ich nicht Richtung
00:09:14: Tierproduktion, sondern Richtung Pflanzenbau, Pflanzenernährung, Züchtung,
00:09:17: Pflanzenschutz und so weiter gehe. Und hab dann
00:09:21: mit 'nem Master ja abgeschlossen am Ende nach 5 Jahren
00:09:24: Studium und hab während des Studiums immer bei einem
00:09:28: Ackerbaubetrieb, die bei uns in der Region ja nicht so häufig vertreten sind,
00:09:31: gearbeitet. Passt da eigentlich sehr gut. Der hat Ackerbau gemacht und son
00:09:35: bisschen ja im Rahmen der der Nachbarschaftshilfe oder des
00:09:39: kleinen Dombetriebes für angrenzende, vierhaltende Betriebe,
00:09:43: bisschen ausgesät, 'n bisschen geflüchtet, 'n bisschen gespritzt und so weiter.
00:09:47: Potenzial war da und die Nachfrage eben aufgrund seiner
00:09:51: guten zuverlässigen Tätigkeit das Ganze stark auszubauen. Und ja, irgendwann
00:09:55: kam dann die große Frage, Simon möchtest Du dich bei mir einsteigen?
00:09:59: Und ja, ich hab lange oder ich hab nicht lange hin- und hergelebt, eigentlich ist
00:10:02: bei der Frage die Entscheidung schon gefallen. Ich mach das. Ich gehe das Risiko
00:10:05: ein. Ich bin dann dort eingestiegen, wie das so ist als
00:10:09: Student. Man hat quasi nix. Ja, nichts.
00:10:15: Man hat nichts außer sich selbst. Ich sagte, ich kann dich irgendwie jetzt hier nicht
00:10:18: finanziell unterstützen oder wie soll ich überhaupt einsteigen? Ja,
00:10:21: und mein Kollege sagte dann, mach dir keine Sorgen. Der war 'n
00:10:25: guter Betrieb. Ich finanzier den Selbstfahrer vor und Du
00:10:29: steigst bei mir ein. Und wir haben dann, ich hab dann unternehmensbezogene Projektarbeit
00:10:33: über den Vergleich von verschiedenen selbstfahrenden Spritzen gemacht.
00:10:37: Und wir haben uns dann entschlossen, eine Challenger Rogo,
00:10:41: selbstfahrende Spritze zu kaufen, die unserer Ansicht damals das Maß der Dinge war,
00:10:45: weil wir damit sehr flexibel waren hinsichtlich Durchfahrtshöhe
00:10:49: und Spurweiten und so weiter. Und ja, haben dann mit dem Pflanzenschutz
00:10:52: angefangen, haben jede Menge Kompost nachher ausgebracht hier
00:10:56: für die regionale Abfallentsorgungsanlage, haben noch Kompost zugekauft, haben
00:10:59: den komplett vermarktet mit der Dokumentation,
00:11:03: mit der der Ausbringung, mit der pflanzenbaulichen Beratung. Haben im Pflanzenschutz
00:11:07: nicht nur die reinen Spritzarbeiten gemacht, sondern haben oder wir waren in allen
00:11:11: Kulturen unterwegs von Standardkulturen, von Getreide, von Raps, von Rüben,
00:11:15: zu Kartoffeln, zu Spargel, zu Erdbeeren, waren im
00:11:19: Gurken unterwegs, die hier bei uns Regionen von einem Landwirt ganz groß angebaut werden,
00:11:23: sind nachher in die Buschbrunnenproduktion mit eingestiegen, haben
00:11:27: Industriebuschbrunnen angebaut, inklusive der Beratung, der Ernte,
00:11:30: des Abtransportes, also quasi vom Feld, bis die in die Fabrik
00:11:34: gekommen sind. Ja, und so ist das nach und nach immer immer größer geworden
00:11:38: bis zu dem Punkt, wo dann meine Frau irgendwann gesagt hat,
00:11:44: kommst Du eigentlich noch mal nach Hause oder nicht? Denn wir
00:11:47: hatten, ja, wenn das so ist, wenn man wenn man, sagen wir mal, das ganze
00:11:50: Winter, Mittwoch, Aussaat haben wir auch noch gemacht, Aussaatbodenbearbeitung, ne, in
00:11:54: allen möglichen Kulturen, dann hat man so Saison von Anfang Februar bis
00:11:58: Ende November. Da war ich rund die Uhr weg. Mhm. Und von Dezember bis
00:12:02: Januar hatte ich so so 8 Stunden Tage, weil alles, was irgendwie liegen geblieben ist,
00:12:05: dann wieder aufgearbeitet worden ist. Ich hab nicht nur die die, sagen wir mal, die
00:12:09: Durchführung haben wir gemacht. Wir hatten nachher einen Mitarbeiter, dann 2 Mitarbeiter, dann 3
00:12:13: Mitarbeiter plus Aushilfskräfte. Das Ganze musste ja irgendwie organisiert werden.
00:12:17: Ja, und wie gesagt, meine Frau sagt, da möchte ich immer noch mal nach Hause
00:12:20: kommen. Ich hab dann selber auch gemerkt, so die ersten Jahre meiner Kinder habe ich
00:12:22: gar nicht so mitgekriegt. Wer in Landwirtschaft tätig ist oder speziell im
00:12:26: Lohnbetrieb, der weiß, man geht 'n sehr hohes Risiko an. Es gibt 'n sehr ist
00:12:30: sehr kapitalintensiv. Die Lohnunternehmerdichte
00:12:33: ist bei uns sehr groß. Wir haben zwar nicht gehäckselt, wir haben nicht gedroschen,
00:12:38: trotzdem muss man sich immer irgendwie 'n Wettbewerb da da messen. Und
00:12:41: wir hatten einen sehr treuen Kundenstamm. Das muss man ganz außer
00:12:45: Frage, aber auf der anderen Seite ist auch die Situation in der Düngung
00:12:49: hat sich komplett geändert für uns. Der Kompost, den wir zu Anfang intensiv
00:12:52: ausgebracht haben, was ein großes Standbein für uns geworden ist, musste vom einen
00:12:56: aufs andere Jahr zu 100 Prozent angerechnet werden bei den Landwirten. In
00:13:00: soner 4 alten Region, wie wir die haben, ist das 'n absolutes K.-o.-Kriterium.
00:13:05: Und die Pflanzenschutzsituation hat sich auch geändert. Die
00:13:08: Auflagen sind deutlich strikter geworden. Es sind einige Mittel komplett
00:13:12: rausgeflogen. Wir hatten den Wirkstoff Bentazon, der im Buschbodenanbau
00:13:16: quasi ein absolutes Muss ist, ist rausgeflogen. Wir haben probiert,
00:13:20: das Ganze irgendwie noch mechanisch zu zu bändigen, sind dann
00:13:24: in den in die Hacke, in den Zacken oder in die mechanischen Koppbekämpfung mit eingestiegen,
00:13:27: aber es ist eine andere Situation gewesen. Und wie
00:13:31: gesagt, mit der privaten Sache oder mit der mit der Tatsache, dass ich auch mal
00:13:34: zu Hause sein musste zwischendurch oder wollte auch zwischendurch, weil Du Jungs
00:13:38: hoffentlich doch meine Frau Meine Frau hat meine Frau das nicht.
00:13:42: Nein, ich hab selber gemerkt, es geht so nicht weiter, ne. Mich haben
00:13:46: nachts teilweise die LKW Fahrer angegossen, die Buschbohnen abholen mussten, ne, und
00:13:49: gefragt, wo sie denn hin mussten. Die haben die GPS Koordinaten bekommen, aber das, in
00:13:53: der Schulungssituation merke ich's auch hier, dass Fach, sagen wir, die Fachleute werden immer, immer
00:13:57: weniger. Mhm. Ja, und dann habe ich irgendwann gedacht, komm, ich probier mal
00:14:01: was anderes aus, ne. Wir haben uns dann im Guten getrennt, mein Companum
00:14:04: und ich. Also nicht alles ist tipptopp gelaufen, so wie ich gekommen bin, quasi
00:14:08: bin ich auch gegangen, im Frieden. Wir telefonieren immer noch miteinander. Ist
00:14:12: wirklich tipptopp gewesen. Ja, und ich hab mich bei Lemken beworben.
00:14:16: Lemken ist ja von mir zu Hause aus, jeder weiß, die ganze Firmaweise,
00:14:20: ist 800 Meter weit weg. Ja. Ja. Liegt liegt Die
00:14:24: Aggro Farben, meint ich jetzt. Ja, die Aggro Farben. Die Aggro Farben, gut, das
00:14:27: Werk ist dann 1500 Meter weit weg. Ja, ich da ziemlich ziemlich in der
00:14:31: Mitte. Mittlerweile weiß es jeder von den Geschäftsführung bis zu
00:14:35: Leuten, die ausm Ausland hier hinreisen, dass ich, ja, mitm Fahrrad hier hin und
00:14:39: zurückfahr, nahezu jeden Tag. Als es ganz stark
00:14:42: geschneit hat, bin ich mal gelaufen, weil ich nicht am Anfang konnte, wo unsere Straße
00:14:46: auch nicht geräumt wurde. Ja, und mit der Überzeugung,
00:14:50: die müssen mich nehmen, ja, so habe ich mich hier beworben,
00:14:54: Initiativbewerbung. Bin dann auch kurz Zeit später zum
00:14:58: Vorstellungsgespräch eingeladen worden, hab dort unsere ehemalige Personalschaffen
00:15:01: treffen dürfen und Peter Baumgärtner, der
00:15:05: hier Leiter unserer Abteilung ist. Und ja, nach 2
00:15:09: Vorstellungsgesprächen, das 1. Ist das Normale, das 2. Wäre dann gewesen
00:15:12: ein Vortrag, den ich je gehalten hab vor meinen
00:15:16: Kollegen, die ich dann bekommen habe. Ja, konnte ich dann
00:15:19: im Februar 2019 hier anfangen. Spannend.
00:15:23: Ja. Du bist also auch schon lange dabei, Simon, wie man jetzt
00:15:26: feststellen kann. Ja, lange ist das. Was haben wir das letzte
00:15:30: Jahr? Ja, ja, gut. Das ist das 8. Jahr. Kommt drauf an wann.
00:15:34: Ja, ja, kommt drauf an. Also Februar 2019 habe ich angefangen. Jetzt haben wir ja
00:15:38: schon Ja, stimmt. August. August. Jetzt ist September schon. September 2026.
00:15:42: Es ist, ja, es macht Spaß. Es ist ab und zu
00:15:46: natürlich 'n bisschen Wiederholung. Das ist 'n Schulungsbetrieb so, das wird, glaube ich, jeder Lehrer
00:15:49: sagen, Ja. Der so im normalen Unterrichtsgeschehen tätig
00:15:53: ist. Aber wie Du gerade schon angekündigt hast, erleben wir hier auch viel, ne. Nicht
00:15:56: nur mit den Kollegen, die bei uns zu Besuch kommen, sondern auch
00:16:00: mit den Reisen, die wir hier im Auftrag der Firma machen. Bevor wir auf deine
00:16:04: Reisen noch, Simone, jetzt natürlich ein großer Vorteil, den Du jetzt ja schon erklärt hast,
00:16:08: dass Du diese praktische Erfahrung aus deinem aus dem ehemaligen Dobenbetrieb dann
00:16:11: hast und das war ja, glaube ich, auch ein großer Punkt, wo wir am
00:16:15: Anfang ja von profitiert haben bei Lemken, als wir angefangen haben mit den
00:16:19: Schulungen für die für die Hacktechniken. Du hast es selber ja schon gesagt, da waren
00:16:22: ja viele Sachen, wo Mittel weggefallen sind. Besonders hier in der Region werden ja relativ
00:16:26: viele Buschboden dann an 1 lilaländischen Grenze angebaut.
00:16:29: Dementsprechend hat's ja schon da Know how und pflanzenbauliches Know how dann
00:16:33: jetzt auch zu vermitteln im Bereich. Hacktechnik war ja auch am Anfang dein Steckenpferd
00:16:37: sozusagen, oder? Ja, ist immer noch. Als wir mit der Hacktechnik
00:16:41: angefangen haben, war es ja so, wir sind komplett neu angefangen. Wir konnten natürlich Genau.
00:16:45: Damals von unseren Stickity Kollegen da profitieren mit dem, was wir machen, aber
00:16:49: das war ja nicht irgendwie für die breite Masse, für die Welt, in die wir
00:16:52: dann komplett mit der Hacktechnik eingestiegen sind. Es war
00:16:56: eine Situation, wo, sagen wir mal, für Deutschland gesprochen, immer weniger
00:17:00: Mittel, ist ja immer noch immer weniger Pflanzenschutzmittel irgendwie auf dem Feld ausgebracht
00:17:03: werden dürfen. Oder die Restriktionen sind so hoch, dass man Mittel
00:17:07: innerhalb von 3 Jahren in 1 begrenzten Menge einfach nur aushängt. Dementsprechend musste mehr gehackt
00:17:11: werden. Über allem stand immer die große Angst, was ist, wenn wir kein Glyphosat mehr
00:17:14: haben? Wie gehen wir dann voran? Ja, und richtig
00:17:18: hacken zu können, muss man wissen, wie wachsen die Pflanzen überhaupt? Ja, Wann wann
00:17:22: geht's los? Wann muss gehackt werden? Wie muss der Boden präpariert werden, damit wir ordentlich
00:17:25: hacken können? Und das sind eben Sachen, die ich aufgrund meiner Vorerfahrung da ganz
00:17:29: klar ausspielen konnte. Ja, ich weiß, wie es wächst, wann es
00:17:33: wächst, wie man sähen muss und ja, das war eben der Vorteil in dem
00:17:37: pflanzenbaulichen Teil der Schulung, die wir hier anbieten. Mhm. Ja. Ja. Und
00:17:41: das ist ja jetzt, jetzt den Bogen zu schließen zu der ursprünglichen Aussage, wo Du
00:17:44: ja gesagt hast, dass ich die solitär NT natürlich vergessen hab und das jetzt
00:17:48: ja natürlich wiederholt sich das Ganze jetzt ja wieder bei dem Einstieg
00:17:51: von Lemken sozusagen in die Direktsaat. Wir profitieren hier wieder auch
00:17:55: von Know how, sag ich mal, was wir vielleicht von Equalizer haben international
00:17:59: gesehen, aber auf die europäischen Verhältnissen. Und wie Du jetzt sagst, Du hast
00:18:03: jetzt die deutschen Kollegen erst mal ja oder jetzt geschult, da sind ja auch viele
00:18:06: dabei, die auch pflanzenbauliche Erfahrungen natürlich haben, weil sie selber vom Betrieb kommen oder
00:18:10: selber noch 'n Betrieb haben. Aber auch grade bei den Vertriebspartnern sind natürlich
00:18:14: auch vielleicht viele Quereinsteiger, wo man denen auch pflanzenbauliches Wissen dann
00:18:18: beibringen muss, jetzt dann zu vermitteln, was ist denn jetzt der Unterschied zwischen
00:18:21: Direktsaat und vielleicht eine Aussaat mit 'ner Kreiseläge und 'ner und 'n
00:18:25: Flugform, ne? Ja, genau. Du hast recht. Also in der
00:18:28: Direktsaat fangen wir 'n komplett neues Thema an. Wir kennen ja von Lemken, wir als
00:18:32: als als Flughersteller und auch als Hersteller von Selltechnik und so weiter.
00:18:36: Wir kennen ja, wie es aussehen soll nach dem Gruber oder nach dem Flug. Wir
00:18:39: wissen auch, wie wir die Sämaschinen, ob's jetzt passiv oder aktiv ist, einstellen
00:18:42: müssen, da 'n sehr gutes Ergebnis zu erzielen. Mit der Direktsaat haben wir
00:18:46: eben diese Vorarbeit nicht. Wir pflügen nicht, wir grober nicht. Wir machen keine
00:18:50: aktive oder passive Bodensabwertbereitung und betreten
00:18:54: so gesehen Neuland, dass man da
00:18:58: Probleme haben kann, wenn man zu viel Material aufm Boden hat, wenn der
00:19:01: Mähdrescher mit der mit dem Hexen, der Schuh die Querverteilung nicht optimal
00:19:05: gewesen ist, sind das Sachen, die wir hier in den Schulen natürlich
00:19:09: versuchen zu besprechen, auch versuchen, Lösungen anzubieten und auch
00:19:12: den den Kollegen hier das sichere Handwerkszeug zu geben, damit die
00:19:16: wissen, wenn die Vorarbeit bei der Direktsaat nicht gut gewesen
00:19:20: ist, kann unser Gerät das natürlich in gewissem Maß lösen. Aber
00:19:23: alle Hersteller sind darauf angewiesen, dass alles, was im
00:19:27: Vorfeld, bevor man wirklich aussieht, aus aussät, wirklich perfekt läuft,
00:19:31: ja, perfekt gemacht worden ist, ja. Und damit die auch diese Sicherheit nachher dem
00:19:34: Kunden gegenüber ausstrahlen. Und der Kunde, der bei der Direktzeit anfängt,
00:19:38: quasi Quereinsteiger ist, wie damals bei der Hacktechnik viele konventionelle
00:19:42: Landwirte zur zur Hacktechnik gefunden haben oder finden wollten,
00:19:46: denen da 'n sicheres Auftreten zu verlieren. Und das ist auch Teil der der Schulung
00:19:49: hier. Mhm. Also noch mal für mich, Du machst sowohl Schulungen für
00:19:53: Servicetechniker bei euch im Haus als auch Verkaufsleiterschulungen oder was?
00:19:56: Ja, wir machen hier beides, beides. Also alle Pflanzenbau Produkt- und
00:20:00: Pflanzenbautrainer, die wir hier haben, die machen beides. Wir machen Grundlagenschulung,
00:20:04: indem wir durch das Gerät gehen, indem wir die Konfiguration des Gerätes machen, indem wir
00:20:08: viele Bauteile besprechen, warum wir die so bauen, wo der Unterschied
00:20:11: ist zum Wettbewerb, wo wir die Vorteile darin sehen. Wir machen die Betriebnahmeschulungen,
00:20:16: mit dem wir immer aufs Feld gehen. Wir haben hier die AGgro Farm herum
00:20:20: knapp 12 Hektar auf 2 Flächen, bei dem wir die
00:20:23: Geräte immer in Betrieb nehmen, den Leuten zu zeigen, wie es funktioniert und eben auch,
00:20:24: komplett auszuschließen, zu zeigen, wie's funktioniert und eben
00:20:28: auch, komplett auszuschließen, dass unsere Händler, Servicetechniker
00:20:32: intern extern nicht mit dem ersten Mal mit dem Gerät
00:20:36: in Berührung kommen, wenn sie dann dem Kunden gegenüberstehen. Serviceschulungen machen wir natürlich
00:20:40: auch. Alles, was irgendwie passieren kann, alles, was kaputtgehen kann, alles, was gelöst werden
00:20:44: muss, sei es mechanisch, hydraulisch oder elektronisch, sprechen
00:20:48: wir hier an. Aber da arbeiten wir dann mit dem Lemken Service zusammen, hier der
00:20:51: interne Service, bei dem alle alle Probleme, die wir so auf der ganzen Welt haben,
00:20:55: eben auch auftreten beziehungsweise aufgefangen werden.
00:20:59: Mhm. Und jetzt können wir ja jetzt vielleicht 'n guter Übergang zu dem Thema.
00:21:03: Du hast es schon angesprochen, die macht natürlich viele Schulungen auf der Aggro
00:21:06: Farm. Carina, Du warst ja jetzt auch schon mehrfach da. Du kennst die Gegebenheiten. Wir
00:21:10: haben da natürlich den Riesenvorteil, die Bodenbedingungen sind da eigentlich so oder die
00:21:14: Bodenart ist eigentlich so, dass man da eigentlich immer fahren kann. Also es ist
00:21:17: halt super sandiger Sand, wie wir das hier so mal so
00:21:21: nett sagen. Und nichtsdestotrotz habt ihr natürlich auch
00:21:24: oder haben wir natürlich auch viele Anforderungen aus dem Ausland
00:21:28: beziehungsweise aus dem Export, wo wir dann auch schon mal oder wo ihr dann schon
00:21:31: mal Schulungen macht, die jetzt nicht auf der Agro Farm stattfinden, sondern weil's
00:21:35: dann einfacher ist, sag ich mal, dass 1 von den Kollegen aus von der Agro
00:21:38: Farm dann zum Beispiel in die USA fliegt oder nach Australien,
00:21:42: Südafrika oder Südamerika. Ich weiß nicht, Simon, vielleicht, weil Du sagst das ja
00:21:46: gerade auch, das ist natürlich 1 der spannendsten Teile, würde ich sagen, 1
00:21:50: ARAGO Trainers in seinem Berufsleben, diesen Reisen und sich halt auch
00:21:54: an die Bedingungen da anzupassen, ne, oder? Das ist, ja, das ist wirklich 'n
00:21:57: sehr spannender Teil. Man kommt doch doch doch sehr stark rum.
00:22:02: Wenn die Leute, wir laden die ganze Welt ein, ja, die ganze Welt kommt zu
00:22:05: uns auf die Aggrofarmen. Es wird aber oft, sagen wir nicht bemängelt, sagen wir
00:22:09: son bisschen halblustig, halb ironisch erwähnt, dass wir hier immer fahren können, dass
00:22:12: die Bedingungen nicht mit der Welt vergleichbar sind. Wir haben hier den Sandboden, wir
00:22:16: können nach 20 Millimeter am Vormittag, können wir mittags wieder aufs
00:22:20: Feld. Wir haben hier, der Sandboden ist eigentlich relativ untypisch für den Linken
00:22:23: Niederrhein, aber hat eben bei uns auch Vorteile. Wenn wir
00:22:27: Schulungen oder wenn Schulungen angefragt werden und die Gruppe groß genug ist,
00:22:30: reißen wir auch die Welt. Ich war jetzt in meiner Lemken Zeit eigentlich schon in
00:22:34: relativ vielen Längerern. Ich war 'n paarmal in den USA an der
00:22:38: Westküste in Kalifornien zum Beispiel in Salinas Valley ist eine 70000
00:22:42: Hektar große Gemüsebauregion, quasi das Gemüseherz
00:22:45: der USA mit pazifischem Klima. Die bauen das ganze Jahr durchaus
00:22:49: alles Mögliche an Gemüse an. Ich war zweimal in China, ich war
00:22:53: einmal in Japan, ich war in Südafrika, in
00:22:57: ich war in Estland, ich war in Litauen. Also man kommt wirklich, wirklich viel
00:23:00: rum. Und wichtig ist bei den Reisen, dass Du dich natürlich mit
00:23:04: der, sagen wir mal, mit den Produkten, die wir hier entwickeln,
00:23:08: dort direkt irgendwie zurechtfinden musst, ne. Man muss ja gucken, dass man
00:23:12: das, was wir anbieten, das ist natürlich sehr flexibel, sehr vielseitig,
00:23:16: aber muss dort auch zu den Leuten passen, die das Ganze bedienen. Das ist ab
00:23:19: und zu son bisschen die Herausforderung, die wir hier auch
00:23:23: bewältigen müssen. Inwiefern? Ich
00:23:26: hab's letztens gesagt, wir leben hier in 1 in 1 sehr
00:23:30: gut entwickelten sowohl technisch als auch vom
00:23:34: vom Wissen her Teil der Welt. Mhm. Ja. Ja,
00:23:38: wir haben sehr, sehr gute Bedingungen. Wir haben eine sehr gute
00:23:41: Infrastruktur von den Händlern her, von den Servicetechnikern,
00:23:45: von ja quasi die wie der wie der Markt hier ist, ja.
00:23:49: Und wenn wir grade in anderen Teilen der Welt ist sind, fängt es
00:23:52: schon mit der mit der mit der Tatsache an, wer fährt das Gerät
00:23:56: überhaupt? Bei uns quasi in in Westeuropa, speziell in
00:24:00: Westdeutschland ist es ja so, dass der Betriebsleiter meistens selber das Gerät fährt. Natürlich hat
00:24:04: er eventuell auch mal irgendwie Mitarbeiter, der das Gerät fährt, aber wir
00:24:07: wissen sehr genau, was wir dort tun, ja. Und weil wir es genau wissen und
00:24:11: eventuell das Gerät uns sogar selber gehört, gehen wir damit auch sehr, sehr
00:24:15: gut ja. In anderen Teilen der Welt, es ist nicht
00:24:18: aufgrund von von von, weil man das nicht wertschätzt, sondern es
00:24:22: ist einfach, wenn dir was nicht gehört, ja. Wenn Du ein Mitarbeiter bist unter
00:24:26: vielen, hast Du 'n ganz anderen Bezug zu dem, was Du machst, zu dem Gerät,
00:24:29: was Du hast, zu der quasi auch zu dem Vorwissen, dass
00:24:33: Du dass Du quasi mitbringst. Und das ist quasi die Hürde, die
00:24:36: wir auch teilweise ja meistern müssen, ja.
00:24:40: Mhm. So zum Beispiel, wenn wir mit der Hacktechnik,
00:24:44: als wir als ich ihn in Salinas Valley war, war das da, sagen wir mal,
00:24:47: die die 1. Hacke, die eine Kamera drauf hat, ja. Da muss man jetzt natürlich
00:24:50: den Leuten erst mal erklären, welche Vorteile bringt die Kamera überhaupt, ja.
00:24:55: Und wenn wenn wir dort dort Kollegen oder sagen wir mal Mitarbeiter haben
00:24:58: vom Händler, die vorher gar nicht wissen, dass es Kameratechnik gibt, dann dann
00:25:02: ist das 'n bisschen, dann ist das 'n bisschen schwierig, ja. Ja.
00:25:05: Ja. Und Du hast ja dann, wie Du schon sagst, Du schulst dann
00:25:09: ja unseren Händler, wir müssen ja dann sicherstellen, dass der
00:25:13: auch das Wissen hat, dann auch den Kunden und den
00:25:16: Mitarbeitern das Wissen weiterzugeben, ne, weil da ist ja schon wieder die
00:25:20: nächste Hürde, weil Du hast dann ja vielleicht Fahrer dann
00:25:24: in gewissen, also das ist ja, kann ja überall auf der Welt passieren, die vielleicht
00:25:27: nicht das technische Know how haben, was man hier aus
00:25:31: Deutschland vielleicht als deutscher Landwirt gewohnt ist. Selbst wenn man 'n
00:25:34: großer Betrieb ist mit mehreren Mitarbeitern, hat man ja doch immer noch gut
00:25:38: qualifizierte Leute und das ist ja nicht überall auf der Welt der
00:25:42: Fall tatsächlich, ne. Da sind ja auch oft Quereinsteiger, die dann das 1. Mal überhaupt
00:25:45: aufm Schlepper sitzen und dann kommt noch der Simon Kemk in der und erzählt dir
00:25:49: noch, wie man eine Kamerahacke bedienen muss. Das ist natürlich dann schwierig,
00:25:53: könnte ich mir vorstellen. Ja, ja genau, das ist so. Er ist ja auch nicht
00:25:56: nur bei bei der bei der bei der Kameratechnik so von der Hacke, ist auch
00:25:59: zum Beispiel beim beim Flügen auch so, ja. Wenn wir in Deutschland flügen, ja, oder
00:26:03: sagen wir hier in Westeuropa pflügen, ist der Acker, muss der danach immer absolut
00:26:07: zahnlos aussehen, absolut eben. Ja, jede Scholle muss aussehen wie die vorherige,
00:26:11: ja und egal ob die Bedingungen gut sind, ob die Bedingungen schlecht sind, es muss
00:26:14: einfach perfekt aussehen. Wir können den Flug natürlich so einstellen und wir
00:26:18: stellen den Flug auch immer so ein, dass er wirklich absolut akkurat aussieht. In anderen
00:26:21: Teilen der Welt sind die oft schon mit weniger zufrieden, ja. Wir messen...
00:26:25: Ja. Ja, ja, es muss nicht, ich iss nicht negativ gegenüber den
00:26:29: Leuten, aber dieses dieses Maß an absoluter Perfektion oder ich kann
00:26:33: ich kann's andersrum auch sagen. Wir suchen ab und zu das Haar in der Suppe
00:26:36: bei uns, ne. Es wird immer geguckt zu... Es wird immer bei uns darauf,
00:26:41: die suchen immer den Fehler im im Fehler im System, den Fehler in der Handhabung,
00:26:44: in der Einstellung oder nachher im Resultat. Ja, und das haben wir in, sagen
00:26:48: wir mal, in ganz vielen Teilen der Welt nicht, ne. Grade wenn wir mit unseren
00:26:51: Geräten dort hinfahren, da sind wir ziemlich das Maß der Dinge, ja. Grade wenn's
00:26:55: hier mal in Deutschland nicht ganz so gut läuft und wir in den Schulungen quasi
00:26:58: mit mit Problemen, die wir eventuell haben könnten, konfrontiert werden,
00:27:03: wie gesagt, das Haar in eine Suppe wird gesucht, ne, kommen wir in 'n anderen
00:27:06: Teil der Welt und sagen, boah Lemken, das ist es, ja. Lemken, mit dem kann
00:27:09: sich kein anderer Hersteller in dem in dem heimischen Markt dort messen.
00:27:13: Ja, ist für die Seele ganz gut, ja. Es ist für das eigene, für das
00:27:16: Selbstbewusstsein ist das wirklich optimal. Ja, und wenn man dann sieht, ja,
00:27:20: der Flug ist einigermaßen eingestellt, ja, und trotzdem sind wir besser als alle
00:27:23: anderen, Dann fragt man sich ab und zu, warum sehen die Leute das hier
00:27:27: nicht so, ne? Warum haben wir hier ab und zu Leute, die zu Querulanten, die
00:27:31: denken, es ist ja, es ist nicht ganz so richtig,
00:27:35: ne? Ja. Die deutsche Mentalität. Das hat man ja schon Das ist die deutsche
00:27:38: Mentalität. Das hat man überall, hat man im im Alltagsgeschehen,
00:27:43: auch nicht nur in der Landwirtschaft, sondern überall son bisschen. Und deswegen sind
00:27:46: Reisen auch wirklich sehr, sehr interessant, weil man sieht,
00:27:50: ja, es geht uns eigentlich tipptopp, ja. Mhm. Ja, und Du hast ja schon recht.
00:27:54: Du hast ja gesagt, es geht uns tipptopp auch im Bereich Infrastruktur, wobei ja
00:27:57: selbst da in Deutschland manchmal mehr ja das bemängelt wird,
00:28:01: dass da verschiedene Sachen nicht so passend sind. Aber wenn wir, wir hatten das ja
00:28:04: auch in der Folge mit Carlos Carina, wo dann Carlos erzählt hat, glaub ich, ich
00:28:07: weiß gar nicht mehr ganz genau, aber der nächste Händler kann von manchen Betrieben dann
00:28:10: oder die nächste Werkstatt ist dann einfach 3 Stunden vom Betrieb
00:28:14: weg, ne. Und dementsprechend muss man sich auch als Landwirt dann ja aufstellen,
00:28:18: bestimmte Sachen auch einfach selber machen zu können. Ich weiß nicht, Simone, hast Du da
00:28:21: auch schon mal jetzt in solchen Ländern wie Chile oder Südamerika, Amerika
00:28:25: dann auch Endkunden Schulungen, wo eigentlich dann Servicethemen
00:28:29: behandelt werden oder wie ist da dann zum Beispiel?
00:28:32: In Südamerika war ich noch nicht, aber wir hatten in USA
00:28:36: in Georgia war ich, da haben wir auch sone Kombinationsschulung gemacht. Ein Kollege von
00:28:39: Equalizer war noch da und der hat dann eben den Equalizer Teil gemacht und ich
00:28:43: die Hacktechnik und Flügen. Und wir hatten bei
00:28:46: beiden Sachen auch Endkunden mit dabei. Ist eigentlich etwas
00:28:50: untypisch, aber gut, wenn man mal da ist, dann sagt man natürlich nicht, kann's nicht
00:28:53: kommen. Und die die Endkunden, die stellen natürlich ganz andere Fragen.
00:28:57: Die wollen natürlich erst mal eine erst mal wissen, wie funktioniert das Gerät
00:29:02: und wie garantiere garantieren wir eine Einsatzsicherheit gegenüber des
00:29:06: des Gerätes. Zum einen, dass der immer weiß, was er machen muss, Ja. Dass er
00:29:10: auch so eine die gängigen Probleme, die auftauchen können, auch selbstständig lösen
00:29:13: kann und natürlich auch Hinsicht der Infrastruktur, wie ist der Händler
00:29:17: aufgestellt, ja? Kann der Händler eventuelle Probleme, die die
00:29:21: auftreten, schnell lösen mit Ersatzteilen, mit Service und so
00:29:24: weiter, auch den Landwirten dort die Einsatzsicherheit zu garantieren?
00:29:28: Denn egal, ob wir jetzt in Deutschland sind oder weltweit, die Landwirte haben eine
00:29:32: Chance pro Jahr, 'n guten Ertrag zu generieren, ja, richtig zu pflügen,
00:29:36: richtig zu säen und so weiter. Und das
00:29:39: das ist eine Sache, die grade Leute, die Quereinsteiger sind,
00:29:43: nicht so wissen beziehungsweise auch, dass das dann dafür eben komplett fehlt, ja. Und das
00:29:47: ist auch Teil der Schulung, die wir hier haben, die wir
00:29:50: machen. Wir haben immer mehr Quereinsteiger in Landwirtschaft. Wir haben teilweise
00:29:54: Leute hier, die die Probleme haben, den den Traktor zu fahren,
00:29:58: ja. Ist nicht häufig, aber kommt ab und zu vor, ja, weil
00:30:02: die vorher in 'ner komplett anderen Tätigkeit unterwegs waren, Automobilindustrie zum Teil,
00:30:05: ja, im im Service oder in der Werkstatt dort. Und das muss
00:30:09: man natürlich auch irgendwie irgendwie händigen, dass hier jeder am Ende
00:30:13: 'n gutes Gefühl mit der Schule nach nach nach nach nach der Schulung hat. Ja.
00:30:17: Wird das 'n bisschen differenziert gesehen? Also wenn Du jetzt zum
00:30:21: Beispiel jemanden neu dabei, also sagen wir mal, Du hast eine Schulungsgruppe, wie
00:30:25: Du grad gesagt hast und da ist jemand, der relativ zum Beispiel jetzt bei den
00:30:28: Verkäufern, der aus 'ner anderen Branche kommt. Teilt ihr das dann son bisschen
00:30:32: auf, weil der noch 'n bisschen anderes oder setzt Du das dann auch voraus, dass
00:30:35: der gewisse Dinge... Also das stell ich mir halt gerade schwierig vor, ne,
00:30:39: wenn die wenn die die der Wissensstand so unterschiedlich ist,
00:30:43: weil einerseits denke ich mir, wenn ich natürlich eine Branche wechsle und wie Du grad
00:30:47: schon sagst, dann noch nicht mal weiß, wie ich 'n Traktor anmache, liegt's ja auch
00:30:50: 'n bisschen an mir, dass ich das noch aufholen muss oder würdet ihr
00:30:54: dann so sone Gruppe 'n bisschen einteilen, dass da 1 vielleicht mehr abgeholt
00:30:58: werden muss als der andere? Ja. Wir haben
00:31:02: E-Learnings haben wir immer vor einigen Jahren, vor einigen Jahren, vor 2, 3 Jahren haben
00:31:05: wir mit angefangen mit den E-Learnings als Vorbereitung für die
00:31:09: Schulung, ja. Die auch die auch wirklich, die werden auch abgerufen,
00:31:13: die werden auch gemacht. Da sind dann ackerbauliche Grundlagen dran, da ist dann das
00:31:16: Gerät drin und so weiter, die son bisschen vor zu vor zu schulen,
00:31:20: ne, bevor die hier in den Schulungen sitzen. Trotzdem ist es, kann's in der Schulung
00:31:24: vorkommen, dass man eine vollkommen diverse Gruppe hat, dass man jetzt Händlertechniker
00:31:27: drin hat, die 20 Jahre oder mehr in Landwirtschaft an Erfahrung sammeln Und auf
00:31:31: der an der anderen Seite vom Raum sitzt 1, der gestern angefangen hat. Mhm. Ja,
00:31:35: das ist dann, sagen wir mal, unser Kunststück, was wir hier vollbringen müssen im
00:31:39: Schulungsraum. Auf der einen Seite die die die Neulinge nicht abzuhängen
00:31:43: und die alten Hasen auf keinen Fall zu langweilen. Ja. Denn man kann
00:31:47: hier nicht bei Adam und Eva anfangen. Man muss son bisschen gucken, dass man da
00:31:51: die ja die den den Bogen kriegt. Wir hatten jetzt zum Beispiel gestern haben wir
00:31:55: abgeschlossen oder hab ich abgeschlossen hier mit der Direktsatzschulung für die
00:31:58: Solitär NT, die wir als neuen Programm haben und da waren
00:32:02: Service Kollegen bei, die viele Vorführung gemacht haben, bei in ihren Regionen
00:32:06: eben. Die erzählen, die die teilen ihre Erfahrung,
00:32:09: ja, die fangen ganz anders an. Die können dir vorher schon sagen, wie die Aktenplatzierung
00:32:13: ist bei verschiedenen Einstellungen. Und auf der anderen Seite haben wir
00:32:17: auch Kollegen hier gehabt, die das Gerät zum ersten Mal sehen.
00:32:20: Die fangen da natürlich ganz woanders an. Natürlich gibt's hier viel Gemeinsamkeiten in unserem
00:32:24: sehr Technik Portfolio zu anderen Geräten, zu PT und zu DT, aber
00:32:28: trotzdem muss man gucken, dass man beide Seiten so
00:32:31: zufriedenstellt, dass sich die einen nicht langweilen und dann irgendwie mental aussteigen
00:32:36: und die anderen nicht abgehängt werden und dann denken, ich hab
00:32:39: am Ende nichts gelernt, weil der Trainer sich vorne nur mit den
00:32:43: erfahrenen Leuten teilt. Ja, aber ich denk mir auch so, es ist ja wahrscheinlich auch
00:32:46: 'n Kunststück. Also euer Gerät ist ja die eine Sache, aber ne, Händler x
00:32:50: y, der macht vielleicht jetzt nur mit John Deere, Händler a
00:32:54: macht nur mit Fendt. Also es ist ja wahrscheinlich auch oder geht ihr
00:32:57: da nicht so drauf ein, die verschiedenen Einstellungen an den Traktoren oder wie
00:33:01: dann grad bei ISO Bus Geräten meine ich jetzt, ne, ist das ja auch
00:33:05: unterschiedlich dann. Ja, wir haben ab und zu, wir haben ja unsere, also
00:33:08: viele Geräte, die wir haben, speziell in der ISO Bus Geräte. Mhm.
00:33:13: Und wenn wir den ISO Bus Stecker in den ja, in den Fendt, in den
00:33:16: John Deere, in den Deuts, in den JCB stecken, eigentlich klappt es immer.
00:33:20: Ab und zu sind so kleine Sachen, die nicht funktionieren, ja. Die UT ist nicht
00:33:23: da, Task Controller funktioniert nicht Section Controller, muss man eben nicht eingestellt werden
00:33:27: oder so. Aber im Grunde genommen versuchen wir hier, ohne
00:33:30: irgendeine Wertung mit jedem Traktorhersteller unsere Schulung zu machen.
00:33:34: Wir sind auf der AROVARMI ganz breit aufgestellt. Ich glaub, derzeit haben wir nahezu alle
00:33:38: Marken hier, weil wir natürlich auch mit allen Händlern
00:33:42: unterwegs sind. Jeder hat eventuell seine persönlichen Vorlieben hier
00:33:46: hinsichtlich der Traktoren, ne. Ja. So wie wir auch alle wahrscheinlich irgendwelche
00:33:49: anderen Autos haben. Aber wir wir wir wir
00:33:53: wir haben Schulungen und nehmen alles mögliche an Traktoren hier mit. Mhm. Denn natürlich,
00:33:57: wenn wir jetzt sagen, wir haben eine geschlossene Gruppe und die geschlossene
00:34:01: Gruppe besteht nur aus Fendt, nur aus Chandier, nur aus Deutshändlern und so weiter, dann
00:34:04: gucken wir, dass wir auch den Deuts vor das Gerät hätten, ja, oder den speziellen
00:34:07: Traktor, den der Händler dann vertreibt, ja. Aber im Grunde genommen ist es
00:34:11: so, es muss von der PS-Klasse passen. Da sind wir hier etwas
00:34:15: weiter aufgestellt und und dann hängen wir unsere Gerät an und fahren
00:34:19: los. Ja, und da haben wir ja den Vorteil dann bei soner gemischten Gruppe, wenn
00:34:22: Du jetzt da von unterschiedlichen Händlern die Leute hast und das funktioniert jetzt gerade an
00:34:25: dem einen Fabrikat nicht mit dem Section Controller oder mit dem GPS, dann hast Du
00:34:29: natürlich immer 'n Experten im besten Fall dabei, weil irgendeiner Art
00:34:32: kennt sich ja mit dem Fabrikat im besten Fall aus. Ja, da sind wir ab
00:34:36: und zu überrascht. Da sind wir ab und zu überrascht, dass sich zum Teil
00:34:40: auch die Händler mit ihrem eigenen Produkt nicht ganz so gut auskennt. Manche
00:34:44: Manche fühlen sich dann positiv oder negativ überrascht? Manche,
00:34:48: natürlich son paar Cracks hat man da dazwischen immer, sagen wir oder sagen wir mal,
00:34:51: jeder Händler hat einen, der sich perfekt mit allem auskennt, ja, mit mit
00:34:55: Section Control, mit der ISO Bus Einstellung, vielleicht auch mit dem Motor und dem Getriebe,
00:34:58: wie auch immer. Aber wenn der eine nicht da ist oder wenn der
00:35:01: eine einen schlechten Tag hatte, dann ist der Rest vom Handel
00:35:05: 'n bisschen aufgeschmissen. Und wir haben hier ab und zu wirklich Überraschungen, wo
00:35:09: wir dann den entsprechenden Servicetechniker zu seinem Stepperfabrikat
00:35:12: fragen und der auch son bisschen ins Schleudern
00:35:16: gerät, ja. Und ich kann da auch unsere Kollegen sehr
00:35:19: gut verstehen. Gestern war 'n großer Teil der Sampkern Service war eben
00:35:23: hier. Wenn die dann aufm Feld stehen und irgendwas nicht
00:35:26: funktioniert und die den Eigentümer, den Fahrer oder den Servicekollegen vom
00:35:30: Handel fragen, Nimm doch mal die ISOBUS Einstellungen an einem Traktor
00:35:34: vor und ja und dann wird gemeinsam gesucht,
00:35:38: wo dran's ja liegen könnte, ja. Wir versuchen eben auch hier
00:35:42: unsere Servicetechniker dementsprechend zu schulen, dass die keine großen Überraschungen
00:35:45: haben oder bekommen, wenn die mit dem Schlepparfabrik auf dem Feld
00:35:49: stehen. Und das ist auch wieder der Grund, warum wir auf der Agrofarm hier so
00:35:52: breit aufgestellt sind hinsichtlich der Traktorhersteller. Ja, das ist ja 'n wichtiger
00:35:55: Punkt, weil unsere Servicekollegen, wenn wir jetzt eine Drehmaschine einrichten
00:35:59: müssen, dann müssen wir halt auch in die Traktormenüs rein und der Traktorhersteller
00:36:03: muss halt meistens nur in sein Menü rein. Ja,
00:36:07: ganz klar. Der muss dann... Ja, aber gut, das ist halt der Grund, wie Du
00:36:10: schon sagst, warum wir da warum ihr da so breit aufgestellt seid. Und
00:36:13: man weiß das ja selber, also viele Landwirte, die jetzt vielleicht nicht so viele
00:36:17: unterschiedliche Traktorfabrikate haben, aber da sind ja schon zum Teil sehr große Unterschiede
00:36:21: auch in der Bedienung und in der Komplexität der
00:36:24: unterschiedlichen Systeme, bis man da irgendwas eine Einstellung gefunden hat. Und jeder
00:36:28: Traktorhersteller hat mittlerweile mindestens ein ISOBUS Terminal auf seinem
00:36:31: Traktor, ja, speziell hier, sagen wir mal, in in Europa, ja, sodass
00:36:35: wir unser eigenes Terminal auch, sagen wir mal, nicht ganz so oft verkaufen. Auf der
00:36:38: anderen Seite sind immer mehr ISOBUS Geräte da. Als ich angefangen hab, da
00:36:42: waren wir zu Anfang mit gestartet, war der ISOBUS Flug zum Beispiel
00:36:46: nie ein Thema, ne. Oder sagen wir mal, 'n relativen Thema am Rand. Mhm. Und
00:36:49: mittlerweile rufen die Schulungsteilnehmer vor der Schulung an oder
00:36:53: schreiben eine E-Mail und fordern, dass der ISOBUS Teil auf jeden Fall 'n gewichtiges Thema
00:36:57: in der Schulung ist, weil sie sich mit dem ISOBUS Flügen auseinandersetzen müssen. Sei es
00:37:00: Verkauf, sei es Service, sei es Inbetriebnahme und so weiter.
00:37:04: Und das hat sich in der in der in der Kurz oder sag mal, in
00:37:07: der in in der Zeit, in der ich bei Lemken bin, auch schon relativ stark
00:37:10: geändert. Ist ganz klar Zuspruch zu zu ISBUS Geräten, zu ISBUS Flüge.
00:37:13: Mhm. Das ist vielleicht 'n gutes guter guter Themenwechsel,
00:37:18: weil wenn Du sagst, es hat sich was geändert. Natürlich haben wir jetzt
00:37:22: bei beim Bereich mechanische Hacktechnik hat sich auch einiges
00:37:26: geändert, aber wenn wir jetzt mal so gucken, was würdest Du denn sagen, sonst so
00:37:28: bei den Produkten, hat sich da in deinen Augen noch irgendwas
00:37:32: entwickelt, dass die Produkte immer größer werden oder die Nachfrage nach größeren
00:37:35: Produkten in der Schulung irgendwie stärker wird oder hast Du da irgendwie noch
00:37:39: so was, was dir direkt dann einfallen würde? Auf der einen Seite
00:37:43: ist natürlich das das Thema, was man immer hat, wir brauchen größere und
00:37:47: kleinere Arbeitsbreiten, ja, alle Kunden abzudecken. Unsere Händler wollen
00:37:50: natürlich, dass im Vergleich zum Wettbewerb das besser ausgestattete Gerät
00:37:54: zum günstigeren Preis haben, also diese eierlegende Wollmilchsau. Auf der anderen
00:37:58: Seite ist es so, dass weltweit Landwirte
00:38:02: versuchen, Produktionskosten drastisch einzusparen, ja. Überfahrten
00:38:06: einzusparen bei bei der Bodenbearbeitung, bei der primären Bodenbearbeitung beim
00:38:10: Flügen beim Grohren, bei der Saatbearbeitung eventuell die komplett
00:38:14: einzusparen durch quasi die die die die Bestellung 1
00:38:18: schweren Walze nach dem Grubber, ja oder zum Beispiel 1
00:38:21: 1 integrierten Packers beim Flügen, ja. Ist natürlich immer bodenabhängig, ist
00:38:25: auch son bisschen Landwirtabhängig, wie man das machen möchte. Aber
00:38:29: generell über alle kann man sagen, Produktionskosten müssen eingespart oder möchten
00:38:32: eingespart werden und so so drastisch wie möglich. Und das nicht nur bei der
00:38:36: Bodenbearbeitung, sondern auch bei der Platzierung von Dünger, ja? Bei der
00:38:39: kombinierten Ausbringung von Saatgut und Dünger zum Beispiel, ja,
00:38:43: gestern haben viele Leute nachgefragt, wie viel Dünger ausgebracht werden kann mit der
00:38:46: NT, weil bei denen in der Region, das war jetzt der
00:38:50: östliche Teil von Deutschland, wird die Startelf im
00:38:55: Raps komplett bei der Aussaat mit ausgebracht, ja, da wieder eine
00:38:58: komplette Überfahrt zu sparen. Mhm. Ja, und das ist der der Tenor über die Welt.
00:39:02: Natürlich haben wir Regionen, wo die Arbeitskraft deutlich, deutlich billiger ist als
00:39:06: bei uns. Ja, aber auch da ist es so, die Arbeitskräfte müssen erst mal da
00:39:09: sein, ja? Die müssen in Landwirtschaft arbeiten wollen und mittlerweile bis weiß auch
00:39:13: fast die ganze Welt, dass die Landwirtschaft abseits
00:39:17: der Norm arbeitet, ja. Wir sind wir haben 'n Saisongeschäft, wir haben
00:39:21: absolute Arbeitsspitzen bei der Aussaat, bei der Ernte. Wir haben Tage, die deutlich
00:39:24: abseits der 10 Stunden sind, ja, die noch verkraftbar sind,
00:39:28: auch mal 7 Tage die Woche oder 14 Tage am Stück und
00:39:32: das geht immer weniger Leute ein, ja. Auch wenn die Bezahlung, sagen wir mal, bei
00:39:36: uns in Europa deutlich besser geworden ist. Wir haben wir haben den Mindestlohn,
00:39:39: den viele Teile der Welt nicht haben, Ja. Aber auch in den in den
00:39:43: Niedrig Niedrigarbeitskostenländern müssen die Leute da sein. Und wenn sie
00:39:47: dann da sind, müssen sie die Geräte auch einsatzsicher bedienen können. Und
00:39:51: wenn man dann Quereinsteiger hat, den man zum Beispiel erklären muss, bitte hebt den Gruber
00:39:54: am Vorgewende aus, ja, und fahr nicht so die Kurve, Dann weiß man
00:39:58: ab und zu nicht, wo fangen wir denn an? Mhm. Das sind Ausnahmen, aber die
00:40:02: müssen auch irgendwie geschult werden beziehungsweise so mit den
00:40:06: Geräten einsatzsicher unterwegs sein. Ja, Wahnsinn. Was für uns so selbstverständlich
00:40:10: ist wahrscheinlich, ne. Ist für uns absolut selbstverständlich. Ja. Und
00:40:13: das ist grade quasi auch son bisschen der der Spagat, den wir den wir machen.
00:40:17: Auf der einen Seite dürfen wir die oder unsere Kunden
00:40:20: nicht überfordern mit Technik, die wir anbieten mit elektronischen
00:40:24: Lösungen für für nicht nur für Section Control, sondern auch für Applikationskarten,
00:40:28: für Arbeitstiefensteuerung, für
00:40:32: für's gradeausflügen, für auf Zielfeuchte Flügen. Und auf der anderen
00:40:35: Seite müssen wir auch gucken, dass wir vielleicht die Leute,
00:40:39: die technisch nicht quasi nicht ja nicht
00:40:43: überfrachtet werden dürfen quasi, wo der wo die Nachfrage nach so so Technik nicht
00:40:47: ist, nicht damit überfordern. Mhm. Ja, und das ist ja echt, also
00:40:50: das meine also dass man den Gruber jetzt am Vorgewende aushebt, ist ja durchaus 'n
00:40:54: Thema, was jetzt weltweit häufiger vorkommt, ne, weil oder... Ja, das ist ja
00:41:01: Deutscher Landwirt tatsächlich nicht, dass so was vorkommen könnte, aber man hört es ja doch
00:41:05: aus allen Ecken der Welt. Und dann finde ich auch das Spannende bei euch dann,
00:41:08: musst das ja auch erst mal rauskriegen, weil Du fängst dann an zu erzählen, was
00:41:11: der Gruber so kann und so. Und dann fällt dir vielleicht irgendwie beim ersten Mal
00:41:14: auf, wenn Du so aufm Acker bist und sagst, jetzt machen wir mal 'n bisschen
00:41:17: Gruber. Dann siehst Du ja, hör mal, was macht der denn da? Warum hebt er
00:41:20: den Gruber? Hebt er den jetzt noch aus oder hat er das nur vergessen? Und
00:41:22: dann fängst Du erst mal wieder an, erst mal den zu erklären, wie man überhaupt
00:41:25: in Anführungszeichen richtig Grubert. Also das ist ja auch noch immer sone Sache, Du musst
00:41:29: ja erst mal das Gespür dafür haben zu merken, was wo fängst Du
00:41:33: denn jetzt an, damit nachher nicht irgendwas auf die Geräte zurückfällt
00:41:37: an Schaden, der eigentlich hätte vermieden werden können, wenn man eine vernünftige
00:41:40: Handhabe da gehabt hätte oder eine Handhabung genutzt hätte? Ja
00:41:44: klar. Ja, es ist beim Grubbern und beim Grubbern muss man natürlich auch dann
00:41:47: unseren Händlern
00:42:01: ist es so, man kann Arbeitsgänge einsparen beziehungsweise die
00:42:04: Saatbebereitung eventuell etwas extensiver machen oder komplett weglassen, wenn man den
00:42:08: Grubarm in der richtigen Walze ausstattet. Mhm. Bei bei vielen Geschäften
00:42:12: wird natürlich geguckt, dass eventuell auch 'n bisschen gespart wird und gespart werden kann, zum
00:42:16: Beispiel bei der Walze. Es ist 'n himmel weiter Unterschied hinsichtlich des Preises, ob wir
00:42:19: eine Rohrstabwalze nehmen oder ob wir sone Profilbackerwalze nehmen.
00:42:23: Da sind ruckzuck mal 10000 Euro dazwischen. Hat der Landwirt aber den Schritt
00:42:27: getätigt und die teure Walze genommen, hat er damit auch die Möglichkeit, den nachfolgenden
00:42:31: Gang einzusparen, einzusparen, ja, und die Saatbebereitung eventuell wegzulassen oder
00:42:35: etwas schneller durchzuführen, da dann Diesel und Zeit und so weiter einzusparen.
00:42:39: Aber den Schritt, den muss er erst mal gehen. Und das ist auch Teil der
00:42:42: Schulung, immer das dem Händler oder unseren Endkunden auch zu verdeutlichen.
00:42:46: Ja, Du kannst das machen, wir haben das Potenzial, wir können dir das entsprechende
00:42:49: Equipment ohne Probleme liefern, aber Du musst auch bereit sein,
00:42:53: diese diese diese Erstinvestition oder diesen Mehrwert auch zu bezahlen.
00:42:56: Mhm. Ja, wie ist dann da? Ja. Mich würd mal noch interessieren, wie bereitest Du
00:43:00: dich denn dann vor, wenn Du in so verschiedene Länder
00:43:04: fliegst und woher weißt Du, bei welchem Wissensstand sind die dann? Wo fange
00:43:07: ich da an? Oder machst Du das nach Gefühl dann, je nachdem,
00:43:11: wie's wie's läuft in der Schulung? Beides. Wirklich beides,
00:43:15: ne. Ich probier natürlich, ich war jetzt in Südafrika vorher mal 'n bisschen über
00:43:19: das Land zu lesen, ja. Irgendwie im Internet zu recherchieren, was ist da überhaupt los?
00:43:22: Wie wird der Ackerbau gemacht? Auch in USA, als ich da
00:43:26: gewesen bin, Gemüsebauregion Salinas Valley, da da
00:43:30: das das das findet man ohne Probleme und dann weiß man, was da los
00:43:33: ist. Trotzdem reicht das nicht aus. Bei Weitem reicht
00:43:37: das nicht aus. Wir haben immer unsere Area Sales Manager, wir haben unsere Exportmanager,
00:43:41: die man auch ohne Probleme ansprechen kann, die dir sagen, ja, sieht man das und
00:43:44: das ist los, darauf muss achten. Die Probleme haben wir dort. Mhm. Aber im Grunde
00:43:47: genommen ist, sagen wir mal, der das Ende der Vorbereitung und dann
00:43:51: was wo da wo das Go kommt, ja, wo der wo der wo der ist
00:43:55: die die Fragerunde am Anfang jeder Schulung, die wir in Deutschland machen,
00:43:59: ist sone kleine Vorstellungsrunde, die wir im Rest der Welt machen. Auch wenn wir die
00:44:02: Kollegen schon kennen, wenn wir wissen, was los ist, wir machen eine
00:44:06: Vorstellungsrunde. Und da erzählt jeder 'n bisschen über sich, ja,
00:44:10: ganz kurz, 'n kleiner Abriss und auch über das, was hat
00:44:13: er in der Region? Welche Geräte verkauft er? Welche Probleme hat
00:44:17: er? Welche Kunden hat er?
00:44:21: Unbwehen steht ein Wettbewerb? Ja, und aus den ganzen Informationen, die
00:44:25: man dort irgendwie in in kurzer Zeit bekommt, ja, muss man dann im
00:44:28: Hinterkopf schon mal den Plan machen. Wo sind die Leute? Welchen Wissensstand haben die
00:44:32: Leute? Und und wie plane ich überhaupt meine Schulung?
00:44:36: Speziell, wenn wir, sagen wir mal, hier in Deutschland gemischte Gruppen haben, ja. Wir haben
00:44:39: zum Beispiel Leute aus Bayern, in Bayern fährt man oft 3 Meter und dann haben
00:44:43: wir Leute aus Ostdeutschland hier, ne. In Ostdeutschland fährt keiner mehr mit 3 Metern durch
00:44:46: die Gegend, ja. Und trotzdem muss man gucken, was man da irgendwie den Spagat hinbekommt.
00:44:49: Mhm. Ja. Ja, ist ab und zu
00:44:54: 'n bisschen, kann man da schon mal sonen leichten Schweiß auf der Stirn bekommen oder
00:44:57: son bisschen Kribbeln, wenn's dann, wenn der Spagat allzu groß wird oder man doch mit
00:45:01: Problemen konfrontiert wird, die man vorher gar nicht so aufm Schirm hatte. Aber das ist
00:45:04: auch bereits des des des Jobs, ja. Ja. Und dann dort, wer in der
00:45:08: Moment gekommen ist, auch ja ganz ganz platt gesagt, gut abzuliefern, ja
00:45:12: und zu zeigen, was wir können. Gibt's irgendwas, was in deiner Laufbahn
00:45:15: dir besonders hängen geblieben ist? Positive, negative Erfahrungen,
00:45:19: irgendwas, wo Du vielleicht überrascht warst oder auch in irgend 'nem Land, was Du vielleicht
00:45:23: vorher dir anders vorgestellt hast oder so? Ja. Auf
00:45:27: der einen Seite, Vorbereitung ist alles. Alles. Ja, wirklich. Man man muss nicht so in
00:45:30: Hinsicht der eigenen Vorbereitung, sondern man muss auch sicherstellen, dass der Händler vorbereitet
00:45:34: ist. Wir müssen die Geräte dort haben, ja. Wir müssen 'n Raum haben, in dem
00:45:38: wir unsere Präsentationen zeigen können. Wir müssen Feld haben, wenn wir
00:45:42: die Inbetriebnahme haben und am Ende ist es trotzdem son bisschen
00:45:46: überraschend, was auch passieren kann. Mhm. Das
00:45:49: erkenne ich mir jetzt. Ja, sodass man, sagen wir mal, der Traktor kommt
00:45:53: dann irgendwann, das Gerät ist doch noch nicht geliefert worden und dann muss
00:45:57: man son bisschen improvisieren. Wir hatten eine Schulung ist da besonders in Erinnerung
00:46:00: geblieben. Ich bin mit unserer, sagen wir mal, unserer deutschen
00:46:04: Pünktlichkeit, bisschen überspitzt gesagt
00:46:08: und unserer Perfektion, die wir an den Tag legen wollen, nach Griechenland
00:46:12: gereist. Ja, und hab dort 1 1 1 Händlerschulung gemacht
00:46:15: im Bereich der mechanischen Kofferraumvorbekämpfung, ist schon einige Jahre her.
00:46:20: Und bei uns ist immer, wir fangen an 8 Uhr, ja, bis dann alle da
00:46:23: sind, kann schon mal Viertel nach 8 sein und dort war es so, es wurde
00:46:27: bis 9 Uhr angereist, relativ gemütlich, ne. Und die
00:46:30: hatten auch keinen Stress. Es war schon so beim beim beim Flughafen war schon relativ
00:46:34: ich weiß gar nicht, ob die da Kontrollen gemacht haben, ne. Also es war relativ
00:46:37: gemütlich, ne. Rutsch. Die Abreise genauso.
00:46:41: Dann wurd ein Gerät geliefert. Das Gerät war ein Vorführgerät, eine
00:46:44: Hacke, die schon mehrere Stationen durchlaufen hatte, mehrere Kunden durchlaufen hatte.
00:46:48: Und wir haben dann erst mal festgestellt, dass der Reihenabstand gar nicht passte zu
00:46:52: dem, was in Griechenland gefordert worden ist. Die Servicetechniker hat
00:46:56: ja fahren natürlich in Windesall in Schraubenschüssel geschwungen und alles umgebaut.
00:47:00: Aber wir hatten noch mehrere andere Probleme, die sich so eingeschlichen haben in
00:47:03: das Gerät. Weil ja, wenn kein richtiger, sagen wir, keine keine
00:47:07: Person ist, die sich die die Verantwortung für das Gerät hat, schleichen sich schon mal
00:47:11: Fehler ein, relativ, ne. Mhm. Sag mal diplomatisch gesagt.
00:47:14: Mhm. Ja, und dann ging's dann zur Inbetriebnahme und es funktionierte
00:47:18: überhaupt nicht so die Mittagszeit. Und der Händler kam dann zu mir
00:47:21: irgendwann, sagen wir's immer, wie lang brauchst Du noch? Ja, ich sag, wir machen doch
00:47:24: hier fertig jetzt, bis das Gerät läuft. Ja, aber ich hab 'n Tisch bestellt, ne.
00:47:28: Wir müssen zum Essen und Ist wichtig, ja.
00:47:32: Ich hatte hier mit Alpen telefoniert, hab auch die volle Unterstützung von allem bekommen und
00:47:36: 10 Minuten später war der wieder Simon, wir müssten jetzt zum Essen. Ja, aber die
00:47:40: Schulung muss auch weitergehen, ne. Und ich konnte auch hier in Alp nicht erzählen, soll
00:47:43: ich dich jetzt auch, weil ich zum Essen muss, ne, weil die natürlich auch andere
00:47:45: Verpflichtungen hatten, ne. Und dann 5 Minuten später, Simone, wir fahren jetzt
00:47:49: zum Essen, der Tisch ist reserviert. Ja, und ich sag, ja, aber dann dann schnell,
00:47:52: halbe Stunde, ne. Ja, und er hat, ich hab keine Antwort darauf bekommen. Wir sind
00:47:55: da zum zum zum Restaurant gefahren. Es war ein ganz tolles Restaurant, wie man
00:47:59: sich das typisch griechisch vorstellt, mit Rot, Weiß Karietta,
00:48:03: Tischdecke und so weiter und so weiter. Und als ich reingekommen bin, wurde
00:48:07: ich direkt gefragt, wo ich denn herkomme, vor den anderen Restaurantgästen. Und ich kannte nach
00:48:10: alle Restaurantgäste. Ich kannte die Restaurantinhaber.
00:48:14: Ich, wir haben nicht eine halbe Stunde gegessen, sondern gut und gerne auch
00:48:17: anderthalb Stunden. Es wurde aufgefahren, aufgefahren, aufgefahren und und meine
00:48:21: griechischen Kollegen, so vom Handel als auch die die die Dazugekommenen
00:48:25: hatten die Ruhe weg. Und das Gerät, was quasi nicht richtig
00:48:29: lief, war absolute Nebensache, weil weil wir weil wir
00:48:32: gegessen haben. Ja, und nachdem wir dann
00:48:36: auch wieder wirklich zu zurückgekommen sind zum Handel, waren, ich
00:48:40: glaub, wirklich 2 Stunden vergangen und danach haben wir mit dieser Ruhe
00:48:44: weitergemacht. Und so hat sich das auch durch die nächsten Tage gezogen. Es
00:48:47: war absolut Stressabbauend, ne. Es war auch
00:48:51: überhaupt kein Problem. Für alle Personen war es kein Problem, dass das Gerät nicht so
00:48:55: richtig lief. Am Ende haben wir alles hinbekommen. Aber auch in Sicht der
00:48:58: Abreise war es so, ich musste weiß nicht, 4, nee, 6 Uhr
00:49:02: musste ich am Flughafen sein und wir mussten auch eine ganze Zeit fahren und ich
00:49:05: hatte meinem Kollegen, der mich mitnehmen wollte zum Flughafen gesagt, wir fahren 4.
00:49:09: 4 Uhr fehlte mein Kollege, nein, der mich mitnehmen wollte.
00:49:13: Und der wohnte übers übers Wochenende wohnte der in
00:49:17: Keessaloniki, da wo der Flughafen war und hat sich dann
00:49:20: am Freitag zur Abreise verabschiedet, als wenn er nie mehr wiederkommen würde von allen
00:49:24: Leuten, ja. Wirklich ganz, ganz herzlich und hab mir auch im Rückweg alles
00:49:28: Mögliche erklärt, wollte mir noch eine Stadtrundfahrt geben und sagen, ich muss jetzt
00:49:32: aber wirklich zum Flughafen. Es geht nicht, ich hab keine Zeit mehr, ne. Aber Simon,
00:49:35: guck mal hier, guck mal da, ne, da ist der Hafen, da ist die Uni
00:49:37: und so weiter. Und ich sagte immer, nein, wir machen keine Stadtrundfahrt und
00:49:41: hab mich dann doch drauf eingelassen. Er sagt, der Flughafen ist nur 10 Minuten weit
00:49:45: weg und irgendwann sagte ich dann ich glaube, halb 6, ich muss jetzt zum Flughafen.
00:49:48: Er ist dann zweimal links abgebogen. Ich bin in den Flughafen rein. Es war
00:49:52: wirklich, ich konnte durchgehen, hab den Koffer aufgeben, bin eingestiegen, losgeflogen. Es
00:49:56: war absolut entschleunigend, war natürlich die interessante Reise,
00:50:00: aber war auch die absolute Ausnahmesituation. Ja, den Stress
00:50:04: macht man sich ja dann selber, ne. Also weil wir den dann sonen Nacken haben.
00:50:07: Ich find das auch immer faszinierend, wie Du das auch so erzählst. Da wünsch
00:50:11: ich mir das manchmal auch, dass das hier son bisschen mehr mit Ruhe zugeht und
00:50:14: nicht immer direkt alle wie son HB Männchen und Panik und
00:50:18: ja. Man macht sich den Stress selber. Da hast Du absolut richtig erkannt
00:50:22: und und die und die die sagen wir, die den anerzogenen Stress, den man
00:50:25: sich da macht, den kriegt man auch in den kurzen Schulungswochen, die wir haben
00:50:29: im Ausland, auch nicht weg, ne. Man versucht's natürlich immer auf die Mentalität da vor
00:50:32: Ort komplett einzustellen. Ist auch, sagen wir, im Groben und Ganzen überhaupt nie
00:50:36: 'n Problem, ne. Aber ab und zu ist es in anderen
00:50:40: Ländern doch ruhiger als bei uns, ja. Mhm. Und die Hektik, die wir so an
00:50:43: den Tag legen, ist dort nicht ganz so stark ausgeprägt.
00:50:48: Das ist vielleicht eine Frage, die mir einfällt. Bereitst Du dich denn, Du hast ja
00:50:51: gesagt, Du bereitest dich auf die Region vor, vielleicht auch mit den Kollegen, bereitest dich
00:50:55: denn auch kulturell vor, wenn Du das mal irgendwie liest, worauf muss ich jetzt achten,
00:50:58: wenn ich jetzt, weiß ich nicht, in Estland bin oder dass man das und das
00:51:02: nicht macht oder ob man da halt solche Sitten hat oder wie auch immer oder
00:51:05: dass man, weiß ich nicht, machst Du so was auch oder sprichst dann einfach nur
00:51:08: mit den Kollegen und fragst die dann mal so oder sagst Du, das lass ich
00:51:11: jetzt mal einfach auf mich zukommen. Was kann ich essen, was kann ich nicht essen
00:51:14: et cetera? Soll ja auch schon mal vorgekommen sein. Ja, essen essen.
00:51:18: Was kann ich essen, was kann ich nicht essen? Das ist 'n das 'n gutes
00:51:20: Thema. Ich hatte ja, ich war ja auch schon zweimal in
00:51:24: China, ne. Die chinesische Küche hat überhaupt
00:51:28: keine Schnittpunkte mit der europäischen Küche. Mhm. Es ist
00:51:31: komplett anders. Und es ist nicht mit dem zu vergleichen, was bei uns hier das
00:51:35: Chinarestaurant hat. Das ist das ist
00:51:39: europäisches Essen mit Sojasoße. Es ist wirklich komplett
00:51:42: anders. Aber ich hab davon teilweise
00:51:45: gehört. Teilweise kennt man natürlich auch Sachen aus aus aus Film und
00:51:49: Fernsehen, ja, wie zum Beispiel, man nimmt die Visitenkarte, wenn man die bekommt, mit
00:51:53: beiden Händen entgegen, ne. Die ist sehr höflich und freundlich. Das ist das ist
00:51:57: im Grunde genommen kein Problem. Herausforderung war in dem Fall wirklich die die
00:52:00: Küche, die die ich und ich kann auch verstehen, wenn die hier
00:52:04: bei uns zu uns kommen und vor unserem Befehl stehen, was wir hier auffahren, wenn
00:52:08: die wenn nicht so schwul und gar sind, dass die
00:52:11: wahrscheinlich genau die gleichen, ich nenn's mal Schwierigkeiten haben, ne. Ja. Was was
00:52:15: wir eben auftischen. Aber da kann ich wirklich
00:52:19: sagen, wir haben ganz tolle Kollegen, die wissen, dass sich unsere
00:52:22: Küchen überhaupt nicht treffen, ne, keine Schnittmengen haben Und ich
00:52:26: hatte dort von unserer Personalleitung in China, von unseren Kollegen
00:52:30: in China wirklich, die haben mir erklärt, was ist das, ja,
00:52:34: wo kommt sie her und
00:52:37: und auch Verständnis dafür gehabt, wenn ich gesagt hab, nein, das das das möchte ich
00:52:40: jetzt nicht essen, ne. Zum Beispiel,
00:52:44: ich ich wir waren ein 1 Abends, wo wir Fisch essen. Da ist ein Fischrestaurant
00:52:48: für uns für uns gebucht gewesen, Tisch da drin. Und in
00:52:52: China ist es so, ich war der höchste Gast, weil ich eben hier von Lemken
00:52:55: Lemken Headquarter Germany, da bin ich hergekommen, ne, und deswegen
00:52:59: durfte ich auch in dem Fall aussuchen, was serviert worden ist. Und wir waren in
00:53:03: dieses Fischrestaurant reingekommen und ich konnte vom Parkplatz schon aus sehen, oh, alles lebt,
00:53:06: ne. Alles lebte noch, alles schwamm noch, alles war in irgendwelchen Aquarien
00:53:10: verstaut Und ich konnte vom
00:53:14: ich konnte vom Parkplatz aus schon sehen, dass da riesengroße Krebse im
00:53:17: Aquarium waren. Und die waren wirklich, die waren mehr als Teller groß.
00:53:21: Und ich dachte, oh, die bestellt sie schon mal nicht, aber ist 'n Fischrestaurant, da
00:53:24: wird voll ausreichend viel starr sein. Und ich bin da
00:53:28: da durchgeführt worden, 3 auch wieder mit Dolmetscher und mir wurde
00:53:31: zu jedem Aquarium erklärt, was denn grad da drin ist. Ich war
00:53:35: so froh, dass ich nach Aquarium 20 immer noch mal Fisch gesehen hab,
00:53:39: ne. Denn es waren von Seeigeln, von Seemuscheln, von Seestern. Ich
00:53:42: glaube, es waren sogar Seefährtchen da. Es war es war alles da, nur
00:53:46: kein Fisch. Und dann Aquarium 20, da sah ich dann meinen
00:53:50: Fisch. Ich hab gesagt, den nehme ich, ne.
00:53:53: Ne. Dann kam direkt 1 aus dem Restaurant, hat mit Kescher den Fisch
00:53:57: da rausgeholt. Der Fisch guckte mich an, ich den Fisch. War der 'n
00:54:01: bisschen überrascht. Und genauso wie der Fisch mich anguckte, war der
00:54:04: nachher in gekochtem oder gebackenem Zustand vor mir
00:54:08: auf der auf der auf der Platte, ne. Und ja,
00:54:12: und so traf man sich dann wieder. Also es ist, wie gesagt, es
00:54:16: ist es ist 'n bisschen, ja, vielleicht mit Humor jetzt gesagt, ist teilweise wirklich
00:54:20: sehr interessant. Aber man muss da keine Sorgen haben, dass man irgendwas
00:54:23: essen muss, was man nicht essen möchte, ja. Und ich bin da auch 1,
00:54:27: der der probiert auch viel aus. Bei 'n paar Sachen hab ich's dann wirklich gesagt,
00:54:30: ich möchte nicht. Und wie, das ist dann ist überhaupt kein Problem.
00:54:33: Ja, und so sehe ich aber die Leute auch hier, wenn die hier hinkommen, ne,
00:54:36: wenn die Kollegen aus aus aus China oder aus Indien kommen, brauchen
00:54:40: die auch immer zu son bisschen Hilfe beim beim beim Buffet, zu zu
00:54:44: erkennen. Das ist es, ne. Und ich kann die auch genauso sehen, wenn die das
00:54:47: solche Schnitzel angucken oder die Wurst oder Sauerkraut, was wir hier ab und zu
00:54:51: haben, je nachdem, was die Speisekarte hergab, dass die auch son bisschen
00:54:55: skeptisch sind und das auch nicht essen möchten. Also so gesehen, so
00:54:58: unterschiedlich sind wir alle. Absolut. Ja. Aber wo Du's grade eben gesagt hast, von
00:55:02: wegen Dolmetscher, da kam ja auch noch eine Frage auf, wenn Du jetzt in
00:55:05: Griechenland oder wo auch immer bist, also ne klar, Englisch wird
00:55:09: ja wahrscheinlich auch da die Sprache sein, aber wenn Du
00:55:13: da Schulungen gibst, wird sind dann alle so weit, dass Du das
00:55:17: auf Englisch machst oder wird das auch mit Dolmetscher irgendwie gemacht?
00:55:20: Kommt drauf an. Kommt wirklich drauf an, wo wir grade sind. Wir sind natürlich
00:55:24: hier alle keine keine Native Speaker, der eine kann's besser, der andere schlechter. Ich habe
00:55:28: in meinen vorherigen Job Job kein Englisch sprechen müssen, hab mich dann mit
00:55:31: Youtube und und Bubble und so weiter vorbereitet auf meine englischen Schulung, hab
00:55:35: trotzdem bei den ersten sehr, sehr stark geschwitzt, speziell, wenn's Genau.
00:55:39: Wenn wenn man vor 'ner Gruppe aus aus England steht und man sich ab und
00:55:42: zu denkt, was fürn Mist erzähle ich hier grade eigentlich? Weil es ist
00:55:46: nicht so geschliffen, man kriegt auch den Satz ab und zu nicht ganz zu
00:55:49: Ende, aber so geht's den anderen auch. Wir haben Gruppen,
00:55:53: die gut Englisch sprechen. Da sind ab und zu Leute bei, die sind der
00:55:57: Sprache nicht ganz so mächtig, je nachdem, wie wie oft auch im täglichen Leben
00:56:00: gesprochen wird. Da da gehen wir aber drauf ein. Ich sag den auch
00:56:04: immer, wenn ihr was nicht verzeiht euch nicht zu schade, ne. Fragt noch mal nach.
00:56:08: Ich kann alles, ich wir können alles normal erklären. Man hat innerhalb 1 Schulungstages,
00:56:13: egal ob der jetzt auf Deutsch ist oder auf Englisch, man hat so seine seine
00:56:16: Piks, man hat auch mal 'n 'n Mythenpunkt zwischendurch irgendwann.
00:56:19: Speziell nach Mittagessen haben wir alle irgendwann son son kleinen son
00:56:23: Mittagstief, son Mittagstief, wo man
00:56:26: dann auch wirklich sagt, komm, machen wir noch mal, das erklären wir noch
00:56:30: mal, aber die Zeit die Zeit nehmen wir uns. Und auch wenn wir
00:56:34: unterwegs sind in China, in Japan,
00:56:37: versuchen die oder haben wir Dolmetscher mit dabei. Mhm. Fängt schon damit
00:56:41: an, vom Flughafen aufs Loszufahren und irgendwo zum Händler zu kommen, weil die Schilder
00:56:45: dort oft nicht international sind. Mhm. Und dann wird
00:56:48: übersetzt. Wenn dann übersetzt wird, muss man auch 'n bisschen
00:56:52: das Programm, was man vorhat, vorfiltern. Man muss einige, man muss Schwerpunkte
00:56:56: setzen dadrin, die dann auch auf dem Markt zugeschnitten sein müssen,
00:57:00: denn übersetzen dauert lange. Es dauert,
00:57:04: auch wenn man son bisschen zügiger voranschreitet,
00:57:07: braucht Übersetzen wirklich, sag mal, die doppelte Zeit, kann man fast sagen.
00:57:11: Ja. Man kann sich drauf einstellen, zum
00:57:15: Beispiel, wenn man eine Gruppe über mehrere Tage hat, weiß man ungefähr, wovon die
00:57:18: sprechen, auch wenn man eine Sprache nicht ganz mächtig ist. Wir kennen unser Polloprogramm. Ja.
00:57:22: Dann muss man gucken, dass es in Relation auch passt. Also es kann nicht sein,
00:57:26: wenn ich 2 Minuten spreche, dass der in 3 Wörtern alles übersetzt hat. Das kann
00:57:29: nicht sein, ne. Andersrum, wenn ich 'n kurzen Satz sage und der 5
00:57:33: Minuten referiert, ich auch noch mal nachfragen. Sag mal, was hast Du denn eigentlich erzählt?
00:57:36: Das ist eine Sache, die muss ich zu Anfang son bisschen bisschen einpendeln, damit wir
00:57:39: da auch keine Wiederholung drin haben und auch die Punkte, die wir für
00:57:43: den Markt als wichtig erachten, auch wirklich nicht nur abgearbeitet werden, sondern auch verstanden
00:57:47: werden. Ja. Ja, da hast Du wirklich 'n gutes Phänomen. Da hatte ich aber,
00:57:50: also wenn ich dann auch mal irgend sone Neuheitenschulung da machen darf oder so, das
00:57:54: ist dann wirklich ja, bei manchen Kollegen denkt man sich dann wirklich, wie Du schon
00:57:57: gesagt hast, mein Gott, wie viel hat er denn jetzt erzählt zu dem, was ich
00:58:00: gerade nur kurz gesagt hab und dann Ja. Das ist wirklich ja, das verunsichert
00:58:04: einen ja auch manchmal dann, finde ich zumindest, ne, wenn Du nicht weißt, was die
00:58:07: so gesagt haben, weil Du weißt ja nicht, was Du als Nächstes sagen sollst, weil
00:58:10: er das ja vielleicht schon erklärt hat, ne, und so verschiebt sich das ja dann.
00:58:13: Ja, natürlich. Ja. Also ich ja, auf der anderen Seite haben wir natürlich auch immer
00:58:16: die Schwierigkeit, wenn wir dann einen Lemken Kollegen haben, der der vor Ort,
00:58:20: ich sag mal, 'n etablierter Kollege, ne, der seit 20 Jahren dort im Betrieb
00:58:23: ist. Und wir fangen mit 'nem neuen Produkt an. Dem möchte, der
00:58:27: möchte natürlich auch zeigen, dass er das auch kann, ne, dass er dass er sicher
00:58:30: ist im Umgang mit der ganzen Sache, mit dem Gerät. Und da lassen wir die
00:58:34: auch oft mal bisschen alleine laufen, ne, damit der, er ist vor Ort da,
00:58:38: er ist Ansprechpartner Nummer 1 für alle und wir sind dann dazu da,
00:58:42: ihn in seiner Arbeit auch zu unterstützen. Natürlich machen wir da unseren Job ganz
00:58:45: normal, aber Du kannst dann sagen, so komm, das machst Du, sag mir vorher, was
00:58:49: Du machst, damit wir keine Wiederholung mehr drin haben und dann spielt man sich die
00:58:52: Bälle zu, man wechselt sich 'n bisschen ab, dann alle
00:58:56: auch wirklich nicht nur zufriedenzustellen, sondern auch zu zeigen, ja, wir sind
00:58:59: Lemken, wir haben weltweit die gleiche Aussage. Wir haben gutes Händlern jetzt, wie gerade schon
00:59:03: gesagt, unsere Infrastruktur ist super und ihr werdet von den Kollegen vor Ort
00:59:07: auch wirklich kompetent beraten und unterstützt. Mhm. Ja. Ja, und dann ist
00:59:11: ja das Ziel eurer Abteilung, dass wir halt da sicherstellen, dass wir da
00:59:14: überall diese guten Kollegen haben. Und was ja auch überall sehr gut
00:59:18: funktioniert, muss man ja auch sagen. Wir haben die guten Kollegen überall
00:59:21: auf der Welt, die kompetent unsere Produkte beraten können. Und das
00:59:25: ist natürlich 1 von euren Verdiensten, muss man ja sagen, ne,
00:59:29: die ihr da voranbringt mit euren Ja. Weltweit.
00:59:33: Ja, unser Chef sagt immer, wir können nicht die ganze Welt schulen. Ja, wir können
00:59:36: nicht jeden Händler mit dem kompletten Personal vor Ort schulen. Dafür haben wir nicht dafür,
00:59:39: da haben die Zeit nicht, die Kapazitäten nicht, die Leute nicht. Wir verfahren daher nach
00:59:43: dem Train the Trainer Prinzip. Also wir schulen die Kollegen vor Ort und die Kollegen
00:59:47: vor Ort dann eben den Handel. Wir machen auch, wir schulen natürlich auch den Handel.
00:59:50: Aber wir wollen ja auch sicherstellen, dass es auf der ganzen Welt reibungslos
00:59:55: funktioniert. Und deswegen sind wir so aufgestellt. Mhm. Ja. Ja,
00:59:59: Carina, hast Du noch eine 1 Frage an Simon, die dir jetzt noch unter
01:00:03: den Fingern hängen bringt, sonst hätte ich noch, ich wollte ja wollte grad schon fast
01:00:06: den Übergang machen, wo wir beim Essen waren, unser Abschluss
01:00:10: Deswegen bin ich mit meiner Dolmetscher Frage schon reingegräscht, bevor Du
01:00:14: nachher wieder mit dem Essen anfängst. Ja, Simon, wenn Du jetzt in Deutschland
01:00:17: denn dann bist und Du grillst mal oder egal, wo Du auf der Welt bist
01:00:21: und Du hast dann son Barbecue oder Bre, wie heißt das noch
01:00:24: mal? Nee, glaube ich Bre. Brei. Bry. Bry. Bry. Bry ist Barbecue, ja. Und
01:00:28: dann, was kommt denn dann bei dir aufn Grill? Ja, sone son
01:00:32: Nackenkotelett oder son Nackensteak oder 'n Würstchen?
01:00:36: Nee, ich bin dann eher so der der der Steak und nicht der Würstchentyp, ne.
01:00:39: Muss ja natürlich immer absprechen, wenn wir zu Hause mit meinen Kindern auch, ne. Aber
01:00:42: Ja. Die kann man ja in die richtige Richtung.
01:00:47: Wenn die noch nicht wenn die noch nicht allzu alt sind, ne. Ja, das stimmt.
01:00:51: Ja. Ja, das kommt bei mir aufn Grill. Ja, ja. Ja, son schönes Weg.
01:00:54: Grillwetter haben wir noch 'n bisschen. Wollt grad sagen, ja. Und was gibt's dazu?
01:00:58: 'N Feierabendbier, 'n Gläschen Wein oder doch was ganz anderes? Nee,
01:01:02: das sind wir dann doch beim beim Feier. Kommt auf die Situation an, ja.
01:01:07: Ob das jetzt Bier oder Wein oder auch mal unarrkoholisch ist, ist jetzt
01:01:10: nicht, dass wir irgendwie son standardisiertes Ritual beim Grillen haben.
01:01:15: Ich dachte, Du stehst dann schon immer 3 Stunden vor dem Holzkohlegrill und mit
01:01:19: deinem Bier und breitst den Grill dann vor, Simon. Nee, ehrlich gesagt haben
01:01:23: wir haben wir Gas. Wow. Macht's auch gut.
01:01:27: Haben wir gerade Gas, ne. Ja. Aber ich hab in Südafrika die
01:01:30: Vorteile des des des Holzfeuers doch erkannt und auch festgestellt, man
01:01:34: braucht beim Grillen kein Gemüse. Das ist nämlich das, was die
01:01:38: Südafrikaner aufgetischt haben. Da war das Hähnchen, viel schon unter
01:01:42: dem Begriff Gemüse. Da war's dann wirklich sehr, sehr, sehr
01:01:46: biflastig. War schön, war lecker, war großartig.
01:01:51: Ja, sehr gut, Simon. Dann bleibt mir noch Danke zu sagen. Ja, vielen
01:01:55: Dank, dass Du dabei warst und für die spannenden Einblicke. Und
01:01:58: ich würd sagen, wenn wir, wir können mit Sicherheit noch mal irgendwann bestimmt mit dir
01:02:02: noch mal eine Folge aufnehmen, Simon. Oder so viel, wie Du zu erzählen hast.
01:02:05: Es kommt ja immer was dazu. Es war relativ es war kurzweilig wirklich. Es hat
01:02:09: ich ist mein erster Podcast so gewesen und es war eine sehr
01:02:13: kurzweilige Sache und hat auch wirklich Spaß gemacht, glaub ich, bald. Also vielen Dank für
01:02:16: die Einladung und ja, bis zum nächsten Mal. Ja, danke dir. Simon, uns hat's
01:02:20: auch Spaß gemacht. Es war sehr kurzweilig und ich könnt dir noch eine Stunde weiter
01:02:23: zuhören. Aber ich denk auch, das machen wir dann in der nächsten Folge, wenn's wieder
01:02:27: spannendes Neues vielleicht zu berichten gibt. Okay.
01:02:30: Danke dir. Dankeschön. Bis dahin. Tschau. Tschau.
01:02:37: Ja, Carina, wie wir gerade schon gesagt haben, ging die Zeit ja mit 7 und
01:02:40: wieder sehr schnell rum. Ach so. Ich hatte ja gar nicht so auf die Uhr
01:02:44: geguckt, aber dann rucki zucki war die, hatte man schon wieder
01:02:47: einiges da auf 'n Zähler, aber wie ich sagen muss, unterhaltsam,
01:02:52: wie ich glaube, das ist son Einstellungskriterium, wenn man da auf ARO Farm arbeitet, da
01:02:56: muss man einfach 'n Erzähler sein und man hat
01:02:59: natürlich auch aufgrund der beruflichen Tätigkeit auch immer sehr viel zu erzählen, ne. Wenn
01:03:03: man viel reist. Absolut, ja. Weil dann hat man auch immer viel zu
01:03:06: erzählen und kann auch mit 'ner anderen Sicht auf verschiedene Sachen
01:03:10: mal blicken und sich seine Meinung bilden. Und das finde ich auch immer
01:03:14: das Spannende, wenn ich mich mit den Leuten von der AGO Farm jetzt unterhalte oder
01:03:18: auch mit den unseren Leuten, die im Export arbeiten und unterschiedliche Märkte kennen den so
01:03:21: wie mit Luisa das Gespräch. Das finde ich halt immer auch, obwohl ich ja oft
01:03:25: mit denen zu tun hab, immer wieder interessant. Man hört ja immer wieder neue neue
01:03:28: Geschichten, die man's vorhin noch nicht gehört hat und deswegen ja,
01:03:32: fand ich's wieder sehr gut und auch sehr, ja, wie soll ich's... Also
01:03:36: ich bin gespannt, wenn Simons Frau die die Podcastfolge
01:03:39: hört, wie sie reagiert. Vielleicht hör ich ja immer was von Simon.
01:03:44: Und ich bin froh, dass sie jetzt auch mal ihren Mann sieht, jetzt wo er
01:03:46: bei Limken arbeitet seit mehreren Jahren.
01:03:50: Ja, war wirklich, war rundum schön und ja, Simon
01:03:54: kann man auch einfach gut zuhören, der hat viel zu erzählen. Ich fand's
01:03:57: super spannend, auch mal wieder erstens einen Gast zu
01:04:01: haben, der ohne Betrieb Landwirt gelernt hat, ne? Da haben wir
01:04:04: dann auch wieder die Frage geklärt, so nach dem Motto, na ja,
01:04:08: warum soll ich Landwirt lernen, wenn ich keinen Betrieb hab? Selbst wenn er nicht zu
01:04:12: Lemken gekommen wäre, hat sich ja trotzdem auch vorher noch eine andere Möglichkeit aufgetan. Das
01:04:13: war wieder 'n gutes Beispiel, da aufgetan. Das war wieder ein
01:04:16: gutes Beispiel dafür. Ja, und ansonsten natürlich die
01:04:20: ganzen Einblicke, sowohl das gemütliche Griechenland als auch
01:04:23: das chinesische Essen. Also es war auf jeden
01:04:26: Fall sehr unterhaltsam, sehr amüsant und 'n super
01:04:30: Blick über den Tellerrand und ja. Und auch einfach
01:04:34: zusammengefasst mal wieder ein ähnlicher Tonus wie alle anderen,
01:04:38: die ja auch schon, egal ob's Carlos oder
01:04:41: ja Alessandro, egal aus welchen Ländern... Ja, ist ja immer
01:04:45: der gleiche Tonus, dass wir in Deutschland eigentlich immer nur Luxusprobleme haben, dass
01:04:49: Haar in der Suppe suchen und immer unzufrieden sind und andere
01:04:53: Länder einfach 'n bisschen, ja, gemütlicher, entspannter sind.
01:04:56: Ja, das ist auf jeden Fall immer schön zu hören. Ich find, das kann man
01:05:00: auch nicht oft genug betonen, dass man sich vielleicht auch zwischendurch auch mal an
01:05:03: sich selber arbeitet und sich dann vielleicht auch selber mal runterholt und sagt, so,
01:05:07: jetzt macht ihr doch nicht selber wieder son Stress. Ja.
01:05:10: Kann ich auch gut. Ja. Na ja, ist auch so. Und da,
01:05:14: das finde ich, sind auch gute letzte Worte. Carina, auch noch mal von dir die
01:05:18: Betonung. Genau. Einfach mal. Seid durch. Seid
01:05:22: einfach zufrieden und atmen mal durch. Ich lass dir vielleicht teilweise mal 'n
01:05:25: bisschen entspannter angehen und Genau. In dem Sinne, vielen Dank,
01:05:29: dass ihr euch jetzt entspannt hoffentlich die Folge angehört habt. Entspannt
01:05:33: jetzt nach der Zeit wieder was anderes machen könnt. Ja, wenn ihr
01:05:37: noch Gäste habt, die ihr uns mitteilen wollt, dann immer her damit, Feedback, Fragen
01:05:41: an Simon, immer gerne her damit. Ja, danke fürs Zuhören. Carina dir,
01:05:44: danke, dass Du wieder die Zeit genommen hast und ja, bis
01:05:48: demnächst. Und Carina, wie immer hast Du das letzte Wort? Ja, ich kann
01:05:52: mich dem wie immer nur anschließen. Danke noch mal Simon an der Stelle, dass er
01:05:55: sich auch die Zeit genommen hat für uns, für eine weitere interessante
01:05:59: Folge. Ja, und ansonsten Fragen, Feedback, immer her damit
01:06:03: und sonst wünsch ich allen gute 2 Wochen und wir hören uns in 2 Wochen
01:06:06: wieder. Bis dann. Abonniert uns auf Spotify oder
01:06:10: überall da, wo ihr Podcast hört. Wir freuen uns außerdem über eine Bewertung bei Apple
01:06:14: Podcasts. Und natürlich könnt ihr euch bei Fragen und Anregungen jederzeit
01:06:18: melden. Auf unseren Instagram Kanälen, auf Facebook oder per Mail an
01:06:22: Podcast at Lemken Punkt com.
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