#119 – Agrarmarkt-Ausblick 2026: Wohin geht die Reise?

Shownotes

In dieser Folge von "Boden&ständig" powered by LEMKEN treffen sich unsere Hosts Carina und Johannes – trotz Erkältung und Karnevalstrubel – und geben Einblicke in ihren landwirtschaftlichen Alltag. Während Carina erzählt, wie sie mit Zwiebellook durch das nasskalte Wetter stapft und die letzten Pflugarbeiten vor dem Regen erledigt, berichtet Johannes von spannenden Treffen und Werksführungen bei Fendt sowie einer DLG-Tagung. Besonders interessant: Die beiden bekommen Verstärkung vom Agrarmarkt-Podcast und erhalten einen Ausblick auf das Vermarktungsjahr 2026! Fabian Wierczoch und Philipp Schilling erklären, welche globalen Trends und Zusammenhänge die Getreide- und Ölsaatenmärkte bestimmen und worauf Landwirte beim Vermarkten achten sollten. Politische Veranstaltungen, Netzwerken, Herausforderungen im Ehrenamt und die Zukunft traditioneller Feste – all das gehört ebenso zum Gespräch wie praktische Tipps zur kostensparenden Bewirtschaftung. Und wie beeinflussen eigentlich Entwicklungen in China oder die nächste Maisanbauentscheidung in den USA unsere Felder in Deutschland? Hört rein und erfahrt, wie Fachliches, Alltag, Politik und Markttrends miteinander verknüpft sind – wie immer mit Spaß und ehrlichem Austausch. Wir freuen uns immer über eine positive Bewertung ⭐⭐⭐⭐⭐!

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Transkript anzeigen

00:00:02: Das ist Boden und ständig mit Carina. Dünchem und Johannes Kisters.

00:00:05: Gemeinsam sprechen wir über die Landwirtschaft powered by LEMKEN.

00:00:16: Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Folge von Boden und ständig.

00:00:19: Heute mal wieder mit einem Ausblick vom Agrarmarkt-Podcast. Also

00:00:23: gerne dranbleiben für spannende Insights aus den Märkten.

00:00:27: Und natürlich Carina, dir herzlich willkommen.

00:00:31: Ja, man hört vielleicht gleich, Carina, dir geht's nicht ganz so

00:00:34: gut. Deswegen sage ich jetzt nicht, hoffe, dir geht's gut, sage ich jetzt nicht.

00:00:38: Aber trotzdem schön, dass du dabei bist heute Morgen, Carina. Ja, moin Johannes

00:00:42: und hallo an alle Zuhörer. Schön, dass du alles schon vorweggenommen hast,

00:00:46: Agrarmarkt-Podcast und meine Erkältung. Ja, wir

00:00:49: haben ja kurz gerade schon gesprochen und ich habe es dir ja gestern

00:00:53: Abend auch schon geschrieben, dass ich hoffe, dass meine Stimme durchhält. Ich höre mich vielleicht

00:00:57: ein bisschen nasal an, bitte das zu entschuldigen und vielleicht zu

00:01:00: überhören. Aber ja, es ist Es ist Karneval, es ist

00:01:03: Wetter zum Erkältetsein und irgendwie gefühlt sind ja alle krank

00:01:07: und es war ja eigentlich auch fast klar. Also zur Erklärung, wir haben

00:01:11: ja heute Mittwoch vor, Schwerdonnerstag heißt es ja bei uns.

00:01:16: Als Weiber. Ja, geht die Diskussion wieder los.

00:01:19: Genau, und ja, wir haben morgen noch zwei Auftritte, am Freitag noch einen

00:01:23: und ja, sonntags ja auch Zug und dann kommt ja auch noch Rosenmontag und eigentlich

00:01:26: dachte ich, ich könnte vielleicht dann auch neben Tanzen mal noch ein bisschen

00:01:30: feiern, aber ja, mal gucken, wie das dann noch funktioniert und wie meine

00:01:33: Erkältung Haltung sich hier weiterentwickelt. Also sollte ich wirres Zeug

00:01:37: reden heute, ich habe schon gefrühstückt mit Ibuprofen und

00:01:40: Sinupret und was es da alles nicht gibt und hoffe, wie gesagt, dass ich

00:01:44: durchhalte. Ja, ja, Carina, dann drücken wir die Daumen, dass du

00:01:47: durchhältst. Aber du hast ja schon das Kindernasenspray extra

00:01:51: genommen.

00:01:56: Ja, ja, schön. Aber wenn du sagst, Wetter. Ich weiß noch, letztes Mal habe ich

00:01:59: hier gesessen, habe ich gesagt strahlender Sonnenschein und

00:02:03: Jetzt ist bei uns wirklich richtig herbes Wetter oder

00:02:07: Winterwetter, richtig diesig, nebelig, alles grau. Aber

00:02:11: Winter auch kalt, weil hier hat es 8

00:02:15: Grad. Ich weiß gar nicht mehr, gestern

00:02:18: Morgen glaube ich, musste Matthias noch kratzen, da hat es auch noch mal gefroren.

00:02:22: Und heute Morgen habe ich mich auch wie immer dick

00:02:26: angezogen. Ich bin ja der Zwiebellook-Mensch bei diesem Wetter hier und gehe die Tür

00:02:29: raus. Als ich den Hofladen aufgemacht habe und die Hühner habe ich auch schon versorgt.

00:02:33: Dachte, ich kriege einen Schlag, weil es einfach 8 Grad draußen sind.

00:02:37: Also wir haben mittlerweile seit heute Nacht auch 4,5 Liter Regen. Also es

00:02:41: ist so richtig schön ekelhaft und ich bin richtig froh, dass wir

00:02:44: gestern Morgen dann quasi die Flächen fertig

00:02:48: gepflügt haben, die wir noch zu pflügen hatten, weil das haben wir, jetzt muss

00:02:52: ich gerade überlegen, vorgestern Abend noch gemacht und gestern

00:02:56: Morgen dann noch die Vorgewende im Hellen fertig gemacht,

00:02:59: bevor es dann richtig eklig wurde hier. Und dann haben wir aber

00:03:03: jetzt das wenigstens vor dem Regen noch geschafft. Ja, das hört sich,

00:03:07: das sah auch sehr gut aus, muss ich sagen, mit dem Flug, mit dem ihr

00:03:10: da geflüchtet habt.

00:03:15: Ja, das hat gut geklappt alles mit dem Fliegen. Ja, hat echt

00:03:19: gut geklappt. Also kurze Erklärung, ich

00:03:22: habe es ja nicht großartig kommentiert, weil ich ja leider auch nicht dabei war,

00:03:26: weil ich ein bisschen ans Büro noch gefesselt war. Aber wir haben ja das

00:03:30: erste Mal mit einem Aufsattelflug gepflügt und

00:03:34: wollten das einfach mal ausprobieren, weil wir da auch vielleicht

00:03:37: noch eine Veränderung vornehmen wollen für die Zukunft, um da ein bisschen

00:03:41: schlagfertiger zu werden. Und ich muss sagen, es ist nicht so

00:03:44: schlimm, wie ich es mir vorgestellt habe. Wenn man den Bogen einmal raus hat,

00:03:48: wie man sich drehen muss oder wie man sich am besten dreht,

00:03:53: dann macht das echt Spaß. Auf der anderen Seite muss man aber auch fairerweise

00:03:57: dazu sagen, das waren jetzt auch zwei große Schläge, die wir gepflügt haben.

00:04:01: Also wir haben ja hier von bis alles, wo wir dann auch schon gesagt haben,

00:04:04: so in den kleinen Schlägen weiß ich nicht. Aber

00:04:08: gut, es ist am Ende wahrscheinlich wie mit der Sämaschine damals auch 6

00:04:11: Meter gezogen, ist natürlich was anderes wie 3 Meter angehangen. Und

00:04:15: wenn man den Bogen mal raus hat, was bestimmt auch

00:04:19: verbesserungswürdig noch ist und im Laufe der Jahre dann auch mit Sicherheit

00:04:23: verbessert werden kann, dann funktioniert es aber echt.

00:04:27: Besser als gedacht. Ja, das hört sich doch gerne an. Und jetzt vielleicht noch zur

00:04:30: Erklärung. Also ihr hattet ja einen Diamant 16. Wir hatten ja mit Peter Baumgärtner

00:04:34: mal drüber gesprochen. Diamant 16, Diamant 18 und ihr habt jetzt

00:04:38: quasi einen Diamant 16 gehabt. Das ist ja der mit dem Stützrad, der nicht hinterm

00:04:41: Pflug, also nicht mit dem Stützrad am Ende, sondern mit dem Stützrad

00:04:45: dazwischen. Und ja, das ist ja schön. War es ein 7-Schar

00:04:49: oder 6? 7. Ja, das ist doch schön. Also hattet

00:04:53: ihr jetzt noch Frost richtig zum Pflügen? Also weil du sagst, Matthias musste kratzen und

00:04:57: ihr konntet noch im Frost pflügen, oder war es so, hat man trotzdem fahren konnte?

00:05:00: Nee, also der Boden war natürlich nicht richtig gefroren. Das war so, ich glaube, wir

00:05:04: haben da irgendwie gerade so an den -1 Grad gekratzt oder so. Aber das hier

00:05:08: sind ja auch die leichteren Böden, wo die Kartoffeln hinkommen hier oben. Und

00:05:11: ja, wir hatten nicht, ich weiß gar nicht mehr, davor die Woche glaube ich

00:05:15: mussten wir abbrechen, weil es dann auch geregnet hat. Aber

00:05:19: seitdem halt nicht mehr viel Niederschlag gehabt und dann hat

00:05:22: es eigentlich auch ganz gut abgetrocknet. Wir hatten ja auch einen, wann war das, am

00:05:26: Samstag glaube ich, da war es hier richtig sonnig und warm. Also da hat

00:05:30: man erstmal Wir hatten auch glaube ich 13 Grad

00:05:33: und du hast so richtig gemerkt, wie die Sonne einfach schon so eine Kraft hat.

00:05:37: Das hat so richtig Bock auf Frühjahr gemacht irgendwie an dem

00:05:40: Tag. Ja, und dann ist das halt jetzt, ja, ich glaube so eine

00:05:44: gute Woche, sage ich mal, abgetrocknet. Und ja, wie gesagt, da war jetzt nicht

00:05:48: mehr richtig Frost im Boden, aber so, dass die Bedingungen eben so waren, dass man

00:05:52: das gut dann noch fertig machen konnte. Ich glaube, das waren jetzt dann auch nur

00:05:55: noch über den Daumen gepeilt 2,5-3 Hektar, sowas, was da

00:05:58: noch gelegen hat mit Vorgewenden und so, ne. Und ja, wie gesagt, da die weil

00:06:02: jetzt quasi seit gestern Nachmittag und dann auch, ich glaube, jetzt hier den

00:06:06: ganzen Rest der Woche nur Regen gemeldet

00:06:10: haben, haben wir dann auch gesagt, ne, dann machen wir das mal eben fix fertig,

00:06:13: damit wir da einmal durch sind. Dann, ja, macht ja auch Sinn.

00:06:17: Vielleicht kommt ja noch mal Frost und das gibt noch ein bisschen, obwohl dann, wenn

00:06:20: du sagst, dass die leichten Böden, dann brauchst du ja auch nicht mehr. Ja, man

00:06:23: weiß es halt nicht, ne. Ja, also die Bedingungen waren top, kann man,

00:06:27: kann man gar nicht anders sagen. Ich glaube, für Sonntagnacht irgendwie sind

00:06:30: noch mal sowas wie -3 Grad gemeldet, aber ne,

00:06:34: Anderen Seite, ich glaube, entweder heute oder morgen, ich weiß gar nicht mehr, haben sie

00:06:37: 15 Liter Regen auch gemeldet. Man weiß ja dann auch nicht, was kommt. Und

00:06:41: kommt der Frost dann wirklich? Also ich meine, in Anbetracht der Tatsache, dass wir am

00:06:44: Sonntag Zug haben, beobachte ich das Wetter natürlich

00:06:48: noch mal aus einem anderen Blickwinkel. Und gefühlt habe ich

00:06:52: täglich reingeguckt, mal wieder in sämtliche Wetter-Apps, und gefühlt hat es sich

00:06:56: wirklich alle 2 Minuten geändert, von Sonne und bitterkalt

00:06:59: über Schnee, Regen, Matsch und nicht so kalt war jetzt auch schon

00:07:03: alles dabei. Und wie gesagt, dann haben wir auch gesagt, komm, Es ist

00:07:06: ja nicht mehr so viel, da warten wir jetzt nicht drauf, ob es dann wirklich

00:07:09: noch mal Frost gibt. Also ich glaube schon, dass es, also ich könnte mir schon

00:07:13: vorstellen, dass es noch mal kalt wird. Wir haben ja auch erst,

00:07:16: was soll der 11. Februar, ich meine, das kennen

00:07:20: wir ja alle, das kann ja auch vielleicht blöderweise auch nach hinten

00:07:24: raus noch mal Frost geben, weiß man ja nie. Aber ja, wie gesagt, da

00:07:28: wollten wir jetzt nicht mehr drauf warten, weil es ja so viel auch nicht mehr

00:07:31: war und die Bedingungen auch gut waren. Dann habt ihr auch

00:07:34: kein schlechtes Gewissen am Karnevalswochenende. Genau. Wenn es denn da wirklich

00:07:38: Frost gibt, dann, dass ihr dann noch irgendwie da was machen müsst.

00:07:42: Genau. Müsst ihr denn Karnevalswagen ziehen oder so? Matthias,

00:07:46: ja. Also muss. Also darf. Oder

00:07:50: macht ihr das? Ja, nee, Matthias fährt am Sonntag

00:07:54: auch einen Karnevalswagen. Ja, aber ich gehe ja selber im Zug mit, mit der

00:07:58: Tanzgruppe. Und ja, und ich habe ja schon mal gesagt,

00:08:01: dass ich das eigentlich wenn, dann nur noch

00:08:05: in Ausnahmefällen mache. Aber ja, wie gesagt, es ist

00:08:09: auch immer so ein bisschen, wenn du dann wochenlang irgendwie schon unterwegs bist und da

00:08:12: so deine in Anführungszeichen Pflichten erfüllst, dann bist du auch froh,

00:08:16: wenn du mal vielleicht dann mal einen Tag auch mal ein bisschen feiern

00:08:20: darfst und man nicht noch irgendwas muss. So, und wie gesagt,

00:08:23: wir gehen halt mit der Tanzgruppe mit. Also wir haben

00:08:27: keinen Wagen, sondern sind eine Fußgruppe und Wenn

00:08:31: wir jetzt einen Wagen hätten, dann würde ich wahrscheinlich da auch dann sagen, ja komm,

00:08:35: dann würde ich den ziehen. Aber wie gesagt, ist auch schön, wenn man mal

00:08:38: nichts muss und auch vielleicht mal einen Sekt trinken

00:08:42: darf. Keine Verantwortung. Genau. Ja, das ist ja auch so

00:08:46: was. Also das ist ja eh fraglich,

00:08:49: teilweise je nach Gemeinde, wenn man das so hört, ob das in Zukunft

00:08:54: überhaupt, oder ob das überhaupt noch Zukunft hat mit den Wagen,

00:08:58: weil ja die Auflagen werden da auch immer strenger, auch mit Leuten, die da nebenher

00:09:02: gehen müssen. Und mit gebremsten Wagen

00:09:05: und weiß nicht, was da noch alles für Auflagen sind mittlerweile.

00:09:10: Da ist das wie gesagt eh die Frage, ob das überhaupt noch, was natürlich

00:09:14: schade wäre. Also aber schauen wir mal, wie das in

00:09:17: Zukunft wird. Ja, ja, ich glaube, es ist da wie in

00:09:21: allem bei solchen Veranstaltungen, sei es jetzt irgendwelche Sankt-Martins-Umzüge

00:09:25: oder keiner will nachher den Schwarzen Peter

00:09:28: zugeschoben bekommen, wenn es Wenn irgendwas passieren sollte, das ist

00:09:32: aber jetzt bei uns, ich weiß noch damals, bei der habe ich wahrscheinlich schon mal

00:09:35: im Podcast erzählt, aber auch damit der Landjugend damals, wo wir dann, wir hatten

00:09:38: da immer so einen ganz alten Strohwagen halt mit einer

00:09:41: Auflaufbremse, den hatten wir halt, und den konnten wir dann auch nicht mehr benutzen. Da

00:09:45: musste man sich einen Druckluftgebremsten besorgen, mit, also dann mit

00:09:48: TÜV und allem. Und wobei ich ja auch ganz ehrlich sagen muss, mit dieser

00:09:52: Druckluftbremse, ne, das, das denke ich mir auch immer

00:09:55: wieder, oder das habe ich auch so, zum Beispiel blödes,

00:09:59: blöder Vergleich vielleicht, aber in der Kartoffelernte auch so gedacht, es

00:10:03: ist schon was anderes, wenn du auf dem Roder stehst und hast so einen kleinen

00:10:06: Roder, der nicht druckluftgebremst ist, als wenn du auf einem

00:10:10: großen Roder stehst, der druckluftgebremst ist und der Fahrer vielleicht mal etwas

00:10:13: kräftiger aus irgendeinem Grund, weil irgendwas ist in die Bremse, also das

00:10:17: merkst du ja schon, ne, wo ich mir auch manchmal so denke, je nachdem wie

00:10:20: der Fahrer dann vielleicht bremst, ich meine klar, du hast nicht so das Tempo drauf,

00:10:24: aber eine gute Druckluftbremse, ne, da ist ja auch direkt zu und vor

00:10:28: allen Dingen, wenn du so oben drauf stehst und ja auch nicht damit rechnest, vielleicht.

00:10:32: Da musst du ja schon aufpassen, dass nicht die, die auf dem Wagen stehen, auf

00:10:35: einmal eine Fußgruppe im nächsten Ort sind.

00:10:39: Ja gut, Carina, dann drücke ich euch auf jeden Fall die Daumen, dass ihr schönes

00:10:42: Wetter am Sonntag habt und dass du dann gesund und munter

00:10:46: mitziehen kannst. Das wäre schön. Ja.

00:10:49: Ja, fände ich auch schön für dich. Ich gehe mit meinen Kindern auch zum Umzug

00:10:53: gucken, da freue ich mich schon drauf. Und wir ziehen auch samstags wieder mit. Beim

00:10:57: Kindergarten darf ich da mitziehen. Da habe ich ja schon mal erzählt, Kinderumzug, wo dann

00:11:00: jeder nur so einen Bollerwagen hat. Da bin ich auch aktiv,

00:11:04: aber sonst leider sonst dieses Jahr nicht so stark. Aber sonst

00:11:08: dann auch bei euch Sonntag oder Rosenmontag? Dann der

00:11:11: Rosenmontag. Also das ist in so einem Nachbarort, da ist

00:11:14: Rosenmontag so ein Zug, der ist eigentlich immer ganz nett, das nicht so ein ganz

00:11:18: großer, eher so ein dörflicher Zug, aber man kennt da doch die

00:11:22: ein oder anderen Leute und so. Und ja, das ist schön für die Kinder, ist

00:11:25: nicht so eng, weißt du, bei uns also quasi in der Stadt, in der größeren

00:11:28: Stadt, wo wir jetzt wohnen, dann da ist der Zug schon ziemlich groß und da

00:11:32: sind aber, ist das auch ziemlich eng dann am Rand und so mit den Leuten.

00:11:35: Und dann finde ich das immer so blöd, wenn dann irgendwie alle da schon drängeln

00:11:39: und machen und du stehst da mit den Kindern dazwischen und dann musst du gucken,

00:11:41: dass die Kinder nicht da irgendwie unter den Wagen kommen oder wie auch immer.

00:11:47: Ja, na ja, so viel dazu. Aber Carina, was ich noch hatte, war,

00:11:51: du hattest doch letztens, wie war eigentlich deine Tagung? Nee, wie war nicht eine Tagung,

00:11:55: du hast doch gesagt, du warst bei so einer Unternehmerinnen-

00:12:00: Veranstaltung. Ja, ich hatte vergangene Woche, politische Woche,

00:12:03: habe ich ja schon erzählt, wir hatten ja dienstagsabends Delegierten- und

00:12:06: Mitgliederversammlung vom Bauernverband hier bei uns.

00:12:11: Und ja, mittwochs war ich dann bei der Veranstaltung von

00:12:15: der Frauenunion, also war von der CDU.

00:12:19: Es, wie gesagt, es ist ja Wahlkampf, ne, da finden ja viele solche Veranstaltungen

00:12:23: statt. Und Julia Klöckner war dann auch da und

00:12:27: hat dann eine Rede gehalten. Und also ich sagen, es war ein

00:12:30: sehr angenehmer Termin, weil was ich ja da

00:12:34: immer sehr schätze, ist, dass man eben auch wieder so ein bisschen Netzwerk. So, dann

00:12:38: habe ich da am Tisch gesessen, auch mit einer

00:12:42: jungen Frau, also in meinem Alter, die

00:12:46: ja auch selbstständig ist. Und eine saß noch mit dabei, die

00:12:49: bei einer großen Firma bei uns hier eine Führungsposition hat. Und

00:12:53: ja, war schon interessant, was die so erzählt haben. Und ja, da haben wir

00:12:57: dann auch die Visitenkarten ausgeteilt austauscht, dass man vielleicht auch

00:13:01: mal in Kontakt bleibt wegen der ein oder anderen Geschichte und so. Und ja,

00:13:04: also ich finde, also ich schätze so was, wie gesagt, erstens wegen

00:13:08: Austausch und zweitens, weil es einen manchmal auch so ein bisschen bestärkt. Also ich meine,

00:13:12: ich hatte gestern, gestern glaube ich, oder Montag, was,

00:13:15: heute Mittwoch, Montag habe ich auch eine kurze

00:13:19: Zusammenfassung davon geschrieben

00:13:23: bei Instagram. Und dann habe ich auch gleich schon wieder von so manchen

00:13:27: Leuten, also wenn es politisch wird, ist ja immer schwierig. Und dabei habe ich ja

00:13:30: gar nicht so politisch irgendwie die Fahne jetzt geschwungen und mir ging das jetzt auch

00:13:34: nicht darum, ob das CDU, SPD oder keine Ahnung was ist, sondern mir ging es

00:13:37: um die Veranstaltung an sich. Und dann hatte mir dann auch jemand

00:13:41: geschrieben, so nach dem Motto, ob ich jetzt auch hier so eine Frauenanrufton

00:13:46: war. Irgendwie bist du jetzt auch so eine Frauen an die Macht Tussi oder so,

00:13:49: wo ich mir dann auch so dachte, Leute, darum geht es ja überhaupt gar nicht.

00:13:53: Es ist halt einfach auch, ich meine, Frauen Frauen

00:13:57: genauso wie Männer haben halt einfach unterschiedliche, in

00:14:00: Anführungszeichen, Probleme. Und es ist halt auch einfach mal

00:14:04: nett, sich dann auszutauschen und zu gucken, so wie

00:14:08: löst der eine oder der andere das? Und das macht ja auch immer Mut, so

00:14:11: Veranstaltungen, wenn man dann sieht, ja, okay, die schafft das so und so und

00:14:16: gibt noch mal andere Blickwinkel irgendwie. Und ja, ich nutze

00:14:20: Veranstaltungen halt gerne, weil ich halt auch immer sage, man kann sich halt

00:14:23: einbringen, man kann seine Sichtweise einbringen.

00:14:28: Ja, ich finde es halt so schwierig, dass im Moment so

00:14:32: dieser Tonus hier in Deutschland irgendwie so herrscht, wenn

00:14:35: es um Politik und Wahlen und so geht. Ja, irgendwie

00:14:39: alles ist Mist und so, ne? Und aber keiner aber auch mal

00:14:42: aufsteht dann und irgendwie trotzdem weiter versucht, was zu verändern. Weil ich

00:14:46: sage halt immer, wenn man das Gespräch nicht wenigstens sucht und es nicht wenigstens

00:14:50: versucht, dann kann man halt auch nichts ändern, ne? Nur weil ich zu Hause

00:14:53: sitze und mecker und aus Protest dann gar nicht oder irgendwas anderes wähle, wird

00:14:57: sich halt aber auch nichts ändern, ne? Im Gegenteil. Teil. Vielleicht wird es dann auch

00:15:01: nur schlimmer. Und deswegen, wie gesagt, ist das

00:15:04: meine Meinung, sich da einfach weiter auch einzubringen und zumindest zu versuchen. Und

00:15:08: so waren wir dann auch freitags auf einer Veranstaltung,

00:15:12: auch vom Bauernverband organisiert, wo dann ein Spitzenkandidat von der

00:15:16: Landtagswahl, also der Erste jetzt, Gordon Schnieder, bei uns von der

00:15:20: CDU den Auftakt gemacht hat. Und genauso wird es auch mit den anderen Spitzenkandidaten

00:15:24: noch einen Termin geben. Und wo wir auch echt

00:15:27: richtig gute Gespräche hatten. Und das war halt auch so aufgebaut, er hat am

00:15:31: Anfang ein bisschen was von sich erzählt und so, und dann

00:15:35: durften quasi die Landwirte aus dem Publikum

00:15:39: immer vorne mit auf die Bühne kommen, weil sie saßen dann so an einem

00:15:43: Tisch, sollte so ein auf Augenhöhe Gespräch sein. Und dann

00:15:47: waren jeweils anderthalb Minuten gegeben, was ich eigentlich auch ganz charmant

00:15:50: fand, dass man seine Ängste oder seine Fragen oder

00:15:54: was auch immer vortragen konnte. Und er hatte dann anderthalb Minuten Zeit, darauf zu

00:15:58: antworten. Und Es war tatsächlich so, dass

00:16:01: das, dass das richtig gut gelaufen ist.

00:16:05: So muss ich sagen. Also auch wo ich erst dachte, so anderthalb Minuten ist ja

00:16:09: nicht viel. Aber das hat es natürlich dann auch, weil Politiker neigen

00:16:12: natürlich auch oft dazu, irgendwie dann auszuschweifen.

00:16:16: Und dann war er gezwungen, da auch kurz und knapp drauf zu antworten.

00:16:20: Und ich muss sagen, ich war mit den Antworten schon auch sehr

00:16:24: zufriedenstellend und ich glaube, er hat auch genug mitgenommen

00:16:28: so aus der Veranstaltung, oder hoffe es natürlich zumindest. Und

00:16:32: ja, deswegen waren das dann 3 Tage Politik, aber 3 Tage, wo ich dann

00:16:36: auch sage, ne, das waren alles positive Veranstaltungen, das hat Spaß gemacht

00:16:40: auf ganz vielen verschiedenen Ebenen halt, ne. Ja. Ich,

00:16:43: also du hast schon recht, ne, gemeckert ist immer schnell, aber wenn man irgendwie

00:16:47: konkrete Vorschläge selber machen muss, dann tun sich viele Leute

00:16:51: ja sehr schwer, sehr schwer. Deswegen wäre auch meine Frage bei dieser Veranstaltung,

00:16:55: Mit dieser Diskussionsrunde, ist das denn so, man kennt das ja oft, dass dann eher

00:16:58: negativ, wie sag ich mal, die Politiker da vor

00:17:02: irgendwelche Tatsachen gestellt werden, oder war das schon so eine konstruktive

00:17:05: Diskussion? Verstehst du, was ich meine? Du hast ja oft natürlich, dann werden einfach

00:17:09: Vorwürfe gemacht, wo jetzt der Politiker vielleicht ja nicht unbedingt

00:17:13: was für kann, weil das irgendwie von der EU kommt, oder wie muss man

00:17:17: sich das vorstellen? Weil der kann natürlich nicht auf alle Sachen eine Lösung anbieten.

00:17:20: Nee, natürlich kann er das nicht. Und ich meine, am Ende des Tages sind es

00:17:24: ja auch einfach oft Koalitionen, wo natürlich dann auch

00:17:28: nicht die eine Partei das durchsetzen kann alleine, was sie

00:17:32: eigentlich möchte. So war natürlich auch ein großes Thema, weil

00:17:35: es war auch Obstbauern waren da, es waren auch Winzer

00:17:39: da, und da kam natürlich auch das Thema Mindestlohn zum Beispiel

00:17:43: auf, und wo dann eben

00:17:47: in dem Fall quasi CDU dann auch gesagt hat, ganz klar, mit der

00:17:50: SPD zusammen werden Könnten wir das nicht umsetzen? Aber dann gab es ja auch

00:17:54: diesen Kompromiss, jetzt zum Beispiel mit der kurzfristigen Beschäftigung. Das ist ja auch erhöht

00:17:58: worden. Gab es ja diese 70-Tage-Regelung, was

00:18:01: sozialversicherungsfrei ist, jetzt auf 90 Tage. Und das ist

00:18:05: halt auch ein Problem, natürlich. Also ich finde, es ist immer schon

00:18:09: mal wichtig, trotzdem aufzuzeigen, was die Probleme sind, damit die das

00:18:12: eben auch verstehen. Aber natürlich müssen wir im Umkehrschluss auch

00:18:16: verstehen, dass nicht immer alles so durchgesetzt werden

00:18:20: kann. Also, weil wie gesagt, es ist am Ende ja oft,

00:18:23: und gerade bei Koalitionen, ja, halt ein

00:18:27: Kompromiss am Ende des Tages, und da kannst du nicht immer so deine eigene Meinung

00:18:31: durchsetzen. Und ja, und auch das mit dem

00:18:34: Bürokratieabbau war natürlich auch, also das ist ja das Wort

00:18:38: überhaupt. Und ich glaube, er sagte auch, dass es glaube ich das erste Mal

00:18:42: aufgetaucht ist schon zu Helmut Kohl-Zeiten. Also überleg mal, wie lange wir schon über

00:18:45: Bürokratieabbau sprechen, aber gefühlt kommt ja doch jedes Jahr wieder

00:18:49: noch mal einen on top. Und das natürlich auch ein Problem ist,

00:18:53: klar, wenn natürlich dann das aber Sachen sind, die

00:18:56: auf EU-Ebene beschlossen werden, dann kann das natürlich jemand hier in Rheinland-Pfalz

00:19:01: auch oder in welchem Bundesland auch immer oder auch

00:19:04: auf Ebene von Deutschland jetzt nicht auch einfach

00:19:08: dann wieder aussetzen. Wenn die EU das beschlossen hat, dann ist

00:19:12: das halt so. Ja, und das ist natürlich immer

00:19:16: schwierig. Aber wie gesagt, es waren auf anderen Ebenen

00:19:19: auch sehr viele gute, angeregte Diskussionen und sehr viele

00:19:23: gute Fragen, die er schon auch für mich zumindest

00:19:26: zufriedenstellend beantwortet hat. Und auch du hast halt auch

00:19:30: gemerkt, er hat sich auch Notizen gemacht und so. Also das war jetzt

00:19:34: auch, ich finde es immer schwierig, oder ich finde, dass man oft den Kandidaten

00:19:38: auch anmerkt, okay, bin ich jetzt hier, weil Wahlkampf ist und ich

00:19:41: muss mich dem ja irgendwie hier beugen? Oder ist da wirklich

00:19:45: auch ein Interesse? Und Und auch so, ich meine,

00:19:49: natürlich werden die auch gebrieft und alles, ne, und sind ja dann auch entsprechend schon

00:19:53: ein bisschen vorbereitet. Gut, auf die Fragen von den Landwirten konnte

00:19:57: er jetzt nicht vorbereitet sein, aber du hast auch gemerkt, dass er schon

00:20:00: in vielen Bereichen auch sehr im Thema drin war, ne, dass er das

00:20:04: nicht zum ersten Mal gehört hat. Und das finde ich ist auch immer

00:20:08: schon mal ein gutes Zeichen, wenn man merkt, okay, da ist jemand informiert

00:20:12: und ich will nicht sagen, hat auch ein bisschen Ahnung, aber

00:20:16: hat sich mit der Materie Landwirtschaft und all den Problemen auch schon mal

00:20:20: irgendwie befasst. Ja, das ist auf jeden Fall schon

00:20:23: mal ein gutes Zeichen. Ich meine, wie gesagt, viele Sachen kann er wahrscheinlich,

00:20:27: sieht er wahrscheinlich vielleicht sogar ähnlich, aber ist halt dann, wie du sagst, schwierig mit

00:20:31: der Umsetzung, weil man hat ja auch nicht alle Fäden in der Hand. Hast du

00:20:35: denn auch dich mal vorne an den Tisch dann hingesetzt? Oder?

00:20:39: Ich wollte das. Ich hatte mir auch zwei Fragen notiert, die ich gerne mitnehmen wollte,

00:20:43: aber die dann tatsächlich auch quasi von

00:20:46: Kollegen vorher schon in dem Maß so gestellt wurden.

00:20:50: Und deswegen habe ich mich dann erst mal zurückgehalten.

00:20:53: Aber ich glaube, es ist auch relativ aufgegangen. Ich habe dann fast 2

00:20:57: Stunden da gesessen und es war echt so. Ich dachte nämlich am

00:21:01: Anfang noch so, ist ja immer schwierig, wenn Leute auch dann

00:21:05: vortreten müssen. Ich dachte erst, wir könnten auch 10

00:21:08: werden. Also das ist ja immer so ein bisschen die Angst bei so einer

00:21:12: Veranstaltung dann, dass jemand sich vielleicht dann nicht so traut, vor nach vorne auf

00:21:16: die in Anführungszeichen Bühne zu gehen, sondern oft ist ja

00:21:20: so, dann lieber so vom Platz aus, wenn die Leute schon aufstehen, ist

00:21:23: ja dann schon manchmal schwierig. Aber Tatsache,

00:21:27: ging das echt immer. Also es wurden immer zwei nach vorne geholt

00:21:31: und es war keine Lücke da und niemals so, dass

00:21:34: im Gegenteil, so teilweise dann schon so, dass wir quasi eine Reihenfolge

00:21:38: festlegen mussten, weil bald schon ein paar auf einmal da waren. Und das, also

00:21:42: das fand ich auch echt sehr gut, weil wie gesagt, ich bin der Meinung, dass

00:21:45: man so Chancen, also ob man sich jetzt politisch engagiert oder

00:21:49: nicht, ist ja mal, oder auf

00:21:53: Verbandsebene oder sonst irgendwas, ist ja mal die eine Sache. Aber

00:21:56: trotzdem finde ich, ja, sollte man an so was halt, wenn man die

00:22:00: Möglichkeit hat, dann auch teilnehmen. Und da war ich sehr positiv überrascht, weil die

00:22:04: wirklich auch sehr gut besucht war. Was ich immer so ein bisschen vermisse

00:22:07: bei den Veranstaltungen, und das war eigentlich bei allen drei Veranstaltungen letzte Woche

00:22:11: ist so ein bisschen unsere Generation. Also ich meine, es ist

00:22:15: oft so, dass da wirklich ja dann die

00:22:19: Senioren irgendwie sitzen, wo ich mir so denke, und dann war auch

00:22:22: einer da, der dann auch sagte, von wegen der Nachfolger sitzt schon

00:22:26: daheim bereit. Und ich meine, natürlich sehen die die

00:22:30: gleichen Probleme wie wir, aber ich fände es halt auch manchmal schöner,

00:22:33: wenn noch ein paar mehr ja aus meiner Generation oder auch

00:22:37: Jüngere einfach dabei wären, weil man dann versucht da irgendwie

00:22:41: wenigstens was zu verändern. Und ich glaube, es ist auch noch mal was anderes,

00:22:45: wenn ein junger Unternehmer mit seinen Ängsten da steht, als wenn der

00:22:48: Senior das sagt. Also so allein, ja, aus

00:22:52: psychologischer Sicht, ne. Aber glaubst du, das ist ein Problem der Generation, oder ist

00:22:56: das, war das vor 30 Jahren auch so, dass da nur die Älteren waren und

00:22:59: nicht die damals Jüngeren, die jetzt quasi die Älteren sind?

00:23:03: Frag ich mich immer. Frag, du hast recht, das ist auch bei vielen Sachen, bei

00:23:06: vielen so, Veranstaltungen oder so, oder wie auch immer,

00:23:10: jetzt weiß ich nicht, bei irgendwelchen Ausschüssen oder so, wo man ist, ist das

00:23:14: auch oft, dass halt immer viel ältere Leute da halt sind und nicht so.

00:23:18: Das ist so, ja. Und wir merken das auch, also in den

00:23:21: verschiedenen Vorständen, wo ich ja auch tätig bin, das ist super

00:23:24: schwierig, Nachwuchs zu finden, weil also da stellen

00:23:28: sich eher noch mal Leute, die älter sind,

00:23:32: so kurz vor der Rente, sage ich jetzt mal übertrieben gesagt, auf, als dass

00:23:35: da Wenn du auf junge Leute zugehst, ist es irgendwie oft so,

00:23:39: oh nee, nee, habe ich keine Zeit für, habe ich keine Lust für, fühle ich

00:23:43: mich doch zu jung für, ich weiß es nicht, keine Ahnung.

00:23:46: Aber es ist auf jeden Fall irgendwie schade, weil es ist

00:23:50: ja, es ist natürlich schwierig, was verändern zu wollen, wenn man sich halt nicht

00:23:54: einbringt, ne. Das ist halt, und das ist aber auch oft so dieses,

00:23:58: das haben wir jetzt auch wieder festgestellt, auch so, ne, um da beim Beispiel

00:24:02: Bauernverband auch zu bleiben, so, dann wird halt immer geschimpft, ja, der Bauernverband macht

00:24:05: nichts, oder genauso ist es ja auch mit der Demokratie, ne. Ich Ich meine, das

00:24:08: stützt sich ja nicht nur auf ein paar Leute. Im Endeffekt ist ja jeder angehalten,

00:24:12: sich da irgendwie mit einzubringen, oder kann sich einbringen, wenn er das will.

00:24:16: Und wenn man es aber ja nicht mal versucht, was zu

00:24:19: verändern, und das ist ja das, wo ich damals auch gesagt habe,

00:24:23: ne, ich will es zumindest versuchen, meinen Beitrag da mit

00:24:26: einzubringen, dann ist es halt auch immer schwierig, dann

00:24:30: sich darüber zu beschweren irgendwie, ne. Ja. Wie hast du dich denn, du

00:24:34: hast bei dem Unternehmerinnen-, bei der Unternehmerinnenveranstaltung auch

00:24:38: gesagt, was war da denn auch eine Diskussionsrunde, Oder war das eher das Einbringen dann

00:24:41: über so Netzwerke, wie man das halt so kennt, irgendwie vielleicht im Nachgang zu

00:24:45: den Vorträgen oder so? Oder wie war da auch so eine Diskussionsrunde?

00:24:49: Ja, also es hat erst mal mit einem Vortrag, wie gesagt, von

00:24:53: Julia Klöckner angefangen, die dann auch noch mal so ein bisschen, ja,

00:24:57: also ich fand den sehr mutmachend, den Vortrag auch so nach dem

00:25:00: Motto: Hier Mädels, traut euch und ihr könnt das auch. Und hat dann auch noch

00:25:04: mal so verschiedene Dinge aufgezeigt, wo ich mich wirklich sehr mit

00:25:08: identifizieren konnte auch. Ging es auch so ein bisschen

00:25:12: darum, dass Frauen ja auch oft das Problem haben, dass

00:25:15: sie irgendwie auf ihr Äußerliches und so was reduziert werden. Oder auch dann oft

00:25:19: so, wenn man in der Öffentlichkeit steht, gerade im Social-Media-Bereich, dann

00:25:23: auch eher mal irgendwelche blöden Kommentare dann

00:25:27: unter den Posts findet und so. Ich auch dachte so, ja,

00:25:31: ist einfach so. Und sie sagt dann auch so, als Frau muss man vielleicht auch

00:25:34: einfach noch mal ein dickeres Fell haben, weil ja,

00:25:37: ich weiß gar nicht mehr, welches Beispiel sie genannt hatte, aber auch so nach dem

00:25:41: Motto, ich glaube, sie hat es Angela Merkel und Schröder

00:25:44: quasi verglichen, so nach dem Motto: Wenn die dann da steht

00:25:48: mit einer Frisur und keine Ahnung was, dann wird sich darüber lustig gemacht. Und bei

00:25:51: einem Mann ist das eher seltener dann der Fall.

00:25:55: Will ich auch nicht unbedingt immer über einen Kamm scheren, aber ich glaube auch, dass

00:25:59: wir manchmal halt auf so Dinge reduziert werden und

00:26:02: dass man aber einfach dann darüber stehen soll oder muss.

00:26:07: Das kann bestimmt auch nicht jeder und das ist auch nicht immer einfach. Ich spreche

00:26:10: da auf jeden Fall aus Erfahrung. Aber ja, also

00:26:14: ich fand, es war ein sehr mutmachender Vortrag. Und weil

00:26:18: sie auch sagte, so, und das ist eben das, was ich auch oft

00:26:22: ja bemängele bzw. feststelle, wenn natürlich nur

00:26:26: Männer da sitzen, die ja eine andere Sicht auf die Dinge haben, wie soll sich

00:26:30: dann was verändern, wenn keine Frau da ist, die aber mal sagt, hier,

00:26:33: so und so ist das. Und das ist ja auch das, was ich beim

00:26:37: Thema Landwirtschaft zum Beispiel auch immer wieder sage, in der Politik. Also ein ganz

00:26:41: einfaches, blödes Beispiel: Bei uns hier am Neuburger Neubaugebiet ist ein Kreisel

00:26:45: damals entstanden, der einfach zu klein ist, weil wir müssen durch

00:26:48: diesen Kreisel durch, der gleichzeitig ins Neubaugebiet, aber auch auf

00:26:52: einen Wirtschaftsweg zu unseren Feldern führt.

00:26:55: Und als der damals geplant war, hat sich einfach

00:26:59: niemand Gedanken darum gemacht, dass man da mit einem Mähdrescher rum muss. So, und

00:27:03: dann, und de facto ist es jetzt so, dass der Kreisel zu klein

00:27:06: ist, weil wir da nicht rumkommen mit dem großen Mähdrescher, ne. Und

00:27:10: das ist, das ist ja das, was ich sage, wenn da keiner sitzt,

00:27:14: der davon Ahnung hat. Und das ist ja dann noch nicht mal eine böse

00:27:18: Absicht, möchte ich jetzt einfach mal behaupten,

00:27:21: sondern da hat einfach niemand dran gedacht. Und so sehe ich das halt

00:27:25: mit der Sicht von Frau und Mann und so

00:27:29: halt einfach ähnlich. Und danach gab es dann eben eine

00:27:32: Fragerunde bzw. eine Diskussionsrunde, wo sie dann auch

00:27:35: noch Rede und Antwort gestanden hat. Und ja,

00:27:39: das war auf jeden Fall also eine auch noch mal, wie

00:27:43: gesagt, ermutigend und auch gleichzeitig so dieses, ja,

00:27:47: Frauen haben halt oft das Problem, so ein bisschen zerrissen zu sein.

00:27:50: Oder das ist vielleicht auch heute nicht mehr überall der Fall, aber

00:27:54: mit Kind und Karriere und so ist es ja noch oft so,

00:27:58: dass es eher die Frauen betrifft. Und oder auch die Debatten

00:28:02: mit, ja, mit Rente und Co., wenn du als Mutter

00:28:05: zum Beispiel eine Zeit lang zu Hause bleibst, bleibst. Und so

00:28:09: Geschichten kamen dann eben da auch auf. Und ja, war

00:28:13: natürlich, wie gesagt, war lehrreich und ermutigend irgendwie

00:28:16: zugleich. Ja, kann ich mir vorstellen, solche Veranstaltungen, gerade wenn dann

00:28:20: so Unternehmerinnen dann dabei sind, die auch noch mal andere

00:28:24: Sichtweisen haben. Ich finde das immer ja auch lehrreich, auch

00:28:27: allein schon durch die Gespräche und durch die Persönlichkeiten, die man da kennenlernt und was

00:28:31: die so gemacht haben. Und irgendwie wird man dadurch immer motiviert, finde ich.

00:28:35: Ja, hatte ich jetzt auch wieder bei der DG-Veranstaltung, wo ich da war. Da waren

00:28:39: natürlich viele Leute auch irgendwie, die in unterschiedlichsten Bereichen arbeiten, und

00:28:43: man jedes Mal denkt, habe ich mir gedacht, boah, das war jetzt ja wieder ein

00:28:46: interessantes Gespräch in der Pause. Selbst wenn man sich nur eine Tasse Kaffee geholt hat

00:28:49: und man ist mit einem ins Gespräch gekommen, dann jedes Mal hast du gedacht, boah,

00:28:53: ja, das war jetzt auf jeden Fall interessant. Das hat jetzt

00:28:57: mich einmal persönlich weitergebracht, aber wer weiß, wann ich das vielleicht auch

00:29:00: noch mal, wenn ich den noch mal anrufen kann, um irgendwie was zu planen,

00:29:04: Feldtag oder wie auch immer. Sei jetzt ein interessanter Landwirt oder

00:29:08: ein Berater oder selbst einer von einer Firma, die eigentlich nichts mit Lämmchen zu tun

00:29:11: hat. Aber das ist echt immer das Schönste oder

00:29:15: Interessanteste, finde ich, an solchen Veranstaltungen, wie du jetzt da auch sagst, mit den

00:29:18: Unternehmerinnen oder so. Ich meine, mit den Landwirten, wahrscheinlich kannst du viele davon,

00:29:22: aber da war wahrscheinlich das Lehrreiche, dass du den Austausch dann natürlich mit dem

00:29:26: Politiker mitgekriegt hast. Ja, und man

00:29:30: erweitert ja auch irgendwie immer so seinen Horizont, ne. Also ich meine, natürlich

00:29:34: ging es um viele landwirtschaftliche Themen, um viel, ne, ob es jetzt

00:29:38: Bürokratie ist oder sonst was, was ja irgendwo auch, ne, egal

00:29:41: ob das jetzt ein Winzer ist, ob das ein Ackerbauer ist, ob es ein Obstbauer

00:29:44: ist, ja, alle gleich betrifft. Aber zum Beispiel die Winzer

00:29:48: haben dann sich auch noch mal stark gemacht dafür, weil wir haben ja hier an

00:29:51: der Mosel in Winningen auch viele Steilhänge und auch noch einige

00:29:55: Winzer, und da war dann auch jemand, jemand, der zum Beispiel auch noch mal ein

00:29:58: ganz anderes Thema aufgemacht hat, wo wir quasi eben ja auch schon,

00:30:02: oder das haben wir eben fast auch schon gestriffen, da ging es dann darum, ja,

00:30:06: wie Veranstaltungen halt auch vielleicht künftig aussehen können und müssen,

00:30:10: weil da letztes Jahr, das hatte ich auch schon am Rande mitbekommen, auch das Thema

00:30:13: war, die haben zum einen so einen, ja, so einen

00:30:16: Weinwandertag, sage ich jetzt mal, ne, wo du dann da so die

00:30:20: Steilhänge auch hochgehst und dann gibt's so verschiedene Stationen und Weine

00:30:23: und die du probieren kannst. Und dann haben die eine

00:30:27: Veranstaltung im November immer, ja, Wenningen

00:30:30: im Lichterglanz heißt das, dass so der ganze Ort irgendwie schön beleuchtet. Dann

00:30:34: auch kann man überall bei den Winzern einkehren und so. Und da ging es dann

00:30:38: auch so um dieses Thema Punkt 1 Sicherheitskonzepte und

00:30:41: dass das jetzt zum Beispiel diese Veranstaltung mit dem, mit der Wanderung

00:30:46: quasi ja ganz canceln wollten, weil es könnte ja

00:30:49: jemand, der angetrunken ist, dann da einen Steilhang runterstürzen und so

00:30:53: und ist in den vergangenen Jahren noch nie passiert. Klar, auf der einen Seite

00:30:59: passiert oder ändert sich natürlich oft immer erst was, wenn was passiert ist.

00:31:02: Auf der anderen Seite ist das halt für die, für die

00:31:06: Orte und auch für die Veranstalter auch eine Riesenbelastung, weil es auch

00:31:10: diese Sicherheitskonzepte und so, das ist ja auch alles teuer. Und ich meine, deswegen trinkt

00:31:14: ja einer nicht 3 Flaschen mehr, weil da jetzt Security steht.

00:31:17: Also wer bezahlt das am Ende alles noch? Und das ist ja auch irgendwie so

00:31:20: eine Gefahr ist dann für so

00:31:23: dörfliche oder generell für so Feste. Und ich

00:31:27: meine, das war halt auch noch mal so

00:31:32: ein, so ein, und ja, so ein Blickwinkel, wo ich dachte, so, ja krass, womit

00:31:35: die dann auch so zu kämpfen haben, ist einem vielleicht auch, wenn man auf so

00:31:38: einem Fest ist, gar nicht so bewusst. Also natürlich nehmen wir das wahr, dass auf

00:31:41: Weihnachtsmärkten auf einmal Pöller rumstehen und auch Security darum

00:31:45: läuft und so, was früher vielleicht nicht der Fall war. Aber du machst dir gar

00:31:48: nicht so die Gedanken, wer trägt jetzt eigentlich die Kosten dafür? Wer steht jetzt eigentlich

00:31:51: dafür gerade? Und da war auch dann so ein bisschen die Antwort und der Tonus

00:31:55: auch so, dass wir weg müssen davon.

00:31:59: Ja, also das Leben ist halt immer ein gewisses Risiko. Und auch wenn ich zu

00:32:02: Veranstaltungen gehe oder so, ich meine, du hast ja immer irgendwie ein Risiko und

00:32:06: es kann auch nicht immer jemand für irgendwas aufkommen. So,

00:32:10: und das ist ja das, was ich auch oft sage, so diese, wie habe ich

00:32:14: es genannt, diese Vollkasko-Mentalität, die wir dann manchmal haben.

00:32:17: Wenn irgendwas passiert, dann muss ja irgendwer dafür aufkommen. Und

00:32:21: ja, das war auf jeden Fall auch noch mal ein interessanter Blickwinkel. Wie gesagt, für

00:32:25: mich auch so für Veranstaltungen, da ging es nämlich auch kurz dann um

00:32:28: Karnevalszüge und so, und da ist es ja ähnlich mit den

00:32:31: Sicherheitskonzepten, wo er dann auch sagt, es wäre natürlich schade, wenn dann auch

00:32:35: so traditionelle Feste oder Brauchtümer oder so

00:32:39: was dann auch in Gefahr sind durch so Sachen und dass man da halt auch

00:32:42: aufpassen muss. Ja, das ist auf jeden Fall ein Riesenthema.

00:32:46: Also das hatten wir auch bei uns mit dem Sankt-Martins-Umzug dann, dass auf einmal

00:32:49: anstatt wie sonst die Jahrzehnte vorher ein Feuerwehrauto fährt vorab,

00:32:53: ein Polizeiauto fährt hinterher. Jetzt mussten quasi alle

00:32:56: Zufahrtsstraßen irgendwie durch Fahrzeuge abgesperrt werden und sagen, wir sind

00:33:00: wirklich kein großes Dorf und da ist eigentlich nur Feld. Also wenn ein Auto

00:33:04: kommen würde, dann würde man das quasi schon in 1 Kilometer Entfernung

00:33:07: sehen. Aber das war auch dann mussten, dann mussten die benachbarten

00:33:11: Feuerwehren gefragt werden, ob die dann unterstützen können und so. Da hat auch das

00:33:14: Komitee danach gesagt, wenn das jetzt jedes Jahr so weitergeht, dann kann

00:33:18: man aber sehr schnell den Spaß daran verlieren. Und das ist halt einfach, weil Gefühl,

00:33:22: weil irgendeiner muss halt den Kopf dafür hinhalten und die Leute werden immer

00:33:25: vorsichtiger, verständlicherweise aufgrund dieser

00:33:28: Vollkasko-Mentalität, weil irgendeiner muss halt dafür, soll halt dafür haften.

00:33:32: Aber ja, ist natürlich sehr schade, dass so was dann darunter

00:33:35: leidet, gerade wie Wo man ja eigentlich meint, jeder

00:33:39: ist für sich selbst verantwortlich, dass er dann den Berg

00:33:43: heile runterkommt, auch wenn er vielleicht ein Glas Wein zu viel getrunken hat. Also

00:33:46: sollte man ja meinen, das ist ja so fast schon so wie in Amerika, wo

00:33:50: man auf die Mikrowelle draufschreibt, dass man seine Katze nicht darin trocknen soll.

00:33:54: Ja, also genauso. Ich meine, gut,

00:33:57: jeder, das kann ja genauso gut passieren, wenn man am Wochenende von der

00:34:01: Scheunenfete nach Hause fährt oder läuft. Läuft, also mit dem Fahrrad,

00:34:05: man darf ja nicht mit dem Fahrrad fahren, wenn man getrunken hat. Aber wenn man

00:34:08: nach Hause geht auf irgendeinem Weg, kann halt immer

00:34:12: was passieren. Im Zweifel ist man dafür selber verantwortlich und so. Also deswegen

00:34:16: hätte ich jetzt auch nicht gedacht, dass bei so einer organisierten Wanderung dann da

00:34:19: dafür sichergestellt werden muss, dass jeder da heile

00:34:23: runterkommt. Also ja, na ja, hätte ich, also wie

00:34:27: gesagt, da bin ich, je mehr ich darüber nachdenke, desto

00:34:31: Verrückter finde ich das eigentlich.

00:34:36: Sagt man nicht. Also ja, ich meine, es sind halt andere Zeiten, ne? Und ich

00:34:39: meine, um Gottes Willen, es gibt ja auch genügend Gründe für Sicherheitskonzepte und

00:34:42: Co. aus der Vergangenheit, ne? Das will ich auch gar nicht alles in Frage

00:34:46: stellen, aber am Ende des Tages kannst du auch nicht immer alle

00:34:49: Eventualitäten ausschließen, so, ne? Also ich

00:34:53: meine, dann hast du überall Poller hingesteckt, und dann läuft aber doch

00:34:56: jemand darum und macht irgendwie auf andere Weise irgendeinen Anschlag oder so,

00:35:00: ne? Ich meine, du kannst nicht immer alles

00:35:04: ausschließen und da kann das nicht— Ich bin halt der Meinung, das

00:35:07: Sicherheitskonzept kann dann noch so gut sein, kann ja trotzdem immer

00:35:10: noch was passieren. Und das muss man sich halt auch irgendwo

00:35:14: ja ein bisschen bewusst machen. Und wie gesagt, du kannst auch nicht immer für alles

00:35:17: irgendwie einen Verantwortlichen finden. Das ist aber auch so ein Problem. Das

00:35:21: kam nämlich auch in der Diskussion dann raus. Das führt ja auch wiederum

00:35:25: dazu, dass er heute auch gefühlt kaum noch eine Verantwortung übernehmen will,

00:35:29: weil er ja direkt schon Angst hat, es könnte dann wieder ihm am Ende auf

00:35:33: die Füße fallen und so. Und das ist halt so ja auch so ein Teufelskreis,

00:35:37: was ja auch ein bisschen lähmt dann diverse Dinge. Aber

00:35:41: ja, deswegen meinen größten Respekt allen, die noch irgendwelche Scheunenfäden

00:35:45: verantworten, also Vorsitzende von irgendwelchen Landjugenden oder

00:35:48: Dorfvereinen, Schützenvereinen, weil da darf man ja auch nicht unterschätzen,

00:35:52: der Vorsitzende oder so, der dann quasi der Organisator oder der hauptverantwortliche

00:35:56: Organisator ist, der ist da auch immer dann mit in der Bredouille

00:36:00: bei all den Auflagen. Und wenn was passiert, deswegen mein Respekt davor

00:36:04: und danke, dass ihr so was noch macht. Auf jeden Fall. Kann man ja auch

00:36:08: mal sagen. Ja, na ja, das hört sich

00:36:11: auf jeden Fall nach einer spannenden Woche an, Carina, mit deinen politischen Aktivitäten. Und

00:36:15: wie war deine Woche so mit deinen ganzen Treffen? Du hast ja auch

00:36:19: einige Treffen. Nee, wie schon gesagt, ich war ja bei der DLG-Veranstaltung,

00:36:23: war das erste Mal ja in Marktoberdorf bei Fendt, war ja die Tagung,

00:36:27: und dann bin ich ja auch einen Tag vorher angereist. Dann habe ich am nächsten

00:36:31: Tag vor der Tagung eine Werksführung gekriegt. Das war auch sehr beeindruckend, wie das

00:36:35: bei Fendt läuft. Wenn man jetzt, ich meine, ich kenne mich bei uns im Werk

00:36:38: ja relativ gut aus, wie du weißt, weil ich auch die Werksführung mache und so.

00:36:42: Wenn man das dann noch mal sieht, da bei Fendt, ist das schon echt einfach,

00:36:46: ja, natürlich ist das eine andere Hausnummer, wenn man da so eine Getriebemontage

00:36:50: sieht, wo man meint, man arbeitet da quasi im sterilen Raum,

00:36:53: wo alles einzeln mit Tütchen abgepackt ist, damit da keine

00:36:57: Späne reinkommen in so ein Getriebe. Und ich meine, bei Lemken ist die

00:37:01: Montage natürlich nicht, also auch sehr filigran zum Teil, aber

00:37:04: nicht so filigran wie jetzt so eine Getriebemontage. Das ist einfach so. Und

00:37:08: wenn man dann sieht, wie alles da getaktet ist und

00:37:12: bis aufs Letzte, wann welcher Getriebeblock mit welchem

00:37:16: Schlepper dann zusammengebaut wird und so, das war schon sehr beeindruckend. Und auch

00:37:19: dieses ganze Gelände da einfach Ach ja, war schon interessant,

00:37:23: muss ich sagen. Dann war ich natürlich da, habe ich mich noch mal

00:37:27: mit ein paar Kollegen getroffen von Fendt, auch mit denen wir so viele Sachen

00:37:31: organisieren, irgendwelche Veranstaltungen oder Traktoren, oder wenn die noch

00:37:34: mal einen Traktor brauchen, mit denen habe ich mich getroffen. Dann war halt die Tagung

00:37:37: und da ging es eigentlich um Effizienzsteigerung in der

00:37:41: Landwirtschaft. Dann war natürlich ein großer Themenblock Elektrifizierung von

00:37:44: Traktoren oder alternative Antriebe. Wo eigentlich dann

00:37:48: die einstimmige Meinung sozusagen war, dass so wie jetzt

00:37:52: die Traktoren so bis 80, 100 PS, die könnten einigermaßen

00:37:56: sinnvoll elektronisch betrieben werden und darüber musste man sich halt

00:38:00: andere Gedanken machen mit E-Fuels, also mit diesen nachhaltigen

00:38:04: Kraftstoffen. Das war natürlich jetzt nicht so der erste Tag, da ging es mehr

00:38:08: um diese Traktorengeschichten und so, und am zweiten Tag ging es dann auch um Drohnen,

00:38:11: Sprühdrohnen, Jetzt auch, wo du gerade sagst, in Steillagen zum

00:38:15: Beispiel gibt es da ja auch jetzt schon Ausnahmeregelungen,

00:38:19: um mit Drohnen dann auch Pflanzenschutz auszubringen. In der Schweiz wird

00:38:23: aber auch ein Schweizer Professor, der hat darüber schon berichtet, oder bei denen ist

00:38:27: das schon deutlich vorausgeschrittener sozusagen. Das ganze Thema,

00:38:31: das war jetzt schon, das war dann doch mal ein bisschen interessanter, weil das so

00:38:34: ein bisschen mehr auf den pflanzenbaulichen Teil einging, auch Spot

00:38:37: Spraying. Dann sozusagen hat man Wenn man jetzt zum Beispiel irgendwelche

00:38:41: Distelnester hat, dass man dann theoretisch ja

00:38:44: das mit einer Drohne könnte, die wegzuspritzen, dass man dann nicht

00:38:48: extra mit dem Schlepper und der Spritze über den ganzen Acker fahren müsste, aber das

00:38:52: auch dann immer noch unter gewisse Regularien fällt bzw.

00:38:56: eigentlich fast nicht möglich ist. Und ja, wie schon gesagt, das

00:38:59: Interessante, oder fast, also für mich jetzt von Lemken-Seite aus

00:39:03: Interessantes, sind halt diese Gespräche in den Pausen. Also wurden auch immer großzügige Pausen dann

00:39:07: gemacht, ne, wo man dann auch mal auch ein tiefergehendes Gespräch

00:39:11: mal führen konnte mit irgendwelchen anderen Leuten, Professoren, Beratern,

00:39:14: hast du nicht gesehen. Und dann abends gab's ja noch so

00:39:18: ein, dann ja, so ein Get-together nennen die das immer, wo man dann halt noch

00:39:21: mal halt gemütlich bei einem Kaltgetränk da zusammensitzt

00:39:24: und sich austauscht. Ja, und dann war ja, dann bin ich

00:39:28: mittwochs wieder nach Hause gefahren, also am zweiten Tag, und donnerstags waren ja

00:39:32: hier die Kollegen von Rapool zu Gast, die du, die dir auch

00:39:36: bestens bekannt sind. Durfte ja auch einen kurzen Impulsvortrag halten.

00:39:40: Ich habe auch nur 2 Bilder aus Alpen bekommen.

00:39:43: Schöne Grüße an der Stelle an die Rapunzel-Mädels von den

00:39:47: Plakaten oder beziehungsweise Bildern, die mit mir da hängen, wo sie dann

00:39:50: Selfies geschickt haben.

00:39:54: Ja, stimmt, Sebastian hat auch einen Vortrag gehalten, natürlich dann über

00:39:58: Rapssüchtung, und ich habe über Aussaattechniken und wie man da welche

00:40:02: Stellschrauben man da machen kann für,

00:40:06: ja, für einen präzisen, für eine präzise Rapsaussaat. Und dann war noch ein interessanter Vortrag

00:40:09: auch über ja,

00:40:13: so sage ich mal, ja, Anbauverfahren und wie man da umgehen könnte mit Beisaaten und

00:40:17: welche Themen es da sonst noch so gibt. Und das war auch danach eine

00:40:21: gute— dann gab es ja noch eine Diskussionsrunde mit zwei Landwirten, die komplett

00:40:24: unterschiedliche Herangehensweisen hatten beim Rapsanbau. Der eine war eher

00:40:28: extensiver, der andere ja intensiver,

00:40:32: aber dann auch mit der Drilltechnik.

00:40:35: Der war, also der Kunde hat eine Solitär-PT zum Beispiel,

00:40:39: und ist aber der Meinung, oder der sagt, er kann mit seiner Maschine

00:40:43: so weit die Saatgutstärke reduzieren, wie man das

00:40:47: fast mit einer Einzelkorn-Sämaschine kann, weil der Feldaufgang einfach so gut ist. Dadurch, dass

00:40:51: wir diese vorlaufende Trapezpackerwalze haben, das parallelogrammgeführte

00:40:54: Doppelscheibenschar, das Gleiche wie ihr auch an der SÜDTEC 25 habt,

00:40:59: und dadurch, dass die Quer- und Längsverteilung so gut ist, geht er

00:41:02: halt auch teilweise bis unter 25 Körner pro Quadratmeter runter.

00:41:07: Also mit der in Anführungszeichen konventionellen Sämaschine, mit einer

00:41:10: Kreiselegge vorab, und erzielt dann

00:41:14: Top-Erträge damit und ist damit auch sehr zufrieden. Und dann

00:41:17: war der andere, der macht halt Controlled Traffic Farming, und der

00:41:21: macht auch, sag ich mal, konventionelle Aussaat, aber nicht

00:41:25: mit so reduzierten Aussaatstärken. Aber da ging es eher darum, wie er dann so

00:41:28: dazu steht. Der macht dann ein bisschen reduziertere Bodenbearbeitung, nicht so tiefgründig.

00:41:33: Und da war dann auch so eine Diskussionsrunde. Das war auch sehr,

00:41:37: ja, ja, sehr interessant einfach. Ich meine, die Ansicht von dem Lemken-Kunden, die

00:41:41: kannte ich, weil ich mit dem schon öfters ja auch gesprochen hatte. Und aber auch

00:41:44: diese anderen Ansichten waren sehr spannend. Dann haben wir halt noch nachher noch einen

00:41:48: Werksrundgang gemacht durchs Werk, was auch dann wieder, wo dann

00:41:51: auch viel noch mal diskutiert wurde und auch fachlich diskutiert, weil

00:41:55: da waren natürlich viele Landwirte dann auch da. Ganz lustig.

00:41:59: War einer, der kam mir irgendwie so bekannt vor. Und dann habe ich so gesagt,

00:42:03: ich kenne Sie doch irgendwoher. Und dann sagt er, ja, ja, wir haben uns doch

00:42:06: gesehen in Kruf. Ja, in Kruf bei der Veranstaltung. Ich so, nee, sind

00:42:09: jetzt sehr— nee, wo war das, wo wir, wo wir uns gesehen haben? Von der

00:42:12: Saatenunion bei der Versicherung? Polch? Nee, in

00:42:16: Polch war Polch. Ja, Polch. Ja, da war ich doch, da war ich doch. Der,

00:42:19: der war dann auch von der Saatenunion ein Verkäufer, der dann quasi mit

00:42:22: seinem ganzen Auto voller Kunden gepackt hat und dann auch dahingefahren sind, weil die auch

00:42:26: das Werk mal sehen wollten und so. Und Witzig, so klein ist die Welt.

00:42:29: Ja, also eine weite Anreise in Kauf genommen. Nee, aber deswegen,

00:42:33: da war guter Teilnehmerkreis und

00:42:36: interessierte Fragen, eine angeregte Diskussion. Deswegen, da war ich auch

00:42:40: froh. Und am Freitag habe ich dann noch ein bisschen Büro gemacht und dann war

00:42:43: auch die Woche gut sein gelassen.

00:42:48: Ja, ja, ja. Und jetzt steht ja schon wieder Karneval quasi vor der Tür. Aber

00:42:51: bevor wir jetzt mit Karneval anfangen, Carina, jetzt würde ich aber mal sagen, haben wir

00:42:54: die Zuhörer lang genug warten lassen. Jetzt machen

00:42:58: wir mal hier, hören wir uns mal an, was die zwei Kollegen vom Agrarmarkt-Podcast

00:43:02: so für das Jahr 2026 so

00:43:06: prognostizieren, oder? Unbedingt, ja. Herzlich

00:43:10: willkommen zu unserem Ausblick 2026. Hier ist Philipp

00:43:13: Schilling, ich bin Landwirt, aber 10 Jahre internationalen Agrarhandel tätig. Und mein Name ist

00:43:17: Fabian Wirtz, ich habe 2019 als Agrarhändler in Deutschland angefangen, anschließend gearbeitet und

00:43:21: bin heute Energy Trader in Amsterdam. Ja, Philipp, wir sind ja

00:43:25: heute zu Gast im Boden und Ständig Podcast hier und wollen so ein

00:43:28: bisschen darüber sprechen, was ist denn so eigentlich der Ausblick für 2026,

00:43:32: wenn es um die Getreidemärkte geht? Genau, wir freuen uns natürlich

00:43:36: immer, hier auch zu Gast sein zu dürfen. Wir hatten ja, wir waren

00:43:40: ja auch schon mal live dabei, als wir zu viert diskutiert haben, das hat auch

00:43:43: sehr viel Spaß gemacht. Aber heute wollen wir ein kleines Snippet

00:43:47: geben. Und ja, wenn du mich fragst, 2026,

00:43:52: Was kommt jetzt eigentlich auf uns zu? Ich übernehme ja bei uns

00:43:56: häufig so die Agrarbrille, du die Makrobrille. Dann muss

00:44:00: ich sagen, 3 Themen, die mich

00:44:03: am meisten umtreiben, wenn ich ans Jahr 2026

00:44:07: denke. Das erste ist, Ölsaaten sind im

00:44:11: Verhältnis attraktiver als Getreide. Das sehen wir sowohl beim

00:44:14: Raps jetzt beispielsweise in Deutschland gegenüber Weizen. Da ist

00:44:18: jetzt aktuell das Verhältnis an der Mativ, das ist in der eher Frankreich, aber sagen

00:44:22: wir mal auf Europa bezogen, 2,3, 2,4 so,

00:44:26: das ist häufig auch schon[No speech]

00:44:29: deutlich teurer, relativ gesehen zum

00:44:33: Weizen. Und auch in den USA, und das ist natürlich jetzt auch eine spannende

00:44:36: Beobachtung, wenn wir im Verhältnis 2,1 gewesen, das heißt

00:44:40: Ölsaaten, Raps, Weizen jetzt in Zukunft, und da sehen wir

00:44:44: doch einen erheblichen Unterschied. Was im Gegenteil weniger attraktiv

00:44:47: ist, das sind ja die Getreidemärkte, und da[No speech] haben ja alle Zuhörer mitbekommen,

00:44:51: dass die Preise massiv runtergekommen sind in den letzten Jahren und sich die

00:44:55: fundamentale Situation jetzt auch nicht unbedingt verändert hat. Wir

00:44:59: haben überversorgte Märkte, wir haben hohe Lagerbestände und die Nachfrage ist

00:45:02: eher schwach und wir befinden uns mittlerweile auf dem Niveau, das nahe

00:45:06: oder bei oder vielleicht sogar unter den Produktionskosten ist.

00:45:11: Wenn wir darüber nachdenken, dass Soja und Mais konkurrieren um die

00:45:14: Fläche, bullische Tendenz vielleicht aufkommt. Na ja, wenn man jetzt mal ganz

00:45:18: ehrlich auf die aktuellen Märkte schaut, dann. Sieht man natürlich, gibt's

00:45:22: da so ein bisschen Hoffnung, Philipp, dass da vielleicht im Jahr 2026 mal so ein

00:45:25: bisschen geerntet. Australien, ja,

00:45:29: ist ja noch dabei, zum Teil davor, aber gerade

00:45:33: Argentinien hat auch eine Rekordernte bei Weizen eingefahren. Das heißt,

00:45:37: diese ganzen Sachen liefen sich, und auch die Wettermärkte, dann sieht man, die

00:45:40: Südhalbkugel hat auch sehr gute Gefahr, auf der Nordhalbkugel Nordhalbkugel,

00:45:44: Russland, aber auch USA.

00:45:48: Auch Trockenheit kann noch eine Rolle spielen, aber aktuell sehen die

00:45:52: Saaten noch relativ gut aus. Das heißt, das spricht jetzt erstmal nicht dafür.

00:45:56: Und was auch nicht dafür spricht, obwohl du mich nach dem Gegenteil gefragt hast,

00:46:00: ist diese abermaligen Rekorderträge für Soja wie auch für Mais in den USA.

00:46:04: Das heißt, insgesamt doch sehr, sehr gut versorgt die Welt. Aber

00:46:08: klar, ich meine, was wir natürlich jetzt beobachten müssen, ist dann

00:46:11: in spätestens 2 Monaten, 3 Monaten, gibt es da irgendwelche

00:46:15: risiken gerade super und alles, was wir sonst so beobachten, und da ist

00:46:19: sicherlich Frost noch nicht abzusehen, oder bezüglich

00:46:22: Frühjahrstrockenheit und so weiter, aber das ist noch weit weg. Am

00:46:26: Ende hängt der Weizenmarkt nahezu vollkommen am Maismarkt,

00:46:30: das heißt, was im Maismarkt passiert, das beeinflusst dann die Getreidepreise bei uns

00:46:34: auch, die Weizenpreise bei uns in Deutschland. Und

00:46:37: du hast ja schon angesprochen, diese gigantische Maisernte in den USA, das war ja

00:46:41: so der hauptbärische Faktor jetzt im vergangenen Jahr, aber dann dadurch eben

00:46:45: auch so die Frage, frage, ja, jetzt in den nächsten Monaten, wir sind ja jetzt

00:46:48: gerade im Februar, im Februar treffen die amerikanischen Landwirte ihre

00:46:52: Anbauentscheidung für das kommende Jahr. Pflanzen sie halt auch Mais,

00:46:55: wie es ja auch immer jetzt in den letzten Jahren war? Wie viel Mais

00:46:59: wird denn jetzt im kommenden Jahr wieder ausgesät? Wie viel Fläche wird in den USA

00:47:03: ausgesät? Und das ist vielleicht so die einzige bullische Tendenz, die ich da so

00:47:07: erschnüffeln kann. Wenn da eine Überraschung kommt, dass da mal so ein bisschen

00:47:10: Erleichterung kommt, aber ansonsten, ja, wie du sagst, es sieht halt global

00:47:14: recht gut aus. Ja, genau, also das meine ich auch, dass

00:47:17: das Ölsaaten im Verhältnis besser bezahlen als Getreide. Das

00:47:21: wirkt natürlich genau, pflanzen sie mehr Soja, und deswegen jetzt vor allem in

00:47:25: den nächsten Wochen. Und wir gehen natürlich auch von

00:47:28: Riesenernten aus. Ich hatte schon gesagt, was schon passiert ist auf der Südhalbkugel

00:47:32: bezüglich Weizen. Wir gehen von einer Riesenernte für Soja

00:47:36: und auch für Mais in Brasilien aus, in die Richtung weniger

00:47:39: Maisfläche theoretisch als als USA an Fläche, diese großen Ernten

00:47:43: weiter kommen. Das heißt, die Überraschung wäre, wenn sie nicht kommen, und

00:47:47: da kann man ja vielleicht dann auch mal sagen, okay, das heißt, es ist noch

00:47:50: nicht aller Tage Abend, und du hast schon gesagt, wir sind kostenmäßig

00:47:54: mittlerweile über den aktuellen Preisen. Auch das, gerade wenn man in die

00:47:58: USA guckt, war häufig nicht lange der Fall. Deshalb

00:48:01: ist da noch richtig, richtig viel Luft nach unten, da würde ich ein

00:48:05: starkes Fragezeichen setzen. Also der Markt rechnet natürlich auch mit diesen großen

00:48:09: Ernten und auch das ist aus aktueller Sicht schon Fragezeichen dran machen, spricht

00:48:12: viel für einen Seitwärtsmarkt. Da muss man wahrscheinlich sagen, ja,

00:48:16: Gesamtnachfrage am Ende, Getreidemärkte sind ja keine Insel innerhalb der

00:48:19: Economy, innerhalb der Wirtschaft, sondern werden natürlich durch steigende oder

00:48:23: fallende gesamtwirtschaftliche Nachfrage beeinflusst. Deswegen sprechen wir ja auch im

00:48:26: Agrarmarkt-Podcast regelmäßig über Makro und was da so passiert. Und da

00:48:30: sieht man halt, Europa stagniert, China stark, was ja auch von der

00:48:34: Makroperspektive unterstützt wird, also von der wirtschaftlichen Wachstum

00:48:37: anziehen wird wegen der großen Stimulusprogramme, das die

00:48:41: Trump-Administration letztes Jahr beschlossen hat, die Big Beautiful Bill.

00:48:45: Und der Haupteffekt von dieser Bill wird eben im Jahr 2026 erwartet.

00:48:48: Deswegen geht der Markt zum aktuellen Zeitpunkt davon aus, dass das Wirtschaftswachstum in den USA

00:48:52: sogar anzieht. Aber ist so ein bisschen so ein Fragezeichen vor

00:48:56: dieser oder nach dieser These, weil der Arbeitsmarkt in den letzten

00:48:59: Monaten in den funktioniert. In den USA gehen die Märkte aktuell

00:49:03: davon aus, dass das Wirtschaftswachstum— wenn der Arbeitsmarkt schwächelt, dann heißt es ja

00:49:07: letztendlich, dass der Konsum auch schwächeln wird. Und wenn der Konsum schwächelt, dann wird

00:49:10: letztendlich auch die Industrieproduktion schwächeln. Und das ist ja dort, wo dann auch viele

00:49:14: Agrargüter reingehen, also Mais halt dann in Ethanol, weil es verfahren wird

00:49:17: entweder in Privatfahrzeugen oder dann die

00:49:21: Ölsaaten als Diesel in den USA alles andere als Stärke gezeigt

00:49:24: hat. Und am Wird die USA tatsächlich stärker

00:49:28: wachsen oder wird sie das nicht? Und rübergeschaut nach Europa und auch

00:49:32: nach Asien, nach China, diese Stagnation, die wir in Europa haben,

00:49:35: kommen wir da mit diesem Stimulusprogramm, was jetzt in Deutschland auch auftritt,

00:49:39: und das ist so das Hauptthema für 2026, am

00:49:43: Ende bleiben wir weiter in dieser Stagnation, in dieser Rezession hier in Europa?

00:49:46: Und gerade wenn wir über Rohstoffe sprechen und deren Nachfrage, dann reden

00:49:50: wir eigentlich auch häufig über China. Die sind nun mal der größte

00:49:54: der größte Sojaimporteur der Welt, die sind ein sehr großer Maisimporteur. Und sag

00:49:57: noch mal zwei Sätze zu China, wo ist da vielleicht die Hoffnung am

00:50:01: Horizont? Ja, Hoffnung bei China ist echt ein bisschen schwierig. Ich habe

00:50:05: gerade kurz nachdenken müssen, aber die Sache ist ja

00:50:09: folgende: China hat eine gigantische Immobilienblase und

00:50:13: eine Bevölkerung, die vornehmlich in Immobilien gespart hat. Jetzt gehen

00:50:16: die, die besetzt worden sind, raus oder verpufft es am Ende relativ schnell am Anfang

00:50:20: des Jahres und gehen in ihren Konsum zurück, weil sie das Gefühl haben, sie werden

00:50:23: ärmer, und weil sie ja tatsächlich auch ärmer werden, wenn die Immobilienpreise runtergehen. So, und

00:50:26: dieser schwache Konsum zieht Immobilienpreise nach unten, die Leute werden also

00:50:30: ärmer und halten dementsprechend, wenn ein Gewerbe nicht ausgelastet ist,

00:50:34: aber wenn die heimische Industrie nicht ausgelastet ist, da geht es der Bevölkerung wieder schlecht,

00:50:37: Arbeitslosigkeit und dann Konsumzurückhaltung, dann bist du in so einer

00:50:40: Teufelsspirale drin. Und diese Teufelsspirale versucht die chinesische Regierung seit

00:50:44: Jahren, seit Covid eigentlich, zu brechen und schafft es einfach nicht. Da kommt Stimulusprogramm

00:50:48: nach Stimulusprogramm, da kommen irgendwelche Auflagen, dass lokale Gemeinden

00:50:51: Immobilien kaufen laufen müssen, und trotzdem kommen sie aus dieser schleppenden

00:50:55: wirtschaftlichen Situation nicht heraus, und das Wirtschaftswachstum schwächt sich ab und schwächt sich

00:50:59: ab und schwächt sich ab. In China sorgt dann

00:51:02: dafür, dass die heimische Industrie das wahrnimmt. Ja, aber dann müsste irgendwie ein Wunder passieren,

00:51:06: dass aus heiterem Himmel der Konsum in China anzieht, aber das sehe ich zum

00:51:10: aktuellen Zeitpunkt nicht, sondern eher das Gegenteil, dass China versucht,

00:51:14: die Rettung im Export zu nehmen, indem jetzt die Produkte

00:51:17: nicht mehr auf dem Heimatmarkt verkauft werden, auch nicht mehr nach Nordamerika, weil ja

00:51:21: Trump mit seinen Zöllen dort Deswegen so

00:51:25: Hoffnung bei China nach Europa, was unsere Industrie wieder belastet.

00:51:28: Also, dass in China was Positives passiert, müsste aus

00:51:32: heiterem Himmel die Konsumstimmung dort steigen

00:51:36: oder die Regierung einfach jeglichen Handel eingedämmt

00:51:39: hat und stattdessen fluten jetzt diese billigen chinesischen Produkte rüber zu uns, massiv

00:51:43: verschuldet, aber noch weiter verschuldet und fast so Blankostimuluschecks

00:51:47: aushändigen. Da gibt es tatsächlich so Bedenken, aber dort läuft

00:51:51: man massiv sich Schulden sind ja schon relativ hoch, die

00:51:54: Haltung aufgeben und eher so amerikanisch, US-amerikanisches Modell

00:51:58: anwenden, Stimuluschecks, und dann ja, nach mir die Sintflut und fuck it, die

00:52:02: Schulden hoch und bis zum Gehtnichtmehr, aber Hauptsache die Wirtschaft läuft.

00:52:06: Das wäre das, aber das halte ich für relativ unwahrscheinlich, dass das passiert.

00:52:10: Ja, und mich bringt das an eine. Diskussion innerhalb von China, sollen wir diese.

00:52:14: Fiskal eher konservative Haltung auch für Agrarrohstoffe, weil

00:52:17: die am Ende ja natürlich auch daran hängen, was ansonsten im

00:52:21: Rohstoffmarkt Was. Ich noch dazu sagen muss, was ja auch

00:52:25: fast— wir hatten mal einen sehr interessanten Interviewgast bei uns, Henning

00:52:28: Leuschtein von Eurasia, das ist eine Analysefirma für Geopolitik. Und

00:52:32: in dieser Folge, was mir so. Eigentlich— und das spricht ja für eine

00:52:35: gedämpfte Nachfrage letztlich, was du da sagst—. Die chinesische

00:52:38: Bevölkerung, die schrumpft jetzt. Und das denkt

00:52:42: man, okay, ja, ist ja nicht so schlimm, Bevölkerung in Deutschland

00:52:46: schrumpft ja auch bald, aber in China schrumpft sie eben jetzt passt schon. Und das

00:52:49: bedeutet, dass jedes Jahr Millionen weniger

00:52:52: Leute in China leben und dementsprechend auch die Nachfrage dieser Millionen an Leuten

00:52:56: nicht mehr da ist, unter anderem auch für Agrargüter. Und

00:53:00: das hat mir richtig die Augen aufgeöffnet. Und ich hatte mit ihm bei einem Arbeitsevent

00:53:04: mal gesprochen, war die Tat viel—. Spricht durch dieses Überangebot und diese

00:53:07: schwache Nachfrage für geringe Volatilität. Das heißt, was wir eigentlich

00:53:11: schon seit September bis heute sehen, eine relativ

00:53:15: geringe Schwankungsbreite der Preise, lässt mich eigentlich zu 3

00:53:18: Thesen jetzt am Ende kommen. Das eine ist, Fenster,

00:53:22: die sich immer mal wieder bieten, jetzt gerade für Gerste, oder wir haben es auch

00:53:25: für Raps gesehen, im Verhältnis, die dann zu nutzen,

00:53:29: wenn sie da sind. Also vielleicht nicht dieses, ich vermarkte von jedem Produkt

00:53:33: immer einen Durchschnitt jede Woche, sondern da ein bisschen mehr drauf zu achten.

00:53:37: Das heißt natürlich, man muss wesentlich enger am Markt bleiben, man muss

00:53:41: halt erkennen, wann diese Chancen für die einzelnen Produkte da sind, und dann die

00:53:44: richtigen, wenn auch kleinen Entscheidungen treffen. Treffen. Und das andere

00:53:48: ist, sollte wirklich überraschenderweise was passieren und zu einer

00:53:52: kleineren Preisexplosion, sage ich mal, das Ganze,

00:53:55: und da ist es dann halt wichtig, diese unterschiedlichen Vermarktung,

00:53:59: Knappung oder zumindestens das Kommen, was nicht ausgeschlossen ist, es braucht halt

00:54:03: nur eine signifikante Angebotsverknappung zugreifen, und gerade was Vermarktung

00:54:06: neuer Ernte angeht, dann auch mal richtig zu lang. Ich glaube, diesen Mut

00:54:10: muss man dann haben, wenn man ansonsten, und das haben wir uns auch die Jahre

00:54:13: 2014 bis 2019 gelernt, wenn es dann Chancen gibt,

00:54:17: dann auch beherzt zugreifen. Wenn ihr jetzt den Zeitpunkt nicht verpassen wollt, an dem

00:54:21: mal was los ist in den Märkten und an dem ihr vielleicht mal ein bisschen

00:54:23: genauer auf die Vermarktung schauen sollt, hört gerne in den wöchentlichen Agrarmarkt-Podcast

00:54:27: bei uns rein. Philipp und ich, wir sprechen jede Woche über Getreidemärkte und haben auch

00:54:30: spannende Interviewgäste bei uns zu Gast. Und ansonsten wünschen wir euch viel Erfolg für

00:54:34: das Vermarktungsjahr 2026 und euch, Carina und Johannes, ein

00:54:37: erfolgreiches Podcastjahr. Ja, Philipp und Fabian, vielen Dank wieder für

00:54:41: eure Einschätzung. Ich finde es immer wieder

00:54:45: faszinierend, welche Zusammenhänge alle da

00:54:48: zusammenkommen, um dann nachher den Preis

00:54:52: für die Landwirte hier jetzt für unsere Zuhörerschaft in Deutschland dann

00:54:56: festzulegen. Ja, wie gesagt, vielen Dank für euren Ausblick und

00:54:59: euch natürlich auch ein erfolgreiches Podcastjahr und dir Philipp auch

00:55:03: ein erfolgreiches Vermarktungsjahr. Ja,

00:55:07: Carina, und dir wünsche ich auch ein erfolgreiches Vermarktungsjahr

00:55:11: jetzt schon mal vorab. Auf jeden Fall. Was konntest du denn als

00:55:15: Punkt mitnehmen, den du, der dir jetzt erstmal als Erstes im

00:55:19: Kopf geblieben ist? Ja, ich möchte den beiden natürlich auch erstmal

00:55:23: recht herzlich danken für ihren Ausblick. Ich höre den

00:55:27: beiden ja einfach gerne zu, und das war ja auch damals bei der Podcast-Folge schon

00:55:31: so, das ist einfach Wahnsinn, wie die beiden da auch im

00:55:34: Thema drin sind. Und ich finde persönlich, obwohl

00:55:38: ich jetzt gar nicht so intensiv, habe ich ja auch schon oft gesagt, man

00:55:42: müsste viel intensiver im Thema drin sein, ich bin persönlich gar nicht so intensiv

00:55:46: drin, aber sie Sie schaffen es doch immer wieder, einen da so

00:55:49: abzuholen, obwohl man nicht so im Thema drin ist. Also großes Kompliment an

00:55:53: der Stelle. Ja, wie gesagt, ich finde es auch immer wieder

00:55:56: faszinierend, was da alles miteinander

00:55:59: zusammenhängt und wie das alles das große

00:56:03: Ganze so weltweit und dann aber auch noch mal die

00:56:06: Kulturen untereinander, wie Weizen und Mais voneinander abhängen. Und

00:56:10: das zum Beispiel, jetzt haben Sie ja gesagt, dass zum Beispiel davon

00:56:14: abhängt, wie viel Mais jetzt in den USA angebaut wird, wird in

00:56:18: Zukunft, dass der Weizenpreis auch da wieder von

00:56:21: abhängt. Ja, und ansonsten glaube ich, war nicht so

00:56:25: viel in Anführungszeichen Überraschendes dabei. Also, ne, dass der

00:56:28: Getreidemarkt überversorgt ist und die Preise da eher

00:56:33: schlecht sind, das wissen wir glaube ich alle. Und wenn jetzt die

00:56:37: Südhalbkugel natürlich noch gut oder sehr gut geerntet hat, dann macht

00:56:40: das natürlich für uns jetzt auch nicht einfacher. Ich fand

00:56:44: auf jeden Fall spannend zu hören, dass ja, dass die

00:56:48: Ölsaaten mehr Bewegung vielleicht haben. Und ich habe für mich auf jeden

00:56:52: Fall mitgenommen, unabhängig jetzt, dass wir natürlich

00:56:55: noch in die Zukunft gucken müssen, beziehungsweise auch noch

00:56:59: abwarten, ob da vielleicht auch noch was passiert, wie Sie ja gesagt haben, in

00:57:02: Sachen Frost, was ja noch passieren kann.

00:57:06: Ich erinnere an 2011, glaube ich, war es bei uns, wo auch das

00:57:09: Wintergetreide, also wo die Gerste zum Beispiel auch ausgewintert ist, oder

00:57:14: ja eben Frühjahrstrockenheit, ne, was dann noch eine Rolle spielen kann. Und ich nehme auf

00:57:18: jeden Fall mit, das, was Sie gesagt haben, ne, dass man bei dem

00:57:21: Seitwärtsmarkt, den wir haben, doch dann Chancen erkennen muss. Und

00:57:25: wenn dann doch mal vielleicht eine Bewegung drin ist und vielleicht

00:57:29: mal eine Preisexplosion aus irgendwelchen Gründen kommt, dass man dann eben auch

00:57:33: ja zugreifen und handeln muss. Das ist auf jeden Fall, glaube

00:57:36: ich, ein guter Tipp. Ja, und das ist auch auch, was ich sagen muss, ich

00:57:40: bin ja, oder jetzt irgendwie die letzten Wochen hatte ich, das war jetzt auch

00:57:44: mehr Zufall, relativ viel zu tun, auch mit unterschiedlichsten

00:57:47: Märkten. Ich hatte z.B. mit Carlos gesprochen, die sprachen

00:57:51: auch von der Bombenernte da in Südamerika. Das hat Carlos

00:57:55: mir auch schon gesagt, da ich hatte mit dem

00:57:59: irgendwie vor Weihnachten glaube ich gesprochen, dann stehen die ja quasi kurz vor der Ernte,

00:58:02: und der sagte, die Prognosen sind schon echt richtig

00:58:06: richtig gut, wie jetzt auch Fabian und Philipp gesagt haben. Dann habe ich

00:58:10: jetzt vor kurzem mit unserem Kollegen aus Nordamerika

00:58:14: gesprochen, der sitzt da an der Westküste, und der sagte auch,

00:58:18: die machen da viel Kartoffeln und so. Das war jetzt hier nicht Thema,

00:58:22: aber zum Beispiel da wurden auch riesige Erträge eingefahren, und dann auch da beim Getreide

00:58:26: und so. Deswegen sind die Läger voll. Jetzt zufällig haben

00:58:30: wir auch mit Australien zu tun gehabt, ist ja auch Südhalbkugel, weil Justus macht ja

00:58:33: gerade eine Roadshow, und da hat man natürlich auch mit den Kollegen zur Vorbereitung

00:58:37: einiges zu sprechen. Und das ist auch da

00:58:40: so, wahrscheinlich auch nicht in allen Regionen, aber an vielen Stellen.

00:58:45: Und da kann ich jetzt schon mal ankündigen, wenn wir es hinkriegen und

00:58:48: mit der Zeit passt, dann werden wir vielleicht noch mal jetzt nach der Ernte dann

00:58:52: quasi einen kurzen Ausblick mit Justus oder einen Rückblick mit Justus haben, ob denn die

00:58:56: Ernte wirklich so gut war. Nach der australischen

00:58:59: Ernte, nicht dass das zu Missverständnissen führt. Nach der australischen Ernte. Meinte, der

00:59:03: ist jetzt gerade da und macht da Stoppbearbeitung.

00:59:06: Dementsprechend kann er natürlich dann berichten, ob die Bestände auch wirklich

00:59:10: so waren, die Landwirte so zufrieden sind, wie Philipp und Fabian

00:59:14: es vermuten lassen. Aber was ich ja

00:59:18: grundsätzlich immer wieder spannend finde, auch dann diese

00:59:21: Erwartung, diese globale Betrachtung, wie Anbauflächen sich

00:59:25: verändern, je nachdem welche Preisgefüge es gibt. Das ist natürlich klar, jetzt

00:59:29: im Frühjahr Je nachdem, welche amerikanischen Landwirte sich für

00:59:33: Soja oder Mais entscheiden, kann entweder der eine oder andere Markt

00:59:36: da ja von profitieren. Ich weiß nicht, wie das bei euch ist,

00:59:40: Carina, mit Rapsanbaufläche. Habt ihr jetzt da im letzten Jahr, weil der

00:59:44: Weizenpreis schlecht war, mehr versucht, mehr Kartoffeln zu machen oder

00:59:47: mehr Raps oder so? Oder ist das sowieso relativ knapp mit der

00:59:51: Fruchtfolge her, dass man da so viel gar nicht reagieren kann?

00:59:55: Oder wie handhabt ihr das? Also wir handhaben das

00:59:59: eigentlich immer so, dass es mit der Fruchtfolge passt, ne. So, und vor allen

01:00:02: Dingen, wir sind ja auch begrenzt mit den Flächen, und gerade bei Kartoffeln

01:00:06: ist natürlich auch immer besser, je weiter die Fruchtfolge auseinander ist. Und

01:00:10: deswegen regelt das bei uns immer schon so ein bisschen in den

01:00:13: Jahren, wie es passt von der Fruchtfolge

01:00:17: her, auch so, ob es jetzt 3 Hektar rauf, runter, rechts,

01:00:20: links sind. Also ich habe das jetzt nicht vom Markt

01:00:24: abhängig gemacht, habe aber zufälligerweise,

01:00:27: passenderweise dieses Jahr zum Beispiel ein bisschen mehr Raps

01:00:31: wie letztes Jahr. Deswegen freut mich das natürlich zu hören, dass

01:00:35: da vielleicht ein bisschen mehr Bewegung zu erwarten ist. Aber

01:00:39: ja, das habe ich jetzt nicht abhängig von

01:00:42: Börsenpreisen oder so gemacht. Nee. Ja, und ich glaube,

01:00:46: die beiden haben jetzt ja hauptsächlich darauf abgespielt, wie die

01:00:50: Erwartungen der Gesamtaubaufläche in den USA zum

01:00:54: Beispiel dann natürlich sich auch auf dem Meldemarkt auswirken, weil wenn Wenn da jetzt auf

01:00:57: einmal dann große Flächen weniger von der einen Kultur sind, dann werden sich ja

01:01:01: da vielleicht die Preise global betrachtet anpassen. Aber

01:01:04: für den Landwirt in Deutschland ist natürlich eher das Thema quasi,

01:01:08: wo kann er seine Anbaufläche anpassen, eventuell,

01:01:12: oder halt auch nicht, um da auf bestimmte Preise zu reagieren. Das finde ich eigentlich

01:01:16: auch immer, ja. Ich finde es auch ein bisschen schwierig, wenn du den Weltmarkt

01:01:19: betrachtest, ne, wir mit unseren paar Hektar hier. Ob du da jetzt

01:01:23: so viel reißen kannst. Du kannst höchstens noch mal ein bisschen

01:01:27: vielleicht deine Marge erhöhen, sozusagen.

01:01:31: Und aber weil das finde ich auch, also das finde ich, das muss ich auch

01:01:35: sagen, als das ist ja dann eine große Herausforderung auch für uns als

01:01:39: Landtechnikhersteller. Wenn ich jetzt gehört habe, dass

01:01:43: quasi die Produktionskosten teilweise über den

01:01:47: Deckungs- oder über den Erlösen nachher liegen, da ist natürlich ein Riesenthema,

01:01:51: wo man auch dann sagen muss, ja, wie kann ich

01:01:54: jetzt da meine, ja, meine Produktionskosten

01:01:58: anpassen? Weil dann könnte man ja fast sagen, die Marge

01:02:02: entscheidet sich sozusagen schon mit der ersten Überfahrt. Wenn ich jetzt sage,

01:02:05: da gibt es durchaus Märkte, die sagen, wir reduzieren die

01:02:09: Inputkosten, um dann quasi doch noch eine Marge

01:02:12: zu erzielen, vielleicht mit niedrigeren Erlösen oder mit

01:02:16: niedrigeren Erträgen. Das ist ja, ich weiß, dass z.B. in Frankreich

01:02:19: Frankreich öfters mal diskutiert wird mit den Kollegen, dass diese

01:02:23: Landwirte in Frankreich dann wohl sagen, ja, wir haben schlechte

01:02:26: Erlöserwartungen, wir reduzieren auch die Inputkosten, weißt, dann

01:02:30: wird vielleicht eine Maßnahme weniger, Pflanzenschutz gemacht, dann wird vielleicht

01:02:34: nicht 25 cm tief gegrubbert, sondern nur noch 15

01:02:38: oder wie auch immer, weißt du, um Kraftstoff zu sparen, Arbeitszeit zu sparen

01:02:41: und dementsprechend das, ja, da quasi die Marge noch

01:02:45: hochzuhalten und Da wäre jetzt ja die Frage an dich, Carina,

01:02:49: ist das auch ein Thema für euch, wo ihr sagt, wenn wir jetzt wissen,

01:02:52: so und so sieht es aus, wir sagen jetzt, wir machen jetzt hier, vielleicht

01:02:56: riskieren wir mal, die eine Maßnahme weniger zu machen, sparen dadurch ein bisschen Geld

01:03:00: ein, oder sagt ihr, wir können hier aufgrund der

01:03:03: Saatgutvermehrung, sparen wir jetzt nicht ein, wir machen hier wieder 2,

01:03:06: 3 Überfahrten mit der Kurzscheibenegge, um das Ausfallgetreide

01:03:10: zu bekämpfen, und wie sind solche Themen bei euch da?

01:03:15: Ja, das ist ja das, was ich immer sage, ne. So, ich habe ja noch

01:03:18: das andere Herz, was da schlägt, BWL. Und am Ende des Tages sind

01:03:21: Landwirte auch Unternehmer, und ich glaube, es liegt im Interesse von jedem,

01:03:25: wirtschaftlich zu arbeiten. Und in Zukunft

01:03:30: wird das leider auch, glaube ich, unweigerlich

01:03:33: immer mehr Thema, ne, da einfach irgendwie an

01:03:38: verschiedenen Stellschrauben Kosten einsparen und Co.

01:03:41: Nicht umsonst haben wir deswegen ja auch

01:03:45: größere Maschinen gekauft, fängt bei der

01:03:49: Sämaschine an und hört bei Pflanzenschutz und Düngerstreuer

01:03:52: auf, um da einfach effizienter arbeiten zu können, weil es

01:03:56: am Ende unterm Strich natürlich auch Kosten

01:03:59: einspart, mit ja auch zum Beispiel Einzeldüsenabschaltung

01:04:03: und so was. Das war ja auch, also das war ja auch ein

01:04:05: betriebswirtschaftliches Thema und nicht einfach, weil ich dachte, ja gut, ich

01:04:09: kaufe mal neue Technik hier jetzt so, weil ich gerade mal Geld zu viel

01:04:12: habe. Also das ist ja eher seltener der Fall. Und wie

01:04:16: gesagt, ich glaube leider, dass das in Zukunft für uns

01:04:19: immer wichtiger noch wird, da auch drauf

01:04:23: zu achten auf Kosten und Co. Und dass das leider, das ist

01:04:27: ja das, was ich auch schon ein paar Mal gesagt habe, im Büro, da glaube

01:04:30: ich schneller mehr Geld

01:04:33: verdient oder auch mehr Geld platt gemacht werden

01:04:37: kann mit zum falschen Zeitpunkt kaufen, verkaufen und so weiter und so

01:04:41: fort. Das wird, glaube ich, in Zukunft auch immer wieder

01:04:45: ein größeres Thema. Ja, und dann nicht nur, man kann das ja von

01:04:48: zwei Seiten sehen. Ich kann jetzt genau, man kann auch genau so

01:04:52: die andere Seite, man kann natürlich sagen, man extensiviert den Anbau,

01:04:56: um Kosten zu sparen. Aber je nachdem, wo man sich jetzt gerade befindet

01:05:00: und, sage ich mal, die Flächen und das Wasser, also die

01:05:03: Wasserversorgung gibt es ja, könnte man natürlich auch sagen, wir erhöhen die,

01:05:07: ja, wir erhöhen den Input, um auch in Relation dazu einen höheren

01:05:10: Output zu erzielen. Das ist ja das, was wir jetzt zum Beispiel jetzt machen, das

01:05:14: jetzt nicht auf Raps bezogen, aber zum Beispiel Hans in den Niederlanden, da werden halt

01:05:17: viele Sonderkulturen angebaut, um da quasi noch Geld zu verdienen und da möglichst

01:05:20: viel aus dem Boden rauszuholen. Aber das Gleiche könnte man ja auch sagen mit Raps.

01:05:24: Man fängt jetzt an, dann die Düngung vielleicht umzustellen, dass man Dünger und Saatgut

01:05:28: gleichzeitig ausbringt oder dass man die

01:05:31: Saatbettbereitung oder die Bodenbearbeitung besonders macht, dass man

01:05:34: anfängt, vielleicht das Stroh besser einzuarbeiten, damit man halt keine Strohnester

01:05:38: da hat in der Fläche. Weil weißt du selber, wenn

01:05:42: da, wo jetzt, sage ich mal, so ein Strohnest liegt, weil der Drescher da vielleicht

01:05:44: verstopft war und man kriegt das jetzt nicht bei der Strohbearbeitung vernünftig

01:05:48: auseinandergezogen, da hast du tendenziell eher, sage ich mal, ein paar Quadratmeter, wo

01:05:52: halt nicht so viel Raps steht, weil halt die Keimung da nicht so gut ist.

01:05:57: Und das sind da, also das finde ich, das sind auch so Themen, die ich

01:05:58: jetzt letzte Woche tatsächlich viel diskutiert habe, auch mit

01:06:02: Landwirten, in welche Richtung es da gehen kann. Natürlich hast du recht,

01:06:05: Produktionskosten einsparen durch bessere Technik, Technik, weil man die

01:06:09: effizienter nutzen kann. Aber man kann ja auch

01:06:12: effizienter werden, weil man vielleicht präziser ist, sage ich mal, bei der

01:06:16: Saatbettbereitung, bei der Bodenbearbeitung. Dass man sagt, wir können

01:06:19: jetzt, wir müssen nicht mehr bei der ersten Überfahrt zwangsläufig, weil wir

01:06:23: kein anderes Grubberschar haben, 10 cm tief arbeiten und können Kraftstoff

01:06:27: sparen, weil wir bei der ersten Überfahrt nur 4 cm tief

01:06:31: arbeiten, oder wie auch immer, mit welcher Kurzscheibenegge oder mit welchem Grubber man das da

01:06:34: macht, sei es jetzt Coraline, Karat mit DeltaCut oder Rubin,

01:06:38: Heliodor, Das sind ja auch viele Punkte, die da noch

01:06:42: eine wichtige Rolle spielen. Das ist gerade, ich glaube, in solchen Jahren

01:06:46: wie jetzt, wie die jetzt hatten und haben und

01:06:50: dann vielleicht auch haben werden jetzt in 2026 in Europa,

01:06:53: ja, dann wichtiger denn je, dass man da auch, wie du sagst,

01:06:57: eine neue Technik im Auge behält, um halt eine gewisse Präzision

01:07:01: zu gewährleisten, sei es jetzt beim Pflanzenschutz als auch bei der

01:07:04: Bodenbearbeitung als auch bei der Aussaat. Und dann, oder auch vielleicht seine

01:07:08: Technik, die man hat, vielleicht auch noch mal anpasst

01:07:11: und erweitert über neue Charge oder wie auch immer, um da halt dann

01:07:15: möglichst ja Kosten, ja wie soll ich sagen, kostenoptimiert

01:07:19: dann zu arbeiten. Ja, es ist halt ein Zusammen-,

01:07:22: oder es soll ja ein Zusammenspiel sein, um

01:07:26: auf der einen Seite Kosten zu senken und auf der anderen Seite aber auch

01:07:30: ja effizienter zu arbeiten. Arbeiten. Und ja, also das ist ja

01:07:34: ein großes Ganzes für mich. Ja, und was ich jetzt—

01:07:38: ja genau, und das ist das Thema mit dem Preisniveau halt. Und was ich auch

01:07:41: noch interessant fand, habe ich auch notiert, ist, dass eigentlich jetzt nicht

01:07:45: mehr viel— so, wenn ich das richtig verstanden habe— nicht mehr viel passieren kann,

01:07:49: dass die Preise noch weiter fallen, weil die Ernten halt schon so gut waren.

01:07:53: Also das ist ja wenigstens einmal jetzt— ja, ich will jetzt nicht sagen schon mal

01:07:57: was etwas Positives, aber wenn die Preise halt sehr schlecht

01:08:00: sind, ist jetzt nicht so positiv, dass sie nicht noch weiter

01:08:04: fallen können. Das ist ja, deswegen bin ich

01:08:08: echt mal gespannt auf dieses Jahr. Ich würde es allen wünschen, dass

01:08:12: die Erzeugerpreise natürlich hochgehen, oder die, ja,

01:08:16: damit, ja, damit man auch mal wieder ein bisschen Geld verdienen

01:08:20: kann. Ja, das wünschen wir uns, glaube ich, alle.

01:08:23: Ja, also in dem Sinne, also wie gesagt, ich fand ja wieder, ich bin da

01:08:27: echt immer sehr begeistert von diesen Ausblicken. Und dann noch

01:08:30: dieser Überblick da über China, also man kriegt ja

01:08:34: vieles mit und so, im, auch in den normalen Medien über

01:08:37: diesen Immobilienmarkt da in China. Aber wie der sich jetzt auch

01:08:41: auswirkt auf die landwirtschaftliche Bevölkerung, oder nicht auf die

01:08:44: landwirtschaftliche Bevölkerung, aber auf die, auf die Erlöse in der Landwirtschaft,

01:08:48: aufgrund der Tatsache, dass da die Vermögen schrumpfen und die

01:08:52: Bevölkerung schrumpft, Ja, das ist ja. Das, was ich immer sage,

01:08:56: dieses große Ganze und was da am Ende alles mit reinspielt, wo man

01:08:59: so in seinem Kirchturmdenken, wie du es

01:09:03: immer so schön sagst, gar nicht dran denkt. Dann eben auch dieses,

01:09:07: wie sie dann ja auch gesagt haben, dass chinesische

01:09:10: Billigprodukte jetzt hier den europäischen Markt fluten wegen

01:09:14: Trump und seinen Zöllen und Co. Das ist halt alles so, ja, das ist

01:09:18: einem also weiß man ja irgendwie auch. Es gibt ja da diesen

01:09:22: Versandhandel. Ich hätte noch das Erste dazu bestellen, aber wo ja auch viele

01:09:25: meiner Freunde gefühlt mittlerweile alles bestellen, wo ich ja auch

01:09:29: immer die Krise krieg. Man kriegt das ja so mit. Aber

01:09:33: wie soll ich sagen, man, man, es fällt einem schwer, das

01:09:37: dann so ja eben auf das große Ganze zu verknüpfen und

01:09:41: was das auch dann ja für, für den Job der

01:09:44: Landwirtschaft Gesellschaft, den du ja in dem Moment irgendwie da gar nicht mit

01:09:48: verknotest irgendwie, aber dann hat es halt doch wieder Auswirkungen da drauf. Und

01:09:52: das ist eben das, was ich sage, das bringen die beiden aber immer so

01:09:56: perfekt rüber, dass man dann auch da sitzt und denkt so, ja, ja,

01:10:00: klar, macht Sinn, ne? Also verstehst du, was ich meine? Ja, ja, ich

01:10:03: verstehe, was du meinst. Und dass man alles mal so geordnet bekommt

01:10:07: und quasi so präsentiert bekommt, dass man auch denkt, man weiß zwar

01:10:10: viele Einzelpunkte, aber wie die in Zusammenhang stehen,

01:10:14: finde ich immer echt spannend an dieser

01:10:16: Makroökonomie. Ökonomie, absolut. Hast du das? Hast du auch

01:10:20: bestimmt dann auch im Studium oder eher sicher? Du hast ja studiert. Ja,

01:10:27: mit dieser schlauen Frage.

01:10:35: Ist auch gut. Ja, Carina, dann freue ich mich,

01:10:39: dass du deine Stimme durchgehalten hast. Ich wünsche dir eine gute

01:10:42: Besserung. Vielen Dank noch mal. An die beiden vom Agrarmarkt

01:10:46: Podcast für den Ausblick. Ich hoffe, es war interessant für die

01:10:49: Zuhörer. Wenn ihr Fragen und Feedback habt, immer gerne her damit. Wir

01:10:53: wünschen euch eine gute Woche, bleibt gesund, und damit hast du,

01:10:57: Carina, wie immer das letzte Wort. Ja, vielen Dank, dann kriegt

01:11:01: sich das auch noch schnell hier rein. Ich bedanke mich natürlich auch ganz herzlich

01:11:04: bei den Jungs vom Agrarmarkt Podcast für den tollen

01:11:08: Ausblick und die Erläuterungen. Und ja, wünsche dir, Johannes,

01:11:12: ein paar närrische Tage und danke für die Genesungswünsche.

01:11:16: Ja, wir hören uns in 2 Wochen wieder. Wenn ihr die Folge hört, ist ja

01:11:18: Karneval auch schon vorbei. Und ja, bis dann würde ich sagen,

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